Einrichtungen - Überblick

Mit einer eigenen Einrichtung kann ein Unternehmen seinen Beschäftigten eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung bieten, die den speziellen Anforderungen des Betriebs, zum Beispiel hinsichtlich der Öffnungszeiten, gerecht wird. Vor allem für Kinder unter drei Jahren ist das öffentliche Angebot noch immer unzureichend, aber auch für jede andere Altersgruppe können Firmenplätze regional vorhandene Lücken schließen.

Ist eine Einrichtung überhaupt die richtige Maßnahme?

Die "Betriebskita" kommt längst nicht für jedes Unternehmen in Frage: Unter einer bestimmten Anzahl an Kindern von Beschäftigten, die betreut werden sollen (mindestens 10 bei dauerhafter Betreuung), lohnt sich keine eigene Einrichtung. Möglicherweise bietet sich aber eine Kooperation mit einem anderen Unternehmen an. Wer eine eigene Einrichtung für eine geringere Anzahl an Kindern wünscht, kann dies auch durch eine betrieblich unterstützte Familienkrippe oder Minikita verwirklichen.

Betriebseigene Plätze - in vielen Varianten

Haben Sie schon eine Immobilie im Blick?
Tipp: Klären Sie zuerst, ob diese Immobilie den vorgegebenen Standards für eine Einrichtungen entspricht bzw. in einem für Sie in Frage kommenden Rahmen umbaubar wäre. Vor allem die Auflagen zu Brandschutz und Fluchtwegen können zu hohen Umbaukosten führen. Wenden Sie sich dafür an Ihr zuständiges Jugendamt. Dieses kann Ihnen mitteilen, welche Behörde die Einrichtung begehen kann. Suchen Sie Ihr Jugendamt in der Info-Datenbank oder bei Google mit folgender Suche: Stadt/Kreis und Jugendamt oder Stadtverwaltung.

Es gibt viele Formen, den Beschäftigten zuverlässig Plätze in einer Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Unterscheiden können sich Einrichtungen, die für Betriebe in Frage kommen, vor allem hinsichtlich der folgenden Kriterien:

  • Wer betreibt die Einrichtung: Die Firma selbst, ein externer Dienstleister oder eine Elterninitiative?
  • Wer nutzt die Einrichtung: Nur die Kinder Ihrer Beschäftigten oder auch die anderer Firmen oder aus der Nachbarschaft?
  • Für Kinder welchen Alters ist die Einrichtung: Nur für Krippenkinder unter drei Jahren, für Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren, für Schulkinder zwischen sechs und 14 oder für eine Kombination dieser Altersgruppen?
  • Soll "nur" dauerhafte, regelmäßige Betreuung oder auch/stattdessen Betreuung in Ausnahme- und Notsituationen geboten werden?
  • Wer trägt die Kosten: Nur die Firma, auch die Eltern und zu einem Teil die öffentliche Hand? 

Darüber hinaus sind natürlich viele weitere Fragen zu klären, zum Beispiel nach welchem pädagogischen Ansatz die Einrichtung arbeiten soll.

Wie sollte die Einrichtung für Ihre Firma aussehen?

Welche Art von Einrichtung für Ihre Firma in Frage kommt, hängt vor allem von den folgenden Bedingungen ab:

  • Was brauchen Ihre Beschäftigten und Ihre Firma?
  • Wo sind die Betreuungslücken in Ihrer Region?
  • Gibt es andere Firmen oder eine Einrichtung, mit der Sie kooperieren können und wollen?
  • Welche Vorschriften zur Kinderbetreuung gelten für Ihr Bundesland?
  • Wie viel kann und will Ihre Firma für die Betreuung ausgeben?
  • Welche öffentlichen Fördermöglichkeiten gelten in Ihrem Bundesland?

Dieses Kapitel gibt Ihnen Hilfestellung, diese Fragen zu beantworten und Schritt für Schritt die für Ihr Unternehmen geeignete Lösung zu finden und umzusetzen.