Kinderbetreuung - Nutzen & Hürden

   

Nutzen

Hürden

Imagegewinn nach innen und außen

Ihre Zeit und Kompetenz

Steigerung der Leistungsfähigkeit, Motivation und Loyalität

Kosten und Nutzen der Maßnahmen

Förderung der frühen Rückkehr aus der Elternzeit

Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen

Erhöhte Bereitschaft zum flexibleren Einsatz

Gewöhnungseffekte

Gesteigerte Attraktivität als Arbeitgeber

Beschränkung auf Mütter

Weniger Fehlzeiten und Stress

Maßnahme für wenige bzw. nur für Eltern

Geringere Fluktuation und Einstellungskosten

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   


























Zum Weiterlesen

Nutzen der betrieblichen Unterstützung der Kinderbetreuung

Imagegewinn nach innen und außen
Ihre Unterstützung der Kinderbetreuung signalisiert, dass Ihre Firma die Familie als wichtigen Teil des Lebens der Beschäftigten respektiert. Dies erhöht die Attraktivität der Firma als Arbeitgeber sowohl für Bewerberinnen und Bewerber Firmenangehörige. Auch bei Ihren Kundinnen und Kunden bewirken diese Maßnahmen einen Imagegewinn für Ihr Unternehmen. Ihr Engagement für Kinderbetreuung können Sie öffentlichkeitswirksam kommunizieren, zum Beispiel auf Ihrer Firmenhomepage oder in Ihren Stellenausschreibungen.

Steigerung der Leistungsfähigkeit, Motivation und Loyalität
Kinderbetreuungsprobleme wirken sich negativ auf das Privatleben und die Berufstätigkeit aus. Wenn Sie Ihren Beschäftigten hier Entlastung anbieten, halten Sie ihnen den Kopf frei und fördern ihre Verbundenheit mit der Firma - und damit die Bereitschaft, sich für Ihr Unternehmen einzusetzen.

Förderung der frühen Rückkehr aus der Elternzeit
Die Kinderbetreuung ist ein entscheidender Faktor dafür, ob und wann Eltern nach der Elternzeit wieder in die Berufstätigkeit einsteigen wollen und können. Besonders Maßnahmen, die die Betreuung von Kindern unter 3 oder auch unter 1 Jahr unterstützen, wie der Kinderbetreuungszuschuss, ermutigen vor allem Frauen zur Rückkehr in den Beruf.

Erhöhte Bereitschaft und Fähigkeit zum flexibleren EinsatzJede Unterstützung der Kinderbetreuung trägt dazu bei, dass sich die Beschäftigten ihrerseits engagieren und zu flexiblem Einsatz bereit sind. Bei besonderen zeitlichen Anforderungen des Unternehmens, z.B. an Wochenenden oder Abenden, machen gezielte Betreuungslösungen die Arbeit für Eltern oft erst möglich.

Gesteigerte Attraktivität als Arbeitgeber

Für Ihre Beschäftigten sowie für Bewerberinnen und Bewerber, die sich zwischen verschiedenen Arbeitsplatzangeboten entscheiden können, kann die Familienfreundlichkeit Ihrer Firma mit entscheidend sein und Nachteile ausgleichen (z.B. für Kulturinteressierte ein ländlicher Standort).

Weniger Fehlzeiten und Stress

Bedarfsgerechte Kinderbetreuung reduziert Fehlzeiten von Eltern, denn sie müssen seltener zu Hause bleiben, wenn die Betreuungsperson oder die Kinder krank, bzw. Kindertagestätte und Schule geschlossen sind. Sie können pünktlicher kommen oder länger bleiben, wenn die Kinderbetreuung geregelt ist. Durch gute Kinderbetreuung wird verhindert, dass sich Eltern während der Arbeit um ihre Kinder sorgen, unruhig und unkonzentriert sind und dauerhaft auch gesundheitsschädigendem Stress ausgesetzt sind.

Geringere Fluktuation und Einstellungskosten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich unterstützt und respektiert fühlen, wechseln seltener den Arbeitgeber. Das spart dem Unternehmen Kosten. Denn neues Personal zu gewinnen, auszuwählen und einzustellen kostet Zeit und Geld und es kann bis zu einem Jahr dauern, bis neue Beschäftigte zum Gewinn des Unternehmens beitragen.

Hürden bei der betrieblichen Unterstützung der Kinderbetreuung - und der richtige Umgang damit

Rund um die durch den Arbeitgeber unterstützte Kinderbetreuung taucht eine Reihe von Hürden, Bedenken und kritischen Aspekten auf. Der richtige Umgang und auch die richtige Einstellung erleichtern die Umsetzung der Kinderbetreuungslösung und sichern den - vom Arbeitgeber legitimerweise - gewünschten Erfolg.

Ihre Zeit und Kompetenz
Ihre Zeit ist knapp und in Fragen der Kinderbetreuung sind Sie kein Experte - und wollen es auch nicht werden.

