Familienkrippe & Minikita - Nutzen & Hürden

Nutzen

Hürden

Sichere und dauerhafte Kinderbetreuung

Kosten der Maßnahme

Qualität annähernd auf dem Niveau einer Kindertagesstätte

Hohe Qualität kann teuer werden

Günstiger als eine betriebseigene Einrichtung

Hoher Organisationsaufwand

Image- und Prestigegewinn

Vorbehalte von Eltern gegen Tagespflege

Mit Notbetreuung kombinierbar

Bei Minikita: Ähnlich hohe Auflagen wie für eine Kindertagesstätte

Kann flexibel auf die Bedarfe der Eltern angepasst werden

Dauerhafte Nutzung nicht gesichert

Möglichkeit, die Kapazität bei Bedarf zu erweitern

 

Exklusivnutzung oder Kooperation mit anderen Firmen möglich

 

 

Nutzen von Familienkrippen und Minikitas

Sichere und dauerhafte Kinderbetreuung
Mit Familienkrippen oder Minikitas schaffen Sie eine verbindliche und zuverlässige Kinderbetreuung für Ihre Beschäftigten. Besonders Eltern von Kindern unter drei Jahren profitieren davon, denn das Angebot an Betreuungsplätzen für diese Altersgruppe ist sehr begrenzt.

Qualität annähernd auf dem Niveau einer Kindertagesstätte
Durch den Einsatz von speziell qualifizierten Tagesmüttern sowie deren regelmäßige Schulung und Supervision kann annähernd die gleiche Qualität wie in einer Kindertageseinrichtung erreicht werden. Für Minikitas ist die Anstellung einer ausgebildeten Erzieherin vorgeschrieben.

Günstiger als eine betriebseigene Einrichtung
Die Kosten pro Platz und Kind betragen für Familienkrippen oder Minikitas etwa zwei Drittel der Kosten für einen Platz in einer betriebseigenen Einrichtung.

Image- und Prestigegewinn
Das Angebot einer Familienkrippe oder Minikita steigert Ihre Attraktivität als Arbeitgeber und bringt Ihnen Vorteile bei der Personalgewinnung. Durch dieses Engagement können Sie Ihr Unternehmensimage deutlich verbessern und Beachtung in der Öffentlichkeit finden – zum Beispiel, wenn Sie zur Eröffnung Vertreter der lokalen Presse einladen.

Mit Notbetreuung kombinierbar
Sie können einzelne Plätze auch als Back-up-Plätze definieren und so Ihren Beschäftigten eine Kinderbetreuung auch in Ausnahmefällen zur Verfügung stellen, wenn deren reguläre Kinderbetreuung ausfällt.

Kann flexibel auf die Bedarfe der Eltern angepasst werden
Sie können Familienkrippen und Minikitas an die jeweiligen Anforderungen der Eltern anpassen, zum Beispiel bei den Betreuungszeiten oder auch beim Alter der Kinder. Fragen Sie aber in jeden Fall Ihr zuständiges Jugendamt, welche Möglichkeiten existieren und welche Auflagen Sie beachten müssen.

Möglichkeit, die Kapazität bei Bedarf zu erweitern
Eine Minikita lässt sich bei Bedarf ohne großen Aufwand zu einer Einrichtung ausbauen. Familienkrippen können zwar über die zulässige Kinderzahl von maximal fünf nicht erweitert werden, Sie können aber ohne großen Aufwand bei höherem Bedarf eine zweite Familienkrippe aufbauen.

Exklusivnutzung oder Kooperation mit anderen Firmen möglich
Je nachdem, wie hoch Ihr Bedarf ist, können Sie eine Familienkrippe oder Minikita exklusiv für Ihr Personal einrichten oder mit anderen Firmen kooperieren, und so auch einer kleinen Belegschaft mit geringem Bedarf eine gute Betreuung anbieten.

Hürden bei Familienkrippen / Minikitas und der richtige Umgang damit

Kosten der Maßnahme
Minikitas oder Familienkrippen verursachen unter anderem Ausgaben für die Ausstattung mit Möbeln und Spielmaterial sowie monatliche Kosten für Personal und Miete. Wenn Sie planen, eines dieser Angebote umzusetzen, sollten Sie auf jeden Fall bei Ihrem zuständigen Jugendamt prüfen, ob die Möglichkeit einer öffentlichen Bezuschussung besteht. Diese Form der Kinderbetreuung ist sehr neu, weshalb es bisher keine generelle Förderung gibt. Die Kommunen sind aber offen für neue Angebote in der Kinderbetreuung – insbesondere für Kinder unter drei Jahren.

Hohe Qualität kann teuer werden
Eine sehr hochwertige Ausstattung oder speziell qualifiziertes Personal kostet natürlich mehr Geld. Dennoch bewegen sich die Aufwendungen meist um zirka ein Drittel unter denen einer Einrichtung. Die Kosten für eine hohe Qualität machen sich zudem bezahlt: Hochwertige Angebote werden von den Eltern besser genutzt und es kann leichter sein, dafür öffentliche Zuschüsse zu bekommen.

Hoher Organisationsaufwand
Am Betrieb einer Familienkrippe oder Minikita hängt viel Arbeit, von der Ausstattung und Gründung bis zur Regelung des laufenden Betriebs. Mit einem externen Träger können Sie den Organisationsaufwand auf ein Minimum reduzieren. Er nimmt Ihnen die Konzeption, die finanzielle Planung, Verhandlungen mit der Stadt bzw. dem Jugendamt, die Qualifizierung des Personals und das Management der Einrichtung ab.

Vorbehalte von Eltern gegen Tagespflege
Viele Eltern lassen ihr Kind am liebsten in einer Einrichtung betreuen und sind Tagesmüttern gegenüber skeptisch. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie sehr qualifiziertes Personal auswählen, dieses ständig weitergebildet wird und sich das pädagogische Angebot an Tagesstätten und deren Bildungsangebot orientiert.

Bei Minikita: Ähnlich hohe Auflagen wie für eine Kindertagesstätte
Für Minikitas gelten in punkto Personalschlüssel und Qualifikation des Personals sowie bei der baulichen und räumlichen Gestaltung die gleichen Vorgaben wie für Kindertagesstätten. Es ist deshalb empfehlenswert, dass Sie sich so früh wie möglich bei Ihrer Kommune über die Auflagen informieren.

Dauerhafte Nutzung nicht gesichert
Ob in Ihrem Unternehmen auch in ein paar Jahren noch der gleiche Kinderbetreuungsbedarf besteht wie jetzt ist unsicher. Wenn die Familienkrippe oder Minikita nicht mehr mit den Kindern Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgelastet wird, können Sie die freien Plätze aber jederzeit an Familien aus dem Stadtteil vergeben.