Väter - Überblick

Mittelstand und Karriere:

Klein- und Mittelständische Arbeitgeber konkurrieren mit großen Unternehmen – dabei werden die vielfältigen Möglichkeiten, im Mittelstand Karriere zu machen, häufig unterschätzt.

Wie das statistische Bundesamt im Juni 2005 bekannt gab, beschäftigen 98% aller deutschen Unternehmen weniger als 50 Mitarbeiter. Damit bietet der Mittelstand die meisten Arbeitsplätze und auch ohne bundesweit bekannte Namen sind mittelständische Unternehmen attraktive Arbeitgeber. Ihre Stärke liegt in ihren oft vielseitigeren Möglichkeiten, individuell auf die Belange ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzugehen und gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bieten. Für viele Angestellte ist dies mehr wert als die höheren Gehälter und sonstige geldwerte Leistungen, die ihnen Großkonzerne bieten.

„Väter im Unternehmen –
kein Unterschied zu anderen Mitarbeitern, oder?“

Für die meisten Männer tragen Berufstätigkeit und beruflicher Erfolg erheblich zu ihrem Selbstbild bei – Väter sind da keine Ausnahme.

Gleichzeitig scheuen sich Väter immer noch, ihre familiäre Situation im Unternehmen anzusprechen oder gar Vorgesetzte um Unterstützung zu bitten, damit sie ihre beruflichen und familiären Aufgaben besser vereinbaren können. Denn häufig betrachten Männer das Thema Familie und die damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen als Privatsache. Da sich aber immer mehr Männer aktiv in eine Partnerschaft einbringen und auch eine aktive Vaterschaft leben wollen, erfahren auch sie die doppelte Belastung durch Beruf und Familie. Unternehmen, die Väter zu ihren leistungsfähigen Mitarbeitern zählen oder leistungsfähige Mitarbeiter gewinnen wollen, sollten Väter daher mit geeigneten Maßnahmen dabei helfen, Zeit für ihre Familie zu haben und gleichzeitig ihre beruflichen Aufgaben bestens zu erfüllen.

Vaeterrollen.pdf (0.11 MB)

Was befürchten Unternehmen, wenn sie Väter fördern?

  • Weniger ehrgeizige und produktive Mitarbeiter („Karriereverweigerer“)
  • Ausfall von Mitarbeitern durch Elternzeit von bis zu drei Jahren
  • Kosten für die einzelnen Maßnahmen
  • Komplizierte Abstimmungsverfahren
  • Anlass für andere Mitarbeiter, ebenfalls Sonderbehandlungen zu fordern (z.B. für Leistungssport, ehrenamtliches Engagement etc.)

Welche Vorteile bringt Väterförderung für Unternehmen?

  • Pluspunkte bei der Personalgewinnung („attraktiver Arbeitgeber“), da auf familiäre Verpflichtungen des zukünftigen Mitarbeiters Rücksicht genommen wird
  • Bindung der Mitarbeiter, da die Identifikation mit dem Arbeitgeber durch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben steigt
  • Mitarbeiter gewinnen durch die Übernahme alltäglicher Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb der Familie ausgeprägte Sozialkompetenzen: Organisationsgeschick, Teamfähigkeit, souveräner Umgang mit kritischen Situationen
  • Höhere Arbeitsmotivation, da Mitarbeiter sich wertgeschätzt fühlen

Laut einer Studie des Bundesfamilienministeriums sehen sich zwei Drittel aller Väter vorrangig als Erzieher – nicht als diejenigen, die allein für die finanzielle Sicherung des Lebensunterhaltes zu sorgen haben.

Was ist Väterförderung?

  • Zugang zu den familienorientierten Angeboten des Unternehmens für Väter
  • Spezielle Ansprache der Väter für diese Angebote
  • Offenheit für die Familieninteressen von Vätern

Was wünschen sich Väter ganz besonders?

  • Flexiblere Arbeitszeiten und –Orte, ohne deshalb auf Verdienst- oder Karrierechancen verzichten zu müssen
  • Reduzierung ihrer Arbeitszeiten auf vollzeitnahe Teilzeitstellen