Trotz Fachkräftemangel: Deutsche Unternehmen bieten wachsender Generation 50Plus kaum altersgerechte Möglichkeiten im Job. Ältere wollen mehr PerspektivenDer demografische Wandel lässt die Belegschaften deutscher Unternehmen schneller altern, als diese Angebote wie Weiterbildung oder Entlohnungsmodelle anpassen. Das sorgt für steigende Unzufriedenheit bei älteren Arbeitnehmern. Aus Sicht der Generation 50Plus trauen Unternehmen in Deutschland den Älteren zu wenig Entwicklungspotenzial zu und bieten ihnen keine interessanten beruflichen Perspektiven. Das zeigt eine aktuelle Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.
Frauen, die wegen Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen ihre Berufstätigkeit unterbrochen haben, sind für einen Wiedereinstieg in das Berufsleben motiviert und ausgezeichnet qualifiziert. Das ist das Ergebnis einer Kundenbefragung, die die Bundesagentur für Arbeit (BA) vor einigen Wochen durchgeführt hat und deren Auswertung jetzt vorliegt. Die Befragung war so angelegt, dass die Ergebnisse für die bundesweit etwa 72.000 Frauen repräsentativ sind, die sich bei den Agenturen für Arbeit für eine Rückkehr in den Beruf gