Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsfaktor:
www.mittelstand-und-familie.de zeigt, wie Unternehmen Familienfreundlichkeit für ihren Erfolg nutzen können.
Deutschland wird immer älter. Das ist bekannt, doch aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben es jetzt schwarz auf weiß belegt: Die Geburtenrate in Deutschland ist in 2005 erstmals seit 1945 bei einem Rekordtief von unter 700.000 Geburten angelangt. Nach Einschätzung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung kommt es in den nächsten Jahren zwischen Deutschlands Regionen zu einer harten Konkurrenz um produktive Mitarbeiter.
Dies geht aus der jüngst in Berlin vorgestellten Studie 'Die demographische Lage der Nation' hervor. Besonders den Mittelstand stellt die alternde Bevölkerung vor große Herausforderungen. Im Wettbewerb um die besten Köpfe wird daher das Unternehmen erfolgreich sein, das auf diese demographische Veränderung vorbereitet ist. Der Großteil der mittelständischen Unternehmen hat das Thema jedoch noch nicht auf dem Radar, äußert Prof. Dr. Bodo Risch, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Momentan erleben wir eine trügerische Ruhe vor dem großen Sturm. Ab 2010 werden Betriebe die negativen Folgen der alternden Gesellschaft dramatisch zu spüren bekommen. Es geht um die Schlacht um die hellen Köpfe. Doch kurzfristig sind die Probleme dann nicht mehr zu lösen." Betriebe seien im eigenen Interesse gefordert, Personalentwicklung sowie Mitarbeitermotivation und -bindung u. a. durch familienfreundliche Maßnahmen jetzt anzupacken, um sich für den drohenden Fachkräftemangel zu wappnen. Familienfreundlichkeit kann zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Wie kleine und mittlere Unternehmen diese umsetzen können, zeigt das Internetportal www.mittelstand-und-familie.de.
Maßnahmen wie Zuschüsse zu Kinderbetreuungskosten, Job-Sharing und Telearbeit erhöhen die Mitarbeitermotivation erheblich, stellt die Unternehmensberatung McKinsey in der Studie 'Management Matters' (2005) fest. Andere Studien zeigen, dass familienfreundliche Unternehmen von der Öffentlichkeit positiver wahrgenommen werden. Ein gutes Firmenimage zieht Investoren und qualifizierte Mitarbeiter an. Das trägt zu einer stärkeren Kundenbindung und letztlich zu einem verbesserten Unternehmenserfolg bei. Dass Work-Life-Balance-Konzepte die Unternehmensproduktivität steigern, stellte 2005 auch die Prognos AG in deutschen Unternehmen fest: Demnach können kleine und mittelständische Unternehmen durch Work-Life-Balance-Maßnahmen die Produktivität pro Erwerbstätigkeitsstunde um 1,6 Prozent steigern. Nehmen Mitarbeiter die Möglichkeit in Anspruch, beispielsweise früher aus der Elternzeit in das Unternehmen zurückzukehren, fallen die Einarbeitungs- und Überbrückungskosten geringer aus. Durch eine geringere Fluktuation können Kosten für die Neubesetzung einer Stelle gespart werden bis zu 1,5 Jahresgehälter. Dabei sind die Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oftmals auch ohne großen finanziellen Aufwand möglich. Außerdem haben Arbeitnehmer, dessen Nachwuchs gut versorgt ist und die flexible Arbeitszeiten nutzen können, weniger Fehlzeiten und arbeiten effizienter. Zufriedene Mitarbeiter fühlen sich dem Unternehmen gegenüber stärker verbunden und engagieren sich mehr für eine hohe Qualität ihrer Arbeit.
Antje von Dewitz, Juniorchefin der VAUDE Sport GmbH & Co. KG, kann dies nur bestätigen: Familienfreundlichkeit ist bei uns zu einem wichtigen Element der Unternehmenskultur geworden. Der ökonomische Nutzen ist beträchtlich. Beispielsweise kehren unsere Mütter früher aus der Elternzeit zurück, so sparen wir hohe Überbrückungskosten. Das Portal www.mittelstand-und-familie.de ist ein hilfreiches Tool, in dem wirklich jeder auf einfachstem Wege praktische Hilfe bei der Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen erhält.
Beispielsweise wird unter www.mittelstand-und-familie.de/betreuungszuschuss erklärt, unter welchen Bedingungen der Kinderbetreuungskostenzuschuss steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt wird. Eine nützliche Maßnahme, die Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie entscheidend erleichtert und Arbeitgeber nicht viel kosten muss.
Das Internetportal www.mittelstand-und-familie.de ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bertelsmann Stiftung: Es bietet für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer umfassende Informationen, konkrete Praxislösungen, Arbeitsmaterialien zum Download sowie eine Datenbank mit über 18.000 Kontaktadressen, z. B. von Industrie- und Handelskammern, Bündnissen für Familie oder Familienzentren.
Individuelle Fragen beantworten die Experten der Infoline unter 0180 3 444 333 (montags bis freitags, 8:00 bis 20:00 Uhr, 9 Cent/min.) oder per E-Mail (infoline@mittelstand-und-familie.de).
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