Studie bestätigt herausragende Bedeutung des Beratungsangebotes. Neun von zehn Frauen, bei denen eine Behinderung oder Erkrankung ihres ungeborenen Kindes festgestellt wurde, wünschen sich neben der medizinischen auch eine psychosoziale Betreuung. Das ist das Ergebnis des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten, dreijährigen wissenschaftlichen Begleitprojekts "Psychosoziale Beratung vor, während und nach Pränataldiagnostik". Die unter der Leitung von Professor Anke Rohde (Universitätsklinik Bonn, Gynäkologische Psychosomatik) und Dr. Christiane Woopen (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Köln) durchgeführte Untersuchung wurde jetzt auf einer Fachtagung der Universitätsklinik Bonn vorgestellt.
Mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmerinnen waren mit der Kombination von medizinischer und psychologischer Betreuung sehr zufrieden, weil das den Frauen hilft, sich über die eigenen Gefühle und Ängste klar zu werden. Die Studie hat auch gezeigt, dass den Ärztinnen und Ärzten, die Schwangere vor der Geburt des Kindes untersuchen, eine ganz besondere Verantwortung zukommt. Die Frauen waren vor allem dann bereit eine psychosoziale Beratung anzunehmen, wenn die Ärzte selbst vom Nutzen einer solchen Betreuung überzeugt sind.
Um die Akzeptanz der psychosozialen Betreuung weiter zu erhöhen, will das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits vorhandene Angebote besser vernetzen, um so noch mehr Betroffene zu erreichen.
Der Abschlussbericht wurde jetzt im Deutschen Ärzte-Verlag veröffentlicht. Darüber hinaus wurden in einem Symposium in Bonn Erfahrungen zur psychosozialen Betreuung unter Fachleuten diskutiert. Die Ergebnisse können auf der Internetseite der Universitätsklinik Bonn eingesehen werden.
Die Tagungsergebnisse können Sie nachlesen auf der www.femina.uni-bonn.de
Bisher hat niemand diese Seite kommentiert.
RSS Feed für die Kommentare auf dieser Seite | RSS feed für alle Kommentare