Auf dieser Seite haben wir für Sie Erläuterungen von Begriffen zusammengestellt, die oft verwendet werden, aber in ihrer Bedeutung nicht unbedingt jedem geläufig sind.
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Bei der Arbeitsplatzteilung teilen sich zwei oder mehr Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz und stimmen ihre Arbeitszeit individuell miteinander ab. Voraussetzung dafür ist ein gutes Planungs- und Organisationsvermögen der beteiligten Arbeitnehmer. Das Unternehmen profitiert, indem Wissen, das mit diesem Arbeitsplatz verbunden ist, im Unternehmen bleibt, auch wenn eine Arbeitskraft ausscheiden sollte. Bei hohem Arbeitsaufkommen stehen so mehr Kapazitäten zur Verfügung und ausgefallene Mitarbeiter können sich besser vertreten lassen.
Für die Ermittlung eines Arbeitszeitbudgets muss die Arbeitszeit eines Mitarbeiters exakt festgehalten werden. In Arbeitszeitkonten werden Guthaben oder Fehlzeiten festgehalten, die der Mitarbeiter je nach betrieblichen und privaten Anforderungen ab- bzw. aufbauen kann. Sowohl der Betrieb als auch der Mitarbeiter sind damit in der Lage, flexibler auf konkrete Anforderungen im Geschäfts- wie auch im Privatleben zu reagieren.
Ein Audit ist ein Verfahren zur Analyse von Prozessabläufen. Es wird der Ist-Zustand in einem definierten Bereich bzw. das Verhältnis von festgelegten und tatsächlich erreichten Zielen ermittelt. Zweck des Audits ist, Problembereiche bzw. Verbesserungsbedarf zu identifizieren, so dass diese dann behoben werden können. Der Begriff wurde im Personalwesen eingeführt, heute werden Audits in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens oder einer Organisation durchgeführt, z.B. für Produktionsabläufe, Kundenmanagement oder im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Back-Up-Betreuung ist eine Kinderbetreuung für Notsituationen und Ausnahmefälle, z.B. wenn die Tagesmutter krank ist, die Kinderfrau plötzlich kündigt, der Kindergarten in den Ferien geschlossen ist oder die regelmäßige Kinderbetreuung nicht ausreicht, weil Mehrarbeit oder eine Dienstreise anstehen. Sie bietet kurzfristige stunden- oder tageweise Betreuung, gewöhnlich ist die Betreuung an Wochenenden und Feiertagen und auch über Nacht möglich.
Mit Brain Drain wird die Abwanderung von Spitzen- und Führungskräften aus Forschung und Wirtschaft in das Ausland bezeichnet. Gründe hierfür sind oft bessere Arbeitsbedingungen. Während die hochqualifizierten Migranten persönlich profitieren, verliert das Heimatland wichtiges Potenzial für seine Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit.
Mit Burnout-(Syndrom) wird ein anhaltender, berufsbezogener Erschöpfungszustand, der durch ständige Frustrationen, zu hoch gesteckte Ziele und eine unangemessen hohe Erwartungshaltung an die eigenen Leistungen hervorgerufen wird, bezeichnet. Ein Burnout kann sich als Depression oder mit Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfen und ähnlichem äußern. Der Betroffene erlebt seine Umwelt im allgemeinen als außerhalb seiner Kontrolle, seine Haltung anderen Menschen und seiner Arbeit gegenüber ist negativ. Hilfsangebote aus dem privaten Umfeld werden gewöhnlich abgelehnt und erst mit professioneller Hilfe durch Ärzte kann dieser Zustand langsam verbessert werden. Ein Burnout kann zu Krankschreibung, in Extremfällen zu Arbeitsunfähigkeit und Frühpensionierung führen.
Mit Diversity Management wird der wertschätzende Umgang mit der Verschiedenartigkeit, beispielsweise hinsichtlich des kulturellen und religiösen Hintergrunds, von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines Unternehmens bezeichnet. Es werden Strukturen geschaffen, die verhindern, dass jemand aufgrund äußerlich sichtbarer Faktoren wie Geschlecht, Ethnie, Alter oder Behinderung oder subjektiver Unterschiede wie Lebensstil, Religion oder sexueller Orientierung bevorzugt oder benachteiligt wird. Das Ziel von Diversity Management ist es, eine produktive Atmosphäre im Unternehmen zu schaffen und die Chancengleichheit zu verbessern.