  • Genau darauf nimmt dieses Portal Rücksicht. Hier finden Sie die Informationen so komprimiert wie möglich und so ausführlich wie nötig, damit Sie selbst die Umsetzung angehen können. Für Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
  • Gezielt werden auch Maßnahmen dargestellt, die einfach umzusetzen und effektiv sind, wie der Zuschuss zur Kinderbetreuung.
  • Bei vielen Maßnahmen besteht die Möglichkeit oder wird mit Blick auf die Qualität der Angebote sogar empfohlen, die zeitintensive Arbeit an externe Dienstleister auszulagern.
  • Vielleicht haben Sie Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die für Sie die Recherche in diesem Portal übernehmen können - auch wenn Sie selbst die Kinderbetreuung benötigen? So kann das, was Sie selbst noch tun und lesen müssen, noch weiter eingegrenzt werden.
  • Wenn Sie nicht weiterlesen wollen: Nutzen Sie die Infoline oder teilen Sie uns Ihr Anliegen per Email mit unter anfrage@mittelstand-und-familie.de.

Kosten und Nutzen der Maßnahmen
Fast jede Maßnahme zur Kinderbetreuung verursacht Ihrer Firma Kosten, die zunächst abschreckend wirken können. Oft wird dabei aber nicht der Nutzen ebenso genau wie die Investitionen betrachtet oder zu eng ausgelegt.

Studien zur Wirtschaftlichkeit von Kinderbetreuungsmaßnahmen
Mehrere amerikanische und erste deutsche Studien belegen den wirtschaftlichen Nutzen von betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und anderen familienfreundlichen Maßnahmen. Das gilt auch für die Untersuchungen, die angesichts der methodisch problematischen Analyse nur wenige Indikatoren verwenden und daher viele potenziell positive Effekte gar nicht erst messen. In der Kosten-Nutzen-Analyse der Prognos AG (2003) wird eine Rendite von 25% für alle Investitionen in familienfreundliche Maßnahmen ermittelt - und als eher zu niedrig eingeschätzt. Mehr dazu:

  • Informieren Sie sich vorab zu den Kosten der Maßnahmen.
  • Erwägen Sie auch kostengünstige Maßnahmen wie einen Vermittlungsservice oder einen in der Höhe gestaltbaren Kinderbetreuungszuschuss.
  • Die entstehenden Kosten können und sollen nicht wegdiskutiert werden - aber ins Verhältnis zum Nutzen gestellt werden, den sie Ihrer Firma bringen. Wenn Sie diesen genauer ermitteln wollen, nutzen Sie den Kosten-Nutzen-Rechner

Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen

  • Verdeutlichen Sie sich, dass es zu finanziell und zeitlich aufwändigen Lösungen wie einer betriebseigenen Einrichtung Alternativen gibt. Der Aufwand sollte mit den Vorteilen einer sehr leicht zu etablierenden Maßnahme wie dem Kinderbetreuungszuschuss abgewogen werden.
  • Eine kleine betrieblich unterstützte Familienkrippe oder Minikita ist deutlich günstiger und bietet auch für kleinere Firmen etwas "Eigenes".

Gewöhnungseffekte
Ihre Beschäftigten sollen die gebotene Unterstützung auch dauerhaft wertschätzen.

  • Vermitteln Sie ihnen, dass diese Unterstützung nicht selbstverständlich, sondern eine besondere Leistung ist.
  • Vergleichen Sie sich mit anderen Arbeitgebern: Wenn Sie vorbildlich sind, stellen Sie das heraus!
  • Setzen Sie die Maßnahmen auch zur individuellen Förderung von Beschäftigten ein, wenn es rechtlich in Bezug auf Mitbestimmung und geldwerten Vorteil möglich ist (z.B. bei der Gewährung eines Kinderbetreuungszuschusses).

Beschränkung auf Mütter
Maßnahmen sollten möglichst auch von den Vätern im Unternehmen genutzt werden können.

  • Auch Väter, die die Kinderbetreuung traditionell als Aufgabe der Mutter sehen, sind von einer unbefriedigenden Kinderbetreuungssituation und dem damit verbundenen heimischen Stress betroffen.
  • Immer mehr Väter beteiligen sich aktiv an der Kinderbetreuung und -erziehung und werden damit auch unmittelbar durch Kinderbetreuungslösungen entlastet.

Maßnahme für wenige bzw. nur für Eltern
Manche Maßnahmen werden nicht alle Eltern mit Unterstützungsbedarf nutzen können. Eine betriebseigene Einrichtung verfügt zum Beispiel nur über eine begrenzte Anzahl von Plätzen.

  • Wenn Sie auch die Eltern fördern wollen, die dort keinen Platz bekommen, können Sie andere Maßnahmen der Kinderbetreuung anbieten, z.B. einen Kinderbetreuungszuschuss.
  • Sie können sie auch durch andere Maßnahmen fördern, z.B. zur Arbeitszeit. Auch solche Angebote nutzen der Firma und den Beschäftigten.

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