Worüber die Große Koalition noch streitet, ist in Thüringen schon Alltag: Das Betreuungsgeld. Eltern bekommen ab dem zweiten Geburtstag ihres Kindes 150 Euro im Monat, wenn sie es nicht in die Kita bringen. Die Landesregierung spricht von einem Erfolgsmodell - Sozialverbände laufen Sturm. "Herdprämie!", "Gluckengehalt!" zetern die Gegner. "Wahlfreiheit!", "Selbstbestimmung!" halten die Befürworter dagegen. Die Lager in Sachen Betreuungsgeld liegen unversöhnlich weit auseinander. Doch es wird kommen: Ab 2013 gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartengartenplatz für alle ein- bis dreijährigen Kinder und - auf Drängen der CSU - ein Betreuungsgeld für alle Eltern, die ihre Kinder zu Hause behalten wollen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt.
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