Offiziell geben sich viele Firmen familienfreundlich. Tatsächlich machen sie jungen Müttern, die Teilzeit arbeiten wollen, das Leben schwer: Sie werden degradiert und mit Abfindungen herausgedrängt. Drei Fälle aus der Welt der Banken.
Nein, ihren echten Namen möchte sie auf keinen Fall nennen, sie fürchtet Repressalien durch ihren Arbeitgeber, die Deutsche Bank. Nennen wir sie also Britta Kunstmann. Die 34-jährige Bankerin hat jahrelang im Controlling des Finanzkonzerns gearbeitet. Ihre Leistungen waren immer top, entsprechend hoch die jährlichen Bonuszahlungen. Alles läuft bestens - bis zu dem Tag, an dem Britta Kunstmann schwanger wird.
"Für meinen Mann und mich war immer klar, dass wir Kinder haben möchten, und wir haben uns total gefreut", sagt sie. Wie die Mehrzahl der Frauen in Deutschland wünscht sich die Controllerin beides, Kinder und Karriere. "Ich dachte, das wird kein Problem, die Deutsche Bank gilt ja als sehr fortschrittlich."
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