Elektro Wolff GmbH, Swisttal-Ollheim

Der Familienbetrieb mit zehn Mitarbeitern setzt auf zwei Säulen einer familienfreundlichen Unternehmenskultur: Ein offenes Klima, in dem die Beschäftigten über ihre Probleme sprechen können und gemeinsam eine Lösung gefunden wird und möglichst große Zeitsouveränität, damit die einzelnen Beschäftigten berufliche Anforderungen und private Bedürfnisse miteinander vereinbaren können.

Das Unternehmen:
Der zehnköpfige Elektrobetrieb in Swisttal ist auf Elektro-, Kommunikations- und Netzwerktechnik spezialisiert, zum umfangreichen Leistungsangebot gehören auch komplexe Hightech-Leistungen. Der Betrieb hat schon im arabischen Raum Montageaufträge durchgeführt.

Gründe für die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen:
Überdurchschnittlich ausgebildete und hoch motivierten Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs bei Elektro Wolff. Es gilt, die guten Leute gegen die Abwerbung durch die Industrie zu halten und ihre Motivation zu fördern. Der Betrieb setzt daher auf ein dialogorientiertes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten.

Die Anforderungen an die Beschäftigten sind gerade in einem kleinen, aber hoch spezialisierten Familienbetrieb sehr hoch. Es muss viel Zeit in Weiterbildung investiert werden, hinzu kommt der Arbeitsalltag mit zum Teil langen Wegezeiten zu den Baustellen. Gerade wenn die Beschäftigten Familie haben, sind sie doppelt belastet. Ihren Zeitbedürfnissen will die Elektro Wolff GmbH daher in besonderem Maß Rechnung tragen.

Welche Folgen es hat, wenn ein Mitarbeiter auf der Baustelle unkonzentriert ist, kann Dieter Wolff mit Zahlen belegen: Ein durch private Probleme belasteter Geselle hatte auf einer Baustelle durch fehlerhafte Installation einen Schaden in Höhe von 5.000 verursacht. "Es ist nicht nur der Schaden an sich, der Geld kostet", fügt Herr Wolff hinzu. "Macht ein Geselle Fehler, muss ich als Chef selbst zum Kunden, den Fehler suchen und die Wogen glätten. Teure Arbeitszeit, die mir zudem bei der Akquise verloren geht." Die Konsequenz bei Elektro Wolff: "Wenn ein Mitarbeiter ein privates Problem hat, sprechen wir offen darüber und suchen gemeinsam eine Lösung."

Umgesetzte Maßnahmen:

  • Eine offene Betriebskultur sorgt dafür, dass persönliche Probleme bereits im Vorfeld besprochen und geklärt werden können.
  • Flexible Arbeitszeit: Die Mitarbeiter können sich in Abstimmung mit der Betriebsleitung die Zeiten frei einteilen. Wenn ein Mitarbeiter mittags zwei Stunden Zeit braucht, um sein Kind von der Schule abzuholen, kann er dies machen - Hauptsache, am Abend ist der Auftrag erledigt. Dass die 10 Mitarbeiter ein ähnliches Qualifikationsniveau haben, vereinfacht den flexiblen Personaleinsatz.
  • Der Ausgleich von Mehr- und Minderarbeit erfolgt bei Elektro Wolff wahlweise über Jahres- oder Lebensarbeitszeitkonten.
  • Lebensarbeitszeitkonten bieten den Mitarbeitern die Möglichkeit, Zeitbedarfe für Meisterschule, Kinderbetreuung, Auszeit und Krankenpflege langfristig zu planen. Auch Elternzeitwünsche der männlichen Mitarbeiter werden damit ermöglicht, diese werden vom Betrieb auch ausdrücklich unterstützt.

Ergebnis aus den Maßnahmen:
Die Zahlen geben Dieter und Dagmar Wolff recht: Krankenstand und Fehlzeiten liegen schon seit Jahren deutlich unter dem Branchendurchschnitt, und der Aufwand für Gewährleistung ist vernachlässigbar gering.

Den Nutzen der Familienfreundlichkeit belegt folgendes Beispiel:

Problem:
Durch private Probleme ist ein Geselle unmotiviert und unkonzentriert bei der Arbeit und führt die Elektroinstallation fehlerhaft aus.

Maßnahmen:

  • Zeitsouveränität und Jahresarbeitszeitkonten schaffen Spielräume für private Zeitbedürfnisse.
  • Eine offene Betriebskultur sorgt dafür, dass persönliche Probleme bereits im Vorfeld besprochen und geklärt werden können.

Kosten:

  • Aufwand für Abstimmung von Zeitplänen und Jahresarbeitszeitkonten
  • Arbeitsorganisatorische und betriebsklimabezogene Maßnahmen daher insgesamt nur schwer quantifizierbar

Nutzen:
Gewährleistungsfälle können 5.000 und mehr kosten. Kulanzfälle binden teure Meisterstunden und Akquisitionszeit geht verloren. So jedoch wurden Kundenzufriedenheit und Kundenbindung erzielt.

Stimmen aus dem Unternehmen:
Der Kunde kann die Qualität einer Monteursleistung nicht direkt beurteilen, sie ist für ihn oft nicht sichtbar oder messbar. Als Ersatz gelten die Menschen, die Mitarbeiter, als Qualitätsmaßstab "die Qualität unserer Arbeit wird am Verhalten unserer Gesellen gemessen", erklärt Elektromeister Dieter Wolff das Engagement für Mitarbeiter- und Familienfreundlichkeit bei der Elektro Wolff GmbH.

"Der Rücken muss frei bleiben, das geht nicht durch permanenten Druck!", sagt Dagmar Wolff-Schlagkamp. "Es nützt uns nichts, wenn ein Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist, aber mit den Gedanken bei seiner Frau im Krankenhaus, im Kindergarten oder bei einem anderen Problem."

Fazit von Dieter und Dagmar Wolff:
"Wir kriegen vieles wieder zurück wenn unsere Firma die Mitarbeiter braucht, dann sind sie auch da!

Firma:
Elektro Wolff GmbH
Anschrift: Breite Straße 29, 53913 Swisttal-Ollheim
Telefon: 02255-95940
Fax: 02255-959429
E-Mail: info@elektro-wolff.de
Internet: www.elektro-wolff.de
Ansprechpartner: Familie Wolff