Eldercare ist ein Beratungs- und Pflegekonzept zur Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen. Dabei werden die Belange der zu pflegenden Person wie auch die seiner Angehörigen gleichermaßen berücksichtigt. Entscheidend ist aber die Zufriedenheit des Pflegebedürftigen mit dem Betreuungsangebot, denn sie bestimmt wiederum das Maß der Entlastung für die Angehörigen.
Die pme Familienservice GmbH ist ein Dienstleister für Unternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihren Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu ermöglichen. Der Familienservice berät in Fragen rund um die Themen Kinderbetreuung und Work-Life-Balance und vermittelt auch Betreuungskräfte.
Um Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, gibt es verschiedene Modelle, z.B. Gleitzeit, Teilzeit oder Arbeitszeitkonten. Der Vorteil flexibler Arbeitszeiten liegt für den Arbeitnehmer in der Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinbaren; für das Unternehmen kann es eine bessere Auslastung der Produktionsstätten, aber auch erhöhte Produktivität der Mitarbeiter durch stärkere Zufriedenheit bedeuten.
Mit Gender werden die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern bezeichnet.
Beim Gender Mainstreaming werden in allen Entscheidungen bzw. jedem Vorhaben in einer Organisation oder der Gesellschaft als Ganzem die unterschiedlichen Lebenssituationen, Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Männern von vorneherein und regelmäßig berücksichtigt. Ziel ist es, so die Gleichstellung von Frauen und Männern effektiv zu verwirklichen.
Gleitzeit ist die innerhalb eines definierten Rahmens frei geregelte Arbeitszeit bei der lediglich eine Kernzeit festgelegt ist, in der alle Arbeitnehmer anwesend sein müssen. Die Arbeitszeiten vor und nach dieser Kernzeit sind frei gestaltbar, sie müssen nur insgesamt die vereinbarte Wochenarbeitszeit ergeben.
Unter dem Begriff Health Management werden Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung für Mitarbeiter zusammengefasst, z. B. ärztliche Dienste, gesundheitliche Beratung, Fitness- und Wellnessangebote. Zweck solcher Angebote ist es, die hohen Kosten, die durch krankheitsbedingte Fehltage für ein Unternehmen entstehen, zu reduzieren.
Im HRM werden Konzepte und Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter entwickelt und angewandt. Handlungsansatz ist die Anerkennung des Mitarbeiters als wichtige Ressource eines Unternehmens auf Führungsebene. Zum HRM gehören Bestandsanalyse, Beschaffung, Entwicklung, Freisetzung, Einsatz, Führung und Kosten des Personals sowie Personalmarketing, -Information und –Controlling.
Der Begriff Inclusion ist eng mit dem Diversity-Ansatz verbunden und bedeutet, die Verschiedenartigkeit von Mitarbeitern wahrzunehmen, sie zu respektieren und zum Wettbewerbsvorteil des Unternehmens zu nutzen. Es beinhaltet die vollständige und effektive Einbindung eines Individuums in eine Organisation.
Mit Mittelstand werden Unternehmen einer bestimmten Größe bezeichnet. Nach der Definition des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) gehört zum Mittelstand, wer unter 500 Mitarbeiter beschäftigt bzw./und maximal 50 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet und unabhängig von Großunternehmen bzw. Konzernen agiert. Bei der EU gilt als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU), wer maximal 250 Mitarbeiter beschäftigt und nicht mehr als 40 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet.
Mit dem gesetzlich definierten Mutterschutz sollen Mutter und werdende Kinder vor Gesundheits- und Unfallgefahren am Arbeitsplatz geschützt werden, sowie finanzielle Einbußen und der Verlust des Arbeitsplatzes verhindert werden. Eine Mitarbeiterin darf sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt und während der Schwangerschaft sowie vier Monate nach der Entbindung nicht gekündigt werden.
Ursprünglich stammt der Begriff Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass in einem Wald nur so viel Holz geschlagen wird, wie auch nachwächst. Wirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen bezeichnet Nachhaltigkeit eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der jetzigen Generationen entspricht, ohne die Möglichkeiten und Lebensfähigkeit nachfolgender Generationen zu gefährden. 1992 hat die UN-Konferenz in Rio de Janeiro dieses Prinzip zur obersten Regel allen gesellschaftlichen Handelns in der globalisierten Welt erhoben.
