Die Studie "Familienpolitik aus der Gleichstellungsperspektive - Ein europäischer Vergleich" schlägt eine Brücke zwischen der Familienpolitik und der Gleichstellungspolitik. Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Untersuchung analysiert familienpolitische Maßnahmen gezielt mit Blick darauf, wie sie die Situation von Müttern und Vätern beeinflussen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Geschlechter nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein. Die Studie wirft auch einen Blick auf Frankreich, Großbritannien und Schweden, um einen Vergleich mit Deutschland zu ziehen. Vor dem Hintergrund der länderspezifischen Rahmenbedingungen bietet sie einen Überblick über die jeweiligen familienpolitischen Traditionen und Konzepte und bewertet diese aus gleichstellungspolitischer Perspektive.
Frauen verdienen seit Jahrzehnten in vielen Berufen weniger als Männer. Das ungeschriebene Gesetz hat zwar auch heute noch Gültigkeit, doch Frauen holen auf, wie das Statistische Bundesamt nun ermittelt hat. Besonders beim Handel, bei Banken und Versicherungen.
Die Gleichstellungspolitik hatte in der Vergangenheit vor allem Frauen im Blick. In diesem Jahr starten nun zwei Forschungsprojekte, die sich mit der Rolle der Männer befassen. Sie sind Teil des neuen Handlungsschwerpunkts "Rollenbilder erweitern - Neue Perspektiven für Männer" in der Politik des Bundesfamilienministeriums.
Ist Finanzberatung speziell für Frauen heute noch nötig? Ja, sagt Finanzexpertin Svea Kuschel. Denn die Zeiten, in denen der Ehemann als beste Altersvorsorge galt, sind immer noch nicht vorbei. Svea Kuschel gründete 1986 das erste Finanzdienstleistungsunternehmen für Frauen in Deutschland, das heute 20 Mitarbeiterinnen in drei Büros in München, Hamburg und Berlin beschäftigt.
Einkommensdifferenz zwischen den Geschlechtern je nach Beruf zwischen 84 und 825 Euro im Monat Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen liegt rund 23 Prozent unter dem der Männer. Jüngere Frauen weisen einen geringeren Einkommensabstand auf. Je älter die Beschäftigten, umso größer fällt der Einkommensrückstand der Frauen aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Internetseite www.frauenlohnspiegel.de, die vom WSI-Tarifarchiv in der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird und einen Lohn- und Gehalts-Check zu über 180 Berufen bietet.
Leistungsfähigkeit und Kompetenz gelten immer noch als "männliche" Eigenschaften und werden Frauen oft unbewusst abgesprochen. Die Sozialwissenschaftlerin Ilga Vossen sprach mit der "Brigitte" über die Auswirkungen dieser Vorurteile auf Aufstiegschancen und Arbeitsmoral der Frauen und die erforderlichen Veränderungen, damit sowohl Frauen als auch Unternehmen von der vollen Leistung ihrer Mitarbeiterinnen profitieren können: Brigitte
"Nicht länger akzeptabel": EU-Sozialkommissar Spidla hat das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen kritisiert. In Deutschland ist der Unterschied besonders gravierend. Frauen werden in Deutschland nach Angaben der EU-Kommission deutlich schlechter bezahlt als Männer. "In Deutschland liegt der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen um rund 22 Prozent unter dem der Männer. Damit gehört Deutschland zu den Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Männern und Frauen", sagte EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla der Tageszeitung Die Welt.
Die Klage ist alt: Frauen verdienen weniger als gleichqualifizierte Männer. Doch jetzt wehren sie sich. Symbol des Protests ist eine rote Handtasche Zugegeben: Wir haben eine Bundeskanzlerin, in den USA wird vielleicht der nächste Präsident eine Frau. Doch unterm Strich sind wir Frauen noch lange nicht gleichberechtigt. Denn Frauen verdienen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer. Zweiundzwanzig Prozent! Bei gleicher Ausbildung und gleichem Job, wohlgemerkt. Dabei machen inzwischen mehr Mädchen als Jungen Abitur, knapp die Hälfte der Studierenden ist weiblich. Aber das zahlt sich bisher nicht für uns aus. Im Gegenteil: Je höher eine Frau auf der Karriereleiter klettert, desto größer wird der Unterschied. Die Alpha- Mädchen in den Chefetagen verdienen sogar fast ein Drittel weniger als die Kollegen, neben denen sie im Meeting sitzen.
Hamburg - Universitäten, die eine festgesetzte Frauenquote in der Wissenschaft nicht erreichen, durch Mittelabzüge zu bestrafen, fordert die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Jutta Allmendinger. Seit 1998 sei der Anteil der Frauen unter den deutschen C4- beziehungsweise W3-Professoren nur von 7 auf 9 Prozent gestiegen. "Geht es in diesem Schneckentempo weiter, haben wir die Chancengleichheit nicht vor Ende des 21. Jahrhunderts", sagt die Wissenschaftlerin der ZEIT.
Die überarbeitete Neuauflage des Praxisleitfadens unterstützt Unternehmen und Einrichtungen mit konkreten, praxisorientierten Tipps, um interessierten Jungen Berufserkundungen oder Praktika in ihren Organisationen anbieten zu können. Am Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag und darüber hinaus eröffnen sich auf diese Weise auch für Jungen neue berufliche Chancen jenseits von Klischees, vor allem in bisher frauendominierten Berufsbereichen wie z. B. im Pflege-, Erziehungs- oder Dienstleistungssektor. Die Broschüre gibt Planungs- und Orientierungshilfen an die Hand, um attraktive Veranstaltungen und Praxiserkundungen für Jungen zu gestalten. Exemplarisch werden je ein möglicher Tagesablauf in einer Kindertagestätte, einer Arztpraxis, in einem Friseursalon und in einer Apotheke vorgestellt. "Neue Wege für Jungs" unterstützt Initiativen, Unternehmen, Einrichtungen und Schulen um speziell jungengerechte Angebote für Schüler der 5. bis 10. Klassen zur Berufs- und Lebensplanung zu verwirklichen und dient als Plattform für Dialog und Vernetzung.