Der Ausbau der Kinderbetreuung hat auch im Bundestag breiten Rückhalt erahlten. Im Grundsatz haben sich alle Parteien hinter das Ziel von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen gestellt, zusätzliche 500.000 Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen bis zum Jahr 2013 bereitzustellen. Damit lasse sich der europäische Standard beim Angebot an Krippenplätzen erreichen, betonte die Ministerin anlässlich des Bundestagsbeschlusses.
Noch in diesem Jahr soll ein Gesetz verabschiedet werden, das den Ausbau der Kinderbetreuung verbindlich regelt. Damit wird sichergestellt, dass bis 2013 für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz entstehen wird - mit einer breiten Palette von unterschiedlichen Angeboten: Krippen und altersgemischte Gruppe, Tagesstätten und betrieblich unterstützte Kinderbetreuung und Kindertagespflege. "Nach nur sieben Monaten haben sich Bund und Länder über die Finanzierung der Kinderbetreuung geeinigt", zeigte sich die Ministerin über den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens für Familien erfreut.
Der Bund wird dafür in diesem Jahr ein Sondervermögen in Höhe von 2,15 Milliarden Euro für Investitionen in Betreuungsplätze für unter Dreijährige einrichten. Ab 2008 stehen damit die erforderlichen Mittel bereit - für Maßnahmen zum Neubau und Ausbau sowie zur Sanierung und Renovierung in Einrichtungen und in der Tagespflege. Darüber hinaus wird der Bund zur Entlastung bei den Betriebskosten von 2009 bis 2013 insgesamt 1,85 Milliarden Euro und anschließend jährlich 770 Millionen Euro bereitstellen.
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