Forsa: Was sich junge Eltern wünschen

Anna-Maria Cramer

Bundesministerin Renate Schmidt sieht sich durch Umfrage bestätigt. Die überwiegende Mehrheit junger Eltern wünscht sich bessere Angebote an Betreuung, Bildung und Erziehung für ihre Kinder. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut forsa sagen knapp 60 Prozent der 18- bis 29-jährigen Mütter und Väter, es gebe bislang zu wenig Betreuungsangebote für unter Dreijährige. Die Statistik weist mit 2,7 Plätzen für 100 Kinder unter drei Jahren in Westdeutschland bislang noch ein im europäischen Vergleich extrem niedriges Kinderbetreuungsangebot aus.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, erklärte: "Junge Eltern wünschen sich eine flexible und gute Kinderbetreuung. Sie wollen Beruf und Familie vereinbaren können. Das gilt besonders für junge Mütter, die von der mangelnden Kinderbetreuung stärker betroffen sind als die Väter. Zwei Drittel von ihnen wollen mehr arbeiten. Die forsa-Umfrage bestätigt meinen familienpolitischen Kurs: Der Ausbau der Kinderbetreuung ist wichtig, damit Familien so leben können, wie sie wollen, und damit Kinder früh gefördert werden."

Für vier von fünf Eltern entsprechen überdies die Öffnungs- und Betreuungszeiten nicht ihren Bedürfnissen. Unter den berufstätigen Alleinerziehenden wünschen sich 70 Prozent längere und flexiblere Öffnungs- und Betreuungszeiten sowie mehr Ganztagsangebote. Die Bundesregierung will mit dem Tagesbetreuungsausbaugesetz, das seit 1. Januar 2005 in Kraft ist, bis zum Jahr 2010 230.000 neue Plätze und damit ein bedarfsgerechtes Angebot für die Kleinsten schaffen.

Laut forsa finden 90 Prozent aller Eltern das Ziel von Bundesministerin Renate Schmidt wichtig oder sehr wichtig, Deutschland zum familienfreundlichsten Land Europas zu machen. Neun von zehn Eltern wünschen sich, dass sich auch Arbeitgeber und Unternehmen für gute Kinderbetreuung engagieren. Bundesministerin Renate Schmidt: "Für Eltern ist mehr Familienfreundlichkeit in den Betrieben ebenso wichtig wie eine gute Kinderbetreuung. Ich freue mich darüber, dass ich dafür starke Partner besonders auch aus der Wirtschaft gewonnen habe. Mehr als 1.000 Unternehmen engagieren sich schon für mehr Familienfreundlichkeit in den Lokalen Bündnissen für Familie."

Forsa hat im Auftrag des Servicebüros der Lokalen Bündnisse für Familie im Februar 2005 1.000 Mütter und Väter mit bis zu 10-jährigen Kindern nach ihrer Meinung zu den Angeboten an Erziehung, Bildung und Betreuung befragt.

Quelle: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=26322.html