Jahresarbeitszeit - Überblick

Kurzbeschreibung

Mit dem Modell der Jahresarbeitszeit (auf Voll- oder Teilzeitbasis) wird die Mitarbeiterkapazität an den Arbeitsanfall im Jahresverlauf angepasst. Planungsgrundlage sind die betrieblichen Analysen des Arbeitsanfalls und die Wünsche der Beschäftigten. Ein Teil der Arbeitszeit wird durch den akuten Arbeitsanfall vorgegeben. Spielraum besteht bei Tätigkeiten, die nicht unmittelbar erledigt werden müssen, und durch die Möglichkeiten, untereinander zu tauschen. Jahresarbeitszeit kann als Rahmenmodell für das Gesamtunternehmen vereinbart und nach Bedarf in den Abteilungen angewandt werden oder nur für einzelne Abteilungen mit schwankendem Arbeitsanfall bzw. projektbezogener Arbeit gelten.

Ausgangssituation

Verschärfter Wettbewerb, wachsendes Innovationstempo und schnelllebige Märkte bedeuten auch für kleine und mittlere Unternehmen erhöhte Auslastungsschwankungen. Für sie besteht die Herausforderung darin, die Arbeitszeiten der Beschäftigten auf den schwankenden Arbeitsanfall abzustimmen. Wo es hohe Schwankungsbreiten im Arbeitsanfall gibt, empfiehlt sich die Einführung einer Jahresarbeitszeit. Der verlängerte Ausgleichszeitraum einer Jahresarbeitszeit ermöglicht dem Unternehmen mehr Flexibilität, Dynamik und Wirtschaftlichkeit, und den Mitarbeitern eine individuelle, auf die Privatinteressen abgestimmte Arbeitszeitplanung. Einige Beschäftigte können z.B. ihren Urlaub besser an die Ferien- oder Kindergartenzeiten anpassen, indem sie, auf der Grundlage eines Jahresteilzeitvertrages, vermehrt Freizeit in Ferienphasen nehmen, um in den anderen Monaten als Vollzeitkraft zu arbeiten.

Checkliste flexible Jahresarbeitszeit

Prüfen Sie, ob das Modell der flexiblen Jahresarbeitszeit für Ihre Mitarbeiter in Frage kommt.

Checkliste flexible Jahresarbeitszeit.pdf (0.08 MB)

Autor: Angela Fauth-Herkner