Ursula von der Leyen: 'Nachhaltige Familienpolitik bringt Vorteile für alle'

Anna-Maria Cramer

Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt positive Auswirkungen familienfreundlicher Maßnahmen auf wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Eine erfolgreiche Familienpolitik hat positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes und kann volks- und betriebswirtschaftliche Renditen in Milliardenhöhe hervorbringen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen und der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, Günter Verheugen, heute in Berlin vorstellen.

"Die Expertise belegt, dass wir Wachstum und Wohlstand in Deutschland auch mit einer klugen Familienpolitik steigern können", erklärt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. "Die Berechnungen bestätigen nachdrücklich die Richtigkeit des von uns eingeschlagenen Weges mit der Einführung des Elterngeldes und dem Ausbau der Kinderbetreuung. Kinder sind unsere Zukunft, deshalb müssen wir sicherstellen, dass sie von klein auf gefördert und hervorragend ausgebildet werden. Das sind Investitionen, die sich für alle lohnen: für die Familien, die Unternehmen und für die gesamte Gesellschaft."

EU-Vizepräsident Günter Verheugen fügte hinzu: "Gesellschaften mit Kindern sich reich durch ihre Kinder und wegen ihrer Kinder. Kinder fordern uns heraus, sie verhindern, dass wir einrosten und die Fähigkeit verlieren, neue Herausforderungen solidarisch zu bewältigen. Deshalb begrüße ich die neue Dynamik für eine kinderfreundliche Gesellschaft, die in Deutschland zu beobachten ist. Darauf hat Europa gewartet."

Die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellte Modellrechnung des IW vergleicht künftige Wachstumschancen in Deutschland, der EU und den USA. Das Ergebnis: Eine nachhaltige Familienpolitik kann das wirtschaftliche Wachstum eines Landes um 0,5 Prozentpunkte pro Jahr anheben. Allein durch familienfreundliche Maßnahmen des Staates könnte sich eine jährliche Rendite in zweistelliger Milliardenhöhe ergeben. Verstärkte Initiativen von Unternehmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnten darüber hinaus bis 2020 eine zusätzliche volkswirtschaftliche Rendite im dreistelligen Milliardenbereich erbringen.

Als Bestandteile einer erfolgreichen Familienpolitik empfiehlt die Expertise eine Fortsetzung und Weiterentwicklung des Elterngeldes, den Ausbau der Kindertagesbetreuung, die Absetzbarkeit von Betreuungskosten, zusätzliche familienunterstützende Dienstleistungen, Verkürzung der Ausbildungszeiten sowie mehr Ganztagsschulen.

Mit ihrem gemeinsamen Engagement wollen Bundesministerin von der Leyen und Kommissar Verheugen die europäische Konkurrenzfähigkeit stärken. Die auf Initiative der Bundesregierung neu eingerichtete Europäische Allianz für Familien soll als Plattform für Benchmarking, Monitoring und neue Wachstumsimpulse wirken.

Weitere Informationen unter: BMFSFJ