Brückentage stellen für Arbeitgeber oft eine Herausforderung dar: Es gilt, den Wünschen der Beschäftigten entgegenzukommen und gleichzeitig eine bedarfsgerechte Personalbesetzung sicherzustellen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Überbrückung von Feiertagen im Jahr 2006 bestmöglich gestalten können.
Bestimmen Sie den Arbeitsanfall
An Brückentagen kann sich der Arbeitsanfall sehr von dem einer normalen Arbeitswoche unterscheiden. Im Handel sind diese Tage oft sehr umsatzstark mit einer hohen Kundenfrequenz. In anderen Branchen kann die Auslastung dagegen geringer sein als an anderen Tagen. Manche Unternehmen wiederum können die Arbeiten vor- bzw. nachlagern und den Betrieb ganz schließen.
Nicht immer lässt sich der Personalbedarf für solche Tage im Voraus exakt planen. Anstatt sich jedoch mit einer Ad-hoc-Organisation zu behelfen, sollten Sie eine vorausschauende Personaleinsatzplanung anwenden, mit der auch Unregelmäßigkeiten abgefedert werden können.
Eine wichtige Grundlage für die Personaleinsatzplanung und für Zukunftsprognosen erhalten Sie, wenn Sie eine Arbeitsanfallanalyse durchführen. Diese spiegelt den Arbeitsanfall der Vergangenheit wider und veranschaulicht wiederkehrende Muster wie Arbeitsspitzen und -täler. Darüber hinaus lässt sich aus den Ergebnissen Handlungsbedarf ableiten.
Berücksichtigen Sie Mitarbeiterwünsche
Wenn Sie den Arbeitsanfall ermittelt haben, können Sie die personelle Besetzung planen. Beachten Sie dabei aber, dass Ihre Beschäftigten sehr unterschiedliche Wünsche hinsichtlich der Brückentage haben können. Einige müssen an diesen Tagen die Kinderbetreuung selbst organisieren, weil Schulen oder Kindergärten geschlossen sind und haben daher großes Interesse daran, an solchen Tagen frei zu bekommen.
Haben an diesen Brückentagen allerdings Schulen und vor allem Kindergärten geöffnet, werden die betreffenden Mitarbeiter lieber arbeiten, denn wenn sie Urlaub nehmen müssen verschärft sich ihr Problem, dass die Zahl ihrer Urlaubstage nicht ausreicht, um die Schul- oder Kindergartenferien abzudecken.
Damit der Arbeitsanfall an diesen Tagen interessengerecht aufgeteilt werden kann, sollten Sie den Beschäftigten weitreichende Mitsprachmöglichkeiten einräumen. In der Praxis hat es sich bewährt, sie gut zu informieren, in die Planung einzubeziehen und eventuell auch das Personal selbst die Besetzung an Brückentagen planen zu lassen.
Möglichkeiten, den Personaleinsatz zu planen
Eine ausgewogene Personaleinsatzplanung, die sowohl die Anforderungen des Betriebes sowie die Interessen der Mitarbeiter berücksichtigt, stellt insbesondere bei der Besetzung von Brückentagen hohe Anforderungen an Führungskräfte wie Mitarbeiter. Die Betriebs- und Servicezeiten des Unternehmens müssen abgedeckt sein und gleichzeitig soll für die Beschäftigten eine gerechte Arbeitsteilung gefunden werden. Um eine faire und transparente Arbeitsteilung zu erreichen ist es für Führungskräfte hilfreich, die Erfahrungen der vorangegangenen Jahre heranzuziehen und die Beschäftigten soweit wie möglich in die Planung einzubinden.
Hier sehen Sie Beispiele für flexible Einigungen zwischen den Beschäftigten und dem Unternehmen, beziehungsweise der Mitarbeiter/- innen untereinander:
Die konkrete Planung
Die konkrete Planung der Brückentage erfordert zum einen die Personalbedarfsplanung und zum anderen die Personaleinsatzplanung für diesen Tag.
Personalbedarfsplanung
Bei der Personalbedarfsplanung wird die Frage gestellt: Wie viele Mitarbeiter bzw. Stunden sollen in jeweiliger Funktion zum jeweiligen Zeitpunkt eingesetzt werden.
Personaleinsatzplanung
Für die Personaleinsatzplanung muss folgende Frage beantwortet werden: Welche Mitarbeiter sollen in jeweiliger Funktion zum jeweiligen Zeitpunkt zum Einsatz kommen.
Sind diese Fragen geklärt, kann das Team in einer Einsatzbesprechung die Besetzung der Brückentage organisieren. Die Mitarbeiter können sich nach Absprache im Team entsprechend ihrer privaten Zeitwünsche selbst in die oben bereitgestellte Tabelle "Organisation Brückentage" eintragen.