Zunehmender Fachkräftemangel

Eintrag von Anna-Maria Cramer am | 0 Kommentare

Der zunehmende Fachkräftemangel erhöht die Sensibilität der Unternehmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Um Fachkräfte - männliche wie weibliche - zu finden oder ans Unternehmen zu binden, wollen immer mehr Firmen ihre Angebote zur betrieblich unterstützenden Kinderbetreuung ausbauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie eine Unternehmensbefragung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Vor einem Jahr haben noch 40 Prozent der Unternehmen erwartet, Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften zu haben, heute sagen das schon 61 Prozent. "Innerhalb eines Jahres hat die Erkenntnis, dass der Fachkräftemangel da ist, an Deutlichkeit gewonnen", sagt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, "aber wir haben den Schlüssel zum Handeln in der Hand. Die Unternehmen realisieren inzwischen, dass Vereinbarkeit von Familienleben und echten Karrierechancen die Schlüsselfrage für die Rekrutierung von Fachkräften ist", so die Ministerin.

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sieht die Beteiligten auf dem richtigen Weg: "Die bisherigen Maßnahmen wie das Elterngeld waren richtige Schritte. Hier dürfen wir aber nicht stehen bleiben, sondern müssen jetzt auch die Betreuungssituation verbessern. Ich unterstütze ausdrücklich die Idee, Gutscheine für die Eltern von Ein- bis Dreijährigen einzuführen. Die Eltern erhalten dadurch die Möglichkeit, Formen der Betreuung und Förderung ihrer Kinder selbst auszuwählen."

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