Eine aktuelle Studie der Strategieberatung Booz & Company taxiert die Kapitalrendite betrieblicher Prävention für die deutsche Volkswirtschaft zwischen 1:5 und 1:16.
Die im Auftrag der Felix Burda Stiftung durchgeführte Studie „Vorteil Vorsorge – Die Rolle der betrieblichen Prävention für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland“, zeigt welche monetären und strategischen Potentiale betrieblicher Gesundheitsvorsorge für Wirtschaft und Gesellschaft.
Schon bei einer moderaten Verringerung der Krankheitstage und damit verbundenen direkten Kosten für Medikamente und medizinische Behandlung bringt jeder Euro der in Prävention investiert wird, nach Berechnung der Autoren, zwischen 5 und 16 Euro Kapitalrendite. Indirekte Kosten durch geringere Produktivität und ähnliches sind dabei noch gar nicht berücksichtigt.
Die Studie kommt zu dem bemerkenswerten Ergebnis, dass die durchschnittlichen jährlichen Kosten pro Mitarbeiter, die durch reine Fehlzeiten verursacht werden, lediglich ein Drittel (1199 Euro) der eigentlichen Gesamtkosten beträgt. Der Großteil der Kosten entsteht demzufolge dadurch, dass Arbeitnehmer trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen. „Ihre eingeschränkte Einsatzfähigkeit vermindert die Arbeitsqualität, erhöht die Fehleranfälligkeit und Anzahl von Unfällen. Eine Verzögerung der Genesung kann sogar zu chronischer Erkrankung und Burn-out führen. Die Kosten für diesen sogenannten Präsentismus lassen sich auf jährlich 2.399 Euro pro Kopf beziffern. Für den Arbeitgeber steigen damit die krankheitsbedingten Kosten auf 3.598 Euro jährlich pro Arbeitnehmer.“
Quelle: Vorteil Vorsorge – Die Rolle der betrieblichen Prävention für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland: www.booz.com/de/home/Presse/Pressemitteilungen/pressemitteilung-detail/49542837