Vereinbarkeit von Familie und Beruf im internationalen Vergleich

22.04.2007

Länder, denen es gelingt, Müttern mit kleinen Kindern die Berufstätigkeit zu erleichtern, sind auch familienpolitisch erfolgreicher. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag Bundesfamilienministeriums und der Bertelsmann-Stiftung.

Eine hohe Frauenerwerbstätigkeit und eine hohe Geburtenrate stel­len für eine moderne Familienpolitik keinen Zielkonflikt dar. Vielmehr kann mit den richtigen gesell­schaftlichen Rahmenbedingungen eine positive Dynamik in beiden Bereichen herbeigeführt werden.

Neben Deutschland fällt es insbesondere den südeuropäischen Staaten mit einem traditionellen Rollenverständnis schwer, die Konflikte zwischen Berufstätigkeit und Elternschaft zu lösen. Zusammen mit Spanien, Griechenland und Italien bildet Deutschland das Schlusslicht sowohl bei der Geburtenrate als auch beim Beschäftigtenanteil von Müttern mit Kindern unter 5 Jahren.

Die Studie "Vereinbarkeit von Familie und Beruf im internationalen Vergleich" wurde von Dr. (Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, IZA) und Eric Thode (Bertelsmann Stiftung) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums und der Bertelsmann- Stiftung erstellt. Die Experten heben die neuen familienpolitischen Leistungen wie das Elterngeld, die verbesserte steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten sowie die Offensive zum Ausbau der Kindertagesbetreuung als wichtige Weichenstellungen auf dem Weg zu einer modernen Familienpolitik hervor.

Weitere wichtige Handlungsfelder sind die Entwicklung eines privaten Marktes für familienunterstützende Dienstleistungen, Reformen im Abgaben-, Steuer- und Transfersystem sowie die Förderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen.

Mehr Informationen unter www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-0A000F14-B4FC8D0D/bst/hs.xsl/nachrichten_52192.htm