Dem Job zuliebe werden wir immer mobiler und wechseln bereitwillig Stadt, Land oder Firma. Für viele eine enorme psychische Belastung. Aber wie viele Umzüge brauchen wir wirklich für ein erfolgreiches Berufsleben? Kisten zukleben, die alte braune Reisetasche zuschnappen lassen und weiterziehen. Jeder Umzug: ein neues Abenteuer. Der Uni-Wechsel nach München, das Auslandsjahr in Barcelona, die Praktika in Los Angeles und Wien, der erste befristete Job in Dresden, jetzt Hamburg. Und seit Neuestem hat die 32-jährige Marketingspezialistin Katharina wieder eine befristete Stelle: Endlich könnte sie bei der Plattenfirma einsteigen, zu der sie immer wollte. In Köln. Aber plötzlich beflügelt sie die Aussicht auf Aufbruch nicht mehr. Im Gegenteil. Sie spürt einen Widerwillen, der sie selbst überrascht. Hamburg fühlt sich so gemütlich an. Viele Freunde leben in der Nachbarschaft. Das erste Mal in ihrem Leben fragt sich Katharina: Darf ich hier Wurzeln schlagen? Kann ich mir eine Wahlheimat überhaupt leisten?
Deutsche zieht es zum Arbeiten ins Ausland Düsseldorf - Die Deutschen arbeiten nicht gern im eigenen Land, denn immerhin mehr als ein Viertel der Beschäftigten würde am liebsten im Ausland beruflich tätig sein. Als ähnlich unattraktiv empfinden die Franzosen das Arbeiten in ihrer Heimat: Mehr als 20 Prozent würden lieber heute als morgen die Koffer packen, um in anderen Ländern ihrem Job nachzukommen.
Heimarbeit schafft viele Freiräume, doch die muss sich der Angestellte teuer erkaufen: Bei der nächsten Beförderungsrunde hat nur der eine Chance, der sich ständig blicken lässt. Ein grauer Schreibtisch, der verblühte Ficus und das abweisende Gesicht des Kollegen gegenüber lassen das Home Office als perfekte Alternative zum tristen Büroalltag erscheinen. Viele Unternehmen, die eine innovative Personalpolitik verfolgen, bieten ihren Mitarbeitern mittlerweile die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit von zu Hause aus zu erledigen...
Jung, frei, flexibel müssen Berufsanfänger sein, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Wenn der Job die Bedingungen für das Privatleben diktiert, bleibt die Beziehung bei vielen auf der Strecke. Glücklich, wer Traumpartner und Traumjob gefunden hat. Schade, wenn beide in verschiedenen Städten Hunderte Kilometer voneinander entfernt liegen: Immer mehr Menschen müssen für ihre Karriere und den Beruf eine Fernbeziehung in Kauf nehmen.
Der Link führt zu einer Übersicht über die wichtigsten Aspekte der Telearbeit. Kurz und präzise werden die Ziele und Vorraussetzungen für die Einführung von Telearbeit dargelegt.
Die Deutschen sind erstaunlich mobil - erzwungenermaßen: Denn Firmen verlangen, dass ihre Angestellten beweglich und flexibel sind. Der Soziologe Detlev Lück über Arbeit, Reisen und soziale Belastungen. Zahlreiche Unternehmen verlangen von ihren Mitarbeitern einen hohen Einsatz. Ohne die Bereitschaft, für den Beruf umzuziehen oder längere Reisen in Kauf zu nehmen, kommt kaum ein Bewerber an eine attraktive Stelle. Die erste repräsentative Studie zur berufsbedingten Mobilität in Deutschland und fünf weiteren europäischen Ländern erforscht Ursachen, Verbreitung und Folgen des permanenten Unterwegsseins. Der Soziologe Detlev Lück von der Universität Mainz, der an der Untersuchung mitgearbeitet hat, fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und erklärt die Konsequenzen.
Telearbeit ist eine Arbeitsform der Zukunft, da sind sich Experten einig. Was Sie wissen sollten, um vielleicht auch Ihren Arbeitgeber vom Tele-Trend zu überzeugen.Allianz und BMW haben sie, die Commerzbank und IBM, Quelle und die Telekom, mehrere hundert mittelständische Unternehmen sowie zahlreiche öffentliche Verwaltungen. Die Telearbeit boomt. Vor allem in Deutschland. Hier hat sich die Zahl der Teleworker seit 1994 mehr als verdreifacht. Macht inzwischen etwa 2,1 Millionen, etwa sechs Prozent aller Beschäftigten. "Das Potenzial der Telearbeit ist in Deutschland aber bei weitem noch nicht erschlossen", sagt Thomas Allner vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, das sich mit Projekten der Telearbeit beschäftigt. Schätzungsweise rund vier Millionen Bundesbürger könnten per Telearbeit ihr Einkommen haben. Nicht mehr ständig in der Firma am Schreibtisch sitzen, sondern mit seinem Unternehmen auch von zu Hause aus in Kontakt stehen per Computer, E-Mail und ISDN-Telefon oder unterwegs per Laptop und Handy - das wird in nicht allzu ferner Zukunft immer mehr traditionelle Beschäftigungsverhältnisse ersetzen. So die Prognose ausgewiesener Experten wie Norbert Kordey vom Beratungsunternehmen "empirica".