Der demografische Wandel gehört zu den zentralen Herausforderungen denen sich Europa in den kommenden Jahren gegenübergestellt sieht. Eine Gruppe von hochrangigen Regierungssachverständigen unterstützt seit Beginn des Jahres die Europäische Kommission bei der Analyse der demografischen Trends und der Suche nach Erfolg versprechenden Optionen. Ein erstes vorbereitendes Treffen im Januar zeigte, dass ein großer Bedarf nach Beratung und Austausch zwischen den einzelnen Mitgliedsländern besteht. Die aus Vertretern aller Mitgliedsstaaten zusammengesetzte Expertengruppe "Demografie und Familie" ist ein neues Gremium der Europäischen Kommission zu familienpolitischen Fragen. Auftrag der Gruppe ist es, innovative Ansätze auszutauschen, gute Beispiele zu identifizieren und eigene Vorschläge zu unterbreiten. Sie unterstützt die Kommission darin, Empfehlungen entlang aktueller Forschungsberichte zu formulieren und Umsetzungen in Mitteilungen der Europäischen Kommission vorzunehmen. Die Bundesregierung wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Gruppe vertreten.
Ein wichtiges Handlungsfeld sieht die Kommission in der Koppelung des Familienthemas mit ökonomischen Fragestellungen. Denn weniger Kinder bedeuten weniger Wohlstand, weniger Dynamik, weniger Innovation und damit weniger Lebensqualität. Schon im Mai soll eine Mitteilung der Kommission mit Analysen und guten Beispielen zur Familienpolitik erscheinen.
Auf dem nächsten Treffen im Juni wird sowohl der Austausch mit den europäischen Sozialpartnern auf der Agenda stehen, wie auch die Organisation eines europäischen Forums zu Demografie.
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