Wie werden Menschen mit den zunehmenden Belastungen am Arbeitsplatz fertig? Eine Checkliste für Berufstätige, Vorgesetzte und Unternehmen. Wie können Arbeitnehmer trotz Stress und schwierigen Rahmenbedingungen ein glückliches Leben führen? Die Vertreter des Berufsverbands Deutscher Psychologen (BDP) haben zusammengetragen, was Berufstätige, Vorgesetzte und Unternehmen tun können, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen - und um ein zufriedeneres Leben möglich zu machen.
Im Internetportal www.wirtschaftskraft-alter.de des Bundesfamilienministeriums findet sich ab sofort ein aktuelles Dossier rund um das Thema "Haushaltsnahe Dienstleistungen". Es erläutert das breite Spektrum der haushaltsnahen Dienstleistungen, stellt Praxisbeispiele vor und hält Linktipps und eine Checkliste bereit. In Interviews sprechen Fachleute aus Wissenschaft und Verbänden über Chancen und Herausforderungen der haushaltsnahen Dienstleistungen.
Von Werner Mathes. Kein Geld mehr für die Ex? Von wegen. Seit einem Jahr gilt das neue Unterhaltsrecht, seitdem herrscht Chaos. Dennoch: Alleinerziehende können hoffen, denn mehr als früher zählt der Einzelfall.Erst war es ein Brief, in dem die 43-jährige Kauffrau Antje Rudolph aufgefordert wurde, Auskunft über ihr aktuelles Einkommen zu erteilen. Knapp zwei Monate später ging ein weiteres Schreiben vom Anwalt ihres geschiedenen Mannes ein. Mit Verweis auf das neue Unterhaltsrecht wurde ihr mitgeteilt, dass sie nun einer Tätigkeit nachgehen müsse, aus der sie ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten kann - auf nacheheliche Unterhaltsansprüche habe sie deshalb zu verzichten.
Nur zwei, drei Stunden am Tag arbeiten und die restliche Zeit im Büro im Internet surfen, den Urlaub buchen, Freunde anrufen. Eine herrliche Vorstellung? Wer nicht ausgelastet ist, dem droht neuerdings der "Boreout". Was für eine herrliche Vorstellung. Nur zwei, drei Stunden am Tag arbeiten und die restliche Zeit im Büro für private Dinge nutzen: im Internet surfen, den Urlaub buchen, Freunde anrufen. Von wegen, sagt das Schweizer Autoren-Duo Philippe Rothlin und Peter Werder: Für die meisten Arbeitnehmer sei das auf Dauer ein Albtraum. Die beiden Unternehmensberater aus Zürich warnen vor einem neuen Phänomen des modernen Arbeitslebens: dem "Boreout".
Das Statistische Bundesamt hat Zahlen über die Hilfesuchenden bei Schuldnerberatungsstellen vorgelegt. Die Daten zeigen, wie der typische deutsche Schuldner lebt - und wie sehr er in der Kreide steht. Arbeitslosigkeit ist ein entscheidender Faktor bei Überschuldung und finanziellen Engpässen. Mehr als die Hälfte der Menschen, die im vergangenen Jahr von einer Schuldnerberatungsstelle betreut wurden, waren arbeitslos gemeldet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Die Erwerbslosigkeit sei bei knapp einem Drittel der Betroffenen auch der Auslöser ihrer finanziellen Schwierigkeiten gewesen.<br> <br> Durchschnittlich mussten die Schuldner knapp 37.000 Euro zurückzahlen - und das bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 1150 Euro. Bei knapp 60 Prozent lagen die Einkünfte sogar unter 900 Euro.
Wem die Liebe das Herz bricht, hat ein deutlich höhere Risiko für Erkrankungen des Kreislaufsystems. Menschen können an gebrochenem Herzen sterben. Diese Beobachtung hat nun erstmals eine britische Studie wissenschaftlich bestätigt. Danach erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Herzerkrankung, wenn in der Beziehung der Betroffenen ein verletzender Umgangston herrscht.
Die EU-Kommission verlangt von den EU-Staaten eine wirkungsvollere Gestaltung der milliardenschweren Förderung wirtschaftsschwacher Regionen. Künftig müssten Investitionen in die Infrastruktur besser mit der Förderung von Forschung und Bildung verknüpft werden, heißt es in einem in Brüssel vorgelegten Grundsatzpapier der Kommission. Nur diese Kombination schaffe neue und dauerhafte Arbeitsplätze.
Zeitdruck, Mobbing, miese Chefs: Immer mehr Berufstätige in Deutschland leiden laut einer Studie unter psychischen Störungen. Den Unternehmen entstehen Milliardenschäden. Dabei, sagen Psychologen, ist Stressresistenz erlernbar - bis zu einem gewissen Grad. Rund 34,5 Millionen abhängig Beschäftigte gibt es in Deutschland (Stand: 2005). Glaubt man dem Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP), dann ist es um deren psychische Gesundheit allerdings nicht gut bestellt. Für ihren jährlichen Bericht haben sich die Psychologen in diesem Jahr die Arbeitswelt angesehen - und im Zeitraum zwischen 2001 und 2005 einen starken Anstieg der Ausfalltage wegen psychischer Probleme und Verhaltensstörungen registriert.
Wenn der Job mehr wert ist als die Gesundheit: Aus Existenzangst schleppt sich Anne Walther immer wieder krank zur Arbeit. Präsentismus nennen Mediziner das, immer mehr Deutsche sind betroffen. Diese Kaltschnäuzigkeit hatte Anne Walther (Name von der Redaktion geändert) nicht erwartet. Mit leichter Verärgerung hatte sie gerechnet, einem kleinen Hinweis vielleicht, dass sie künftig besser auf sich achtgeben solle, damit sie nicht mehr krank werde. Doch als ihr der Chef über die Sekretärin mitteilen ließ, dass sie bei ihrer nächsten Krankschreibung keinen Lohn mehr erhalte, bekam sie Angst. Um ihren Job, ihre Wohnung, ihre ganze Existenz.
Monotone Arbeiten, schlechtes Betriebsklima und Leistungs- und Zeitdruck gehören zu den Hauptursachen für arbeitsbedingte psychische Erkrankungen. In Folge von Arbeitsausfällen und Frühberentung entstehen deutschen Unternehmen dadurch 3,3 Milliarden Euro Produktionsausfallkosten. Zu diesem Ergebnis kommt der BKK Bundesverband in einer aktuellen Studie. Insgesamt beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch tätigkeitsbedingte psychische Fehlbelastungen 6,3 Milliarden Euro, davon entfallen 3 Milliarden Euro auf die Krankheitsbehandlung. Der oftmals unwiderbringliche Verlust an Wissen und Erfahrung ist noch hinzuzurechnen.