Nach Mutter und Vater nun Oma und Opa: Familienministerin von der Leyen will einem Zeitungsbericht zufolge die Elternzeit auch auf Großeltern ausweiten. Allerdings sollen diese nur in Ausnahmefällen davon profitieren können.
Dieser Leitfaden ist Ergebnis des Modellprojekts "Entwicklung und Stärkung von Führungskräften in der Familienphase". Das Projekt wurde in der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) in Kooperation mit der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF) durchgeführt.
Eine Verlängerung der Elternzeit hat kaum Einfluss auf den schulischen und beruflichen Erfolg der Kinder. Das belegt eine aktuelle Studie. Erstmals wurden darin die langfristigen Auswirkungen von längeren Mutterschaftsurlauben und Elternzeiten im Hinblick auf spätere schulische und berufliche Erfolge empirisch für Deutschland untersucht.
Frauen, die Karriere und Familie gleichzeitig planen, können in Zukunft auf eine berufliche Qualifizierung setzen, die speziell für sie entwickelt worden ist. "Karrierezeit" heißt das neue Studienprogramm des Multimedia Kontors Hamburg und der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg. Das Konzept ist doppelt auf die Zielgruppe zugeschnitten: Es verknüpft erstmalig eine internetbasierte Fortbildung mit Serviceleistungen für die berufliche Entwicklung und geht damit auf die besondere Situation von Müttern ein. Darüber hinaus ist "Karrierezeit" wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert. Das Angebot wurde gemeinsam mit weiblichen Führungskräften entwickelt und zielt inhaltlich auf die Interessen von Frauen in leitenden Positionen, bzw. von Akademikerinnen, die diese anstreben. "Karrierezeit" bietet den Teilnehmerinnen rund um die Fortbildung Leistungen an, die die Karriereplanung erleichtern. Geplant ist zum Beispiel ein Überblick über Karriereservices wie Mentoring, Coaching und Karriereberatung im Rahmen einer von insgesamt drei Präsenzveranstaltungen.
Die Zahl der Männer, die in Väterzeit gehen wollen, steigt. Doch leider gehen viele Unternehmen mit diesem Thema noch nicht wirkilich offen um - und so fürchte viele potenzielle Väterzeitler den Karriereknick. Dabei gibt es durchaus gute Beispiele. An manchen Freitagen bietet sich den Mitarbeitern der Frankfurter Fraport AG in der Mittagspause ein ungewohntes Bild: Dann ist die Kantine plötzlich von Kindern bevölkert, die mit ihren Vätern Spaghetti oder Fischstäbchen essen.
Teenager-Schwangerschaften sind oft nur schwer zu bewältigen. Nun will die Familienministerin den minderjährigen Eltern helfen - mit einem neuen Gesetz.Auch Großeltern sollen in bestimmten Fällen einen Anspruch auf Elternzeit bekommen. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesfamilienministeriums vor, der nach der Sommerpause vom Bundestag beraten wird. Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) will damit vor allem sehr jungen Eltern aus einer Notsituation helfen. Elterngeld wird es für die Großeltern aber nicht geben.
Neue Umfragen zeigen, dass die bislang schon hohe Akzeptanz des Elterngeldes immer noch steigt. Die ersten Evaluationsergebnisse wiederum bestätigen die erwarteten Wirkungen: Die partnerschaftliche Betreuung nimmt zu, das Haushaltseinkommen bleibt - anders als in der Vergangenheit - stabil und mehr Mütter wollen ihre Berufswünsche auch mit Kind verfolgen.
Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten im ersten Quartal 2007 von den 4.000 Vätern, deren Antrag auf Elterngeld bewilligt wurde, rund 33% mehr als 1.000 Euro pro Monat. Knapp ein weiteres Drittel (31%) bezog den Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro. 36% der Väter wurde ein Betrag zwischen 300 und 1.000 Euro bewilligt. Der Anteil der Väter an allen bewilligten Anträgen auf Elterngeld lag bundesweit bei 7%. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 rund 58.400 Anträge auf Elterngeld bewilligt.
STUDIE ZUR UNTERNEHMENSKULTUR Mehr Stress, weniger Zufriedenheit: Eine Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums belegt, dass die Deutschen immer unzufriedener mit ihrem Arbeitgeber sind. Dabei belegt die Untersuchung: Eine stärkere Mitarbeiterorientierung würde den Firmenerfolg deutlich verbessern.
Die Bundesregierung will mehr Steuergeld für Familien mit Kindern ausgeben. Arbeitnehmer und Wirtschaft sollen zudem geringere Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Es geht um Milliarden Euro. Die Spitzen von Union und SPD haben sich am späten Mittwochabend in Berlin darauf verständigt, höhere Summen für Familien auszugeben. Nach Angaben von CSU-Chef Erwin Huber sollen Kindergeld und Kinderfreibetrag zum 1. Januar 2009 steigen. Wie stark, ist offen.