In punkto Familienfreundlichkeit kann das Ergebnis nicht durch die Anzahl der Köche verdorben werden - ganz im Gegenteil: die Region Mittelhessen macht erfolgreich vor, wie durch gemeinsames Engagement von Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern, Lokalen Bündnissen für Familie und Fachleuten aus Politik und Wissenschaft mehr Familienfreundlichkeit entsteht.
Zum Thema "Standortvorteil Familie" haben Mitte Juli die IHK Gießen-Friedberg, der Kreis und die Stadt Gießen sowie mehrere Vereine zu einem öffentlichen Regionalforum eingeladen. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen wies in ihrer Eröffnungsrede vor den rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Regionalforums darauf hin, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen durch den wachsenden Fachkräftemangel zunehmend unter Druck gerieten. Aber es gebe auch wirksame Mittel gegen diesen Druck. "Durch eine familienbewusste Personalpolitik haben solche Betriebe heute schon die Chance, die gut ausgebildeten Fach- und Führungskräfte an sich zu binden und die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu steigern", sagte die Ministerin.
Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Professorin für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Sachverständige des 7. Familienberichts moderiert. Sie befragte die Runde nach konkreten Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zum Standortvorteil Familienfreundlichkeit. Herbert Mai, Arbeitsdirektor im Vorstand der Fraport AG, warb für mehr Aktivität von den Unternehmen, die von Familienfreundlichkeit profitieren könnten.