Die französische Regierung will 350.000 zusätzliche Betreuungsplätze einrichten, weil viele Eltern über das geringe Angebot klagen. Die Betreuungsoffensive soll zu einem Pariser Prestigeprojekt werden.
Die französische Regierung will bis 2012 für Eltern ein einklagbares Recht auf Kinderbetreuung schaffen. Dies haben Arbeitsminister Xavier Bertrand und Nadine Morano, Staatssekretärin für Familie, in der vergangenen Woche beim Besuch einer Kinderkrippe in Clichy angekündigt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen in den kommenden Jahren mindestens 350.000 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen werden. Die Kosten für die Verwirklichung dieses Wahlversprechens von Präsident Nicolas Sarkozy belaufen sich auf eine Milliarde Euro. Aus welchen Mitteln die Summe finanziert werden soll, ist noch unklar. "Es ist aber zwingend, dass die Kinderbetreuung kein Problem mehr für Mütter oder Väter darstellt, die arbeiten wollen", betonte Sarkozy. Aus der Republik der virtuellen Rechte müsse endlich eine Republik der reellen Rechte werden.
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