Rund zwei Fünftel der Mütter arbeiten Teilzeit

Von Anna-Maria Cramer

Wiesbaden (ots) 03.05.2005 - Wie das Statistische Bundesamt zum Muttertag mitteilt, waren in Deutschland im März 2004 rund zwei Fünftel der 15- bis 64-jährigen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt teilzeittätig (38%). Dieser Anteil lag im früheren Bundesgebiet mit 41% deutlich höher als in den neuen Ländern und Berlin-Ost (23%). Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.Während westdeutsche Mütter überwiegend aus persönlichen und familiären Gründen teilzeittätig sind, überwiegt bei ostdeutschen Müttern als Motiv der Mangel an Vollzeitarbeitsplätzen. So gaben im März 2004 über vier Fünftel (83%) der westdeutschen, aber nur gut ein Drittel (36%) der ostdeutschen Frauen mit minderjährigen Kindern im Haushalt an, eine Teilzeitbeschäftigung aus persönlichen bzw. familiären Motiven auszuüben. Nur rund 6% der westdeutschen Mütter arbeiteten Teilzeit, weil keine Vollzeitstelle zu finden war; in Ostdeutschland traf dies auf über die Hälfte der teilzeittätigen Mütter zu (53%).

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Arbeitszeitkonten nicht genug geschützt

Von Anna-Maria Cramer

Arbeitszeitkonten von Beschäftigten sind nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung nicht ausreichend gegen eine Firmenpleite gesichert. Vor allem bei den besonders wertvollen Langzeitkonten ist der Insolvenzschutz lückenhaft.Die in deutschen Unternehmen inzwischen weit verbreiteten Arbeitszeitkonten sind in vielen Fällen nicht ausreichend gegen eine Firmenpleite abgesichert. Dies gelte besonders für Langzeitkonten, mit denen über mehrere Jahre hinaus Überstunden etwa für ein Sabbatjahr oder für einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben angespart werden können, warnte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

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Gleiten ist gesund

Von Anna-Maria Cramer

Der Mensch mag Abwechslung: Deshalb lebt gesünder, wer morgens nicht zu einer bestimmten Uhrzeit im Büro sein muss. Flexible Arbeitszeiten fördern eine gesunde Lebensweise. Das geht aus der US-amerikanischen Studie des Wake Forest University Medical Centers hervor, bei der mehr als 3000 Mitarbeiter zu ihren Arbeitszeiten, sportlichen und gesundheitlichen Aktivitäten und ihrer Schlafdauer befragt wurden.

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"Auch mal früher gehen"

Von Anna-Maria Cramer

Gutes Klima, tolle Karriere: Selbst Großkonzerne müssen in Zeiten des Fachkräftemangels einiges bieten, um gute Mitarbeiter an Bord zu holen. Deutschland-Personalchefin Hirl-Höfer erklärt warum.

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Die Auszeit nützt der Karriere

Von Anna-Maria Cramer

Für viele Arbeitnehmer bleibt eine längere Auszeit vom Job ein Traum. Angst vor einem Karriereknick hält sie davon ab. Im stern.de-Interview erklärt Sozialwissenschaftlerin Barbara Siemers, warum ein Sabbatical der Karriere eher nützt als schadet. Frau Siemers, laut einer Forsa-Umfrage für den stern träumen 38 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer von einem Sabbatical und würden dafür sogar auf Gehalt verzichten. Überrascht Sie dieser Wert?

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Teilzeitjobs steigen auf Rekordhoch

Von Anna-Maria Cramer

Immer mehr Beschäftigte in Deutschland verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch Teilzeitarbeit. Allein im vergangen Jahr stieg die Zahl der Halbtagsjobber auf 11,83 Millionen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach registrierten die Wissenschaftler für 2007 eine Zunahme der Teilzeitbeschäftigten um 290 000.

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"Dann geh' doch zu Aldi"

Von Anna-Maria Cramer

Offiziell geben sich viele Firmen familienfreundlich. Tatsächlich machen sie jungen Müttern, die Teilzeit arbeiten wollen, das Leben schwer: Sie werden degradiert und mit Abfindungen herausgedrängt. Drei Fälle aus der Welt der Banken. Nein, ihren echten Namen möchte sie auf keinen Fall nennen, sie fürchtet Repressalien durch ihren Arbeitgeber, die Deutsche Bank. Nennen wir sie also Britta Kunstmann. Die 34-jährige Bankerin hat jahrelang im Controlling des Finanzkonzerns gearbeitet. Ihre Leistungen waren immer top, entsprechend hoch die jährlichen Bonuszahlungen. Alles läuft bestens - bis zu dem Tag, an dem Britta Kunstmann schwanger wird. "Für meinen Mann und mich war immer klar, dass wir Kinder haben möchten, und wir haben uns total gefreut", sagt sie. Wie die Mehrzahl der Frauen in Deutschland wünscht sich die Controllerin beides, Kinder und Karriere. "Ich dachte, das wird kein Problem, die Deutsche Bank gilt ja als sehr fortschrittlich."

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Arbeitszeitpolitik: Teilzeitarbeit fördert Flexibilität und Produktivität

Von Anna-Maria Cramer

Außerdem stärkt sie die Motivation der Beschäftigten, die Bindung an das Unternehmen sowie das Betriebsklima. Teilzeitarbeit ist eine klassische Form der Frauenerwerbstätigkeit ist und wird vor allem in typischen "Frauenbranchen" genutzt. Inzwischen arbeiten in über einem Drittel aller Betriebe in Deutschland 5,3 Mio. Teilzeitkräfte, das entspricht einem Anteil von 14 Prozent an allen abhängig Beschäftigten. Dies sind einige Ergebnisse aus einer IAB-Befragung aus dem Jahr 2004.

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Nach dem dritten Mal ist Schluss

Von Anna-Maria Cramer

Unternehmen nutzen befristete Arbeitsverträge oft als verlängerte Probezeit. Arbeitnehmer blicken deshalb in eine unsichere Zukunft - trotzdem haben sie einige Rechte. Befristete Arbeitsverträge dürfen bis zu dreimal verlängert werden. Eine Angabe von Gründen ist dafür nicht erforderlich. Die Gesamtdauer darf nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz zwei Jahre allerdings nicht überschreiten. Darauf weist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn hin. Danach darf der Arbeitgeber den Mitarbeiter nicht weiter beschäftigen, oder das befristete Arbeitsverhältnis wandelt sich automatisch in ein unbefristetes um.

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Motivation: "Arbeit hat Eventcharakter"

Von Anna-Maria Cramer

G. Günter Voß, Professor und Industriesoziologe an der TU Chemnitz, spricht im Interview mit manager-magazin.de über die Entgrenzung der Arbeit, unseren Hang zur Selbstausbeutung und Augenringe als Leistungsmaßstab. Von Klaus Werle

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