Neue Umfragen zeigen, dass die bislang schon hohe Akzeptanz des Elterngeldes immer noch steigt. Die ersten Evaluationsergebnisse wiederum bestätigen die erwarteten Wirkungen: Die partnerschaftliche Betreuung nimmt zu, das Haushaltseinkommen bleibt - anders als in der Vergangenheit - stabil und mehr Mütter wollen ihre Berufswünsche auch mit Kind verfolgen.
Die Partnermonate ermöglichen die gewünschte Lebensplanung von Familien. Nach aktuellen Daten beziehen 17,2 Prozent der Paarhaushalte Elterngeld. Die Inanspruchnahme führt zu einer früheren Berufsrückkehr von Müttern. Das Elterngeld schafft einen Schonraum im ersten Jahr des Kindes, nach einem Jahr wollen mehr Mütter wieder erwerbstätig sein als dies bisher der Fall ist.
Erfreulich ist auch die Wirkung des Elterngeldes auf die Haushaltseinkommen. Im Vergleich zum Erziehungsgeld zeigt sich eine Armutsreduzierung, weil 5 Prozent weniger Mütter nach der Geburt Hartz IV beziehen als mit dem Erziehungsgeld. Für die meisten Haushalte zeigt sich eine Stabilisierung der Haushaltseinkommen - dies gilt insbesondere für niedrige und mittlere Einkommensgruppen.
Neuerungen bei den Partnermonaten angestrebt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sieht aufgrund dieser positiven Zahlen Änderungsbedarf bei der Regelung des Elterngeldes. Ein aktueller Gesetzesentwurf, der zur Abstimmung vorliegt, sieht vor allem Neuerungen bei den Partnermonaten vor. Damit will die Ministerin die positive Dynamik in Hinblick auf einen kontinuierlich steigenden Gebrauch der Partnermonate durch Väter nutzen und aktive Vaterschaft weiter stärken.
Mit der Anpassung soll erreicht werden, dass die Partnermonate zukünftig auf zwei Monate festgelegt werden beziehungsweise nur vollständig in Anspruch genommen werden können. Zugleich ist vorgesehen, dass Eltern den ursprünglich gestellten Elterngeld-Antrag einmalig ändern können, um eine höhere Flexibilität zu gewährleisten. Ursula von der Leyen wies darauf hin, dass nach anfänglicher Skepsis heute bereits 61 Prozent die Einführung des Elterngeldes befürworten. "Der Beginn einer tiefgreifenden Bewusstseinsänderung" zeige sich sowohl in der Haltung der Väter als auch an dem Pragmatismus, mit dem sich die Wirtschaft auf die Partnermonate eingestellt hat, so die Ministerin.
Das Bundeselterngeld
Das Bundeselterngeld wurde zum 1. Januar 2007 eingeführt und ersetzt das Bundeserziehungsgeld. Zwei von 14 Monaten Bezugsdauer sind für den Partner reserviert. Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurde das Elterngeld im ersten Quartal von nahezu allen berechtigten Familien beansprucht. Die Zufriedenheit mit dem Elterngeld bei den jungen Eltern und die Akzeptanz der Partnermonate in der Wirtschaft steigen seit seiner Einführung stetig an.<br><br>Das Elterngeld wird im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit seiner Einführung kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Ein Bericht zur Evaluation des Elterngeldes, welcher vom Rheinisch-Westfälischen Institut in Essen (RWI) erstellt wird, wird im Oktober dem Deutschen Bundestag vorgelegt.
Quelle: BMFSFJ
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