Staatssekretär Gerd Hoofe: 'Wir brauchen ein neues Bild des Alters'
Anna-Maria Cramer
Fachkonferenz zur kommunalen Arbeit Auf der Tagung "Kommunen im Wandel - Engagement, Innovation und Vernetzung" am 19. Juni in Berlin hat der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe, ein neues "Leitbild des aktiven Alters" gefordert.
"Ältere Menschen sind heute oft bis ins hohe Alter hinein gesund, fit und geistig rege. Vor allem in den Kommunen müssen wir uns auf diese Entwicklung einstellen und entsprechende Angebote für ältere Menschen schaffen", sagte Hoofe bei der Eröffnung der Fachkonferenz.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert eine Vielzahl von Projekten und Modellen, mit denen eine stärkere Teilhabe älterer Menschen unterstützt wird:
- Im Modellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen" (EFI) wurden rund 1000 ältere Menschen zu so genannten seniorTrainerInnen qualifiziert, die in vier Jahren mehr als 4000 Projekte und Initiativen angestoßen und mit ihrem Erfahrungswissen begleitet haben. Das Konzept wird von den beteiligten Ländern weitergeführt und ausgebaut.
- Das Modellprojekt "Selbstorganisation älterer Menschen" berät Kommunen, wie sie freiwillige Leistungen kommunaler Daseinsvorsorge mit Hilfe älterer Bürgerinnen und Bürger gestalten und für die Allgemeinheit nachhaltig sichern können. Vielerorts werden bereits erfolgreich Bibliotheken, Museen und Schwimmbäder von Bürgerinnen und Bürgern betrieben und bedarfsgerecht weiterentwickelt.
- Die Generationenübergreifenden Freiwilligendienste weiten das freiwillige Engagement älterer Menschen auf neue Tätigkeitsfelder und Zielgruppen aus. Sie schaffen stabile Engagementformen, die auf freiwilligem Umfang und Zeitrahmen beruhen. Mehr als 6500 Freiwillige aller Generationen engagieren sich zwischen 8 und 20 Stunden pro Woche für das Allgemeinwohl. Das zeigt: Viele Bürgerinnen und Bürger sind zur Mitgestaltung unserer Gesellschaft bereit.
- Die Mehrgenerationenhäuser, im Jahr 2006 gestartet, setzen auf das Engagement älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger für eine neue Generationensolidarität. Bis Ende 2007 wird es bundesweit 500 Mehrgenerationenhäuser geben.
Quelle und mehr Informationen zum Thema: BMFSFJ