Familienkrippe & Minikita - Kosten

 

Familienkrippe

Für einen Platz in einer Familienkrippe liegt der Preis pro Kind und Monat bei 40 Wochenstunden Betreuung durch eine selbstständige Tagespflegeperson je nach Region und Angebot zwischen 800 und 1100 €. Der Einsatz einer festangestellten Tagespflegeperson erhöht die Kosten, weil dann zusätzlich zu ihrem Gehalt noch Sozialversicherungsbeiträge und Steuern anfallen. Wenn Sie eine Familienkrippe aufbauen wollen, empfehlen wir Ihnen, eine selbstständige Tagespflegeperson zu wählen – das reduziert für Sie sowohl die Kosten als auch den Verwaltungsaufwand.

Minikita

Die Kosten für einen Platz in einer Minikita liegen bei 40 Wochenstunden Betreuung zwischen 1000 und 1300 € pro Kind und Monat. Der verglichen mit der Familienkrippe höhere Preis entsteht dadurch, dass in einer Minikita mindestens eine ausgebildete Erzieherin eingesetzt wird und das gesamte Personal fest angestellt ist. Außerdem kann eine Minikita nicht in der Wohnung der Tagesmutter betrieben werden, sondern es müssen Räume angemietet werden.

Woraus setzen sich die Kosten eines Platzes in einer Familienkrippe oder Minikita zusammen?

  • Personalgewinnung
  • Lohn/Honorar der Betreuerinnen und Betreuer
  • Vertretung für Personal
  • Qualifizierung des Personals: Grund- und Aufbauqualifizierung zu Beginn, dazu weitere Schulungen wie z. B. Erste Hilfe am Kind
  • Supervision
  • Haftpflichtversicherung für die Tagesmutter
  • Essensgeld
  • Ausstattung: Mobiliar, Fachliteratur, Computer, DSL/ISDN, Telefon, Mobiltelefone, Spielzeug, Bücher, Bastelmaterial
  • Bei externem Träger: Honorar

 

Übersicht: Wodurch werden die Gesamtkosten beeinflusst?

Status der Betreuerinnen und Betreuer:
In einer Familienkrippe können Sie selbstständige Tagesmütter einsetzen, was wesentlich günstiger ist, als sie fest anzustellen. In Minikitas muss mindestens eine Fachkraft (Erzieherin) eingesetzt werden und das muss Personal fest angestellt sein.

Ausstattung:
Beim Mobiliar und Spielzeug gibt es erhebliche Qualitäts- und somit auch Preisunterschiede. Ob Sie die Einrichtung komplett mit ökologischen Materialien ausstatten oder eine gute, aber einfache Ausstattung wählen, wirkt sich auf die Kosten aus.

Räumlichkeiten:
Tagesmütter betreuen üblicherweise die Kinder in ihrer eigenen Wohnung. Das ist die kostengünstigste und auch vom Jugendamt akzeptierte Lösung. Wenn Sie Räume anmieten oder vorhandene Räume auf dem Firmengelände nutzen wollen, müssen Sie sich dies vom Jugendamt genehmigen lassen. Falls Sie die Räume nutzen können, kommen Miet- und Energiekosten sowie Aufwendungen für die Reinigung und den Hausmeister dazu. Bei Minikitas fallen diese Kosten immer an, denn sie können nicht in der Wohnung der Tagesmutter eingerichtet werden.

Elternbeiträge:
Über die Elternbeiträge können Sie einen Teil der Kosten abdecken. Sie sollten den Beitrag allerdings gut kalkulieren: Ist er höher als bei vergleichbaren und verfügbaren Angeboten, wird die Familienkrippe / Minikita vielleicht von Ihren Beschäftigten nicht genutzt.

Öffentliche Zuschüsse:
Weil die Form der Familienkrippe oder Minikita noch sehr neu ist, gibt es keine allgemein verbindliche Regelung über öffentliche Förderung. Sie sollten aber auf jeden Fall bei Ihrem zuständigen Jugendamt nachfragen, ob Sie einen Zuschusse erhalten können. Derzeit sind Kommunen sehr offen für neue Angebote in der Kinderbetreuung. Besonders, wenn sich Ihr Angebot an Kinder unter drei Jahren richtet, sind die Chancen für eine öffentliche Förderung gut, denn bedingt durch das Tagesbetreuungsausbaugesetz stehen die Kommunen in der Pflicht, hier das Angebot zu verbessern.

A-Z-Tagesbetreuungsausbaugesetz.pdf (0.08 MB)