Beim Outsourcing werden bestimmte Unternehmensfunktionen ausgegliedert, d.h. Güter und Dienstleistungen, die ursprünglich vom Unternehmen selber erstellt wurden, werden von externen Anbietern geliefert. So sollen einerseits Kosten im Unternehmen gesenkt werden und andererseits Kernkompetenzen zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden.
Personalentwicklung bedeutet, die Qualifikation der Mitarbeiter eines Unternehmens systematisch zu verbessern. Dabei werden fachspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, aber auch Mitarbeiter befähigt, neue fachliche oder soziale Herausforderungen im Unternehmen selbstbewusst und motiviert anzunehmen. Ziel der Personalentwicklung ist es, Mitarbeiterpotenziale optimal zu nutzen und so die eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Die Leistungen eines Relocation Service nehmen Unternehmen in Anspruch, die Mitarbeiter im Ausland einsetzen bzw. ausländische Mitarbeiter anstellen. Die Relocation Agentur kümmert sich i.d.R. um die Planung und Durchführung des Umzugs des Mitarbeiters und begleitet ihn/sie (und ggf. die Familie) bei der Eingewöhnung am neuen Wohnort. Dazu gehören praktische Hilfen zu Behördengängen, Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten, Auswahl an Kindergärten/ Schulen etc.. Seminare zur interkulturellen Kommunikation für die Mitarbeiter des Unternehmens können das Angebot sinnvoll ergänzen.
Ein Sabbatical ist ein Langzeiturlaub, Grundlage dafür ist eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Vor dem Antreten des Sabbaticals leistet der Arbeitnehmer über einen längeren und definierten Zeitraum Mehrarbeit, deren Wert aber nicht ausgezahlt, sondern auf einem Langzeitkonto gutgeschrieben wird. Durch eine sukzessive Auszahlung seiner Entlohnung aus diesem Guthaben finanziert der Arbeitnehmer anschließend sein Sabbatical.
Bei der Telearbeit basiert die Tätigkeit eines Mitarbeiters auf programmgesteuerten Arbeitsmitteln wie einem PC. Sein Arbeitsplatz liegt nicht im Gebäude des Unternehmens, sondern es existiert eine Kommunikationsverbindung zwischen Arbeitsplatz und Arbeitgeber und zumindest ein Teil der Arbeitszeit wird am externen Arbeitsplatz verbracht. Man unterscheidet Teleheimarbeit (der Mitarbeiter erbringt seine gesamte Arbeitsleistung von einem Ort außerhalb des Unternehmens), alternierende Telearbeit (der Mitarbeiter arbeitet abwechselnd im und außerhalb des Unternehmens, wobei der Arbeitsplatz im Unternehmen gewöhnlich von verschiedenen Mitarbeitern zu unterschiedlichen, genau festgelegten Zeiten genutzt wird) und mobile Telearbeit (der Mitarbeiter hat aufgrund seiner Aufgaben verschiedene Arbeitsorte).
Unter Unternehmenskultur werden die Werte, Vorstellungen und Ideen, die die Mitglieder einer Organisation bewusst oder unbewusst gemeinsam verfolgen und die ihr Handeln bestimmen, verstanden. Die Unternehmenskultur setzt einen Orientierungs- und Handlungsrahmen, den ein Mitarbeiter kennen muss, um innerhalb der Organisation akzeptiert zu werden. Sie kann durch entsprechende Kommunikations- und Personalentwicklungsinstrumente positiv und konstruktiv beeinflusst werden.
Das Unternehmensleitbild ist eine theoretische Festlegung seitens der Unternehmensführung hinsichtlich seiner Positionierung am Markt. In ihm sind Aspekte der Kunden- und Mitarbeiterbeziehung, Produkteigenschaften und Standpunkte zu Umwelt- und Gesellschaftsfragen festgelegt. Mitarbeiter werden anhand des Leitbildes über gewünschte Werte, Normen und Grundprinzipien des Unternehmens informiert. Das Leitbild wird in Image-Broschüren und Internetdarstellungen der Öffentlichkeit bekannt gemacht und den Mitarbeitern durch unternehmensinterne Kommunikationsmittel, z.B. dem Intranet, vermittelt.
Mit Work-Life-Balance ist die Harmonie zwischen beruflichen und privaten Interessen gemeint, wobei die Gewichtung individuell sehr verschieden sein kann. Unternehmen können durch gezielte Maßnahmen für ihre Mitarbeiter zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben positiv auf dieses Gleichgewicht einwirken.