Nie wieder über Unterbezahlung ärgern

Anna-Maria Cramer

Die Klage ist alt: Frauen verdienen weniger als gleichqualifizierte Männer. Doch jetzt wehren sie sich. Symbol des Protests ist eine rote Handtasche Zugegeben: Wir haben eine Bundeskanzlerin, in den USA wird vielleicht der nächste Präsident eine Frau. Doch unterm Strich sind wir Frauen noch lange nicht gleichberechtigt. Denn Frauen verdienen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. Zweiundzwanzig Prozent! Bei gleicher Ausbildung und gleichem Job, wohlgemerkt. Dabei machen inzwischen mehr Mädchen als Jungen Abitur, knapp die Hälfte der Studierenden ist weiblich. Aber das zahlt sich bisher nicht für uns aus. Im Gegenteil: Je höher eine Frau auf der Karriereleiter klettert, desto größer wird der Unterschied. Die Alpha- Mädchen in den Chefetagen verdienen sogar fast ein Drittel weniger als die Kollegen, neben denen sie im Meeting sitzen.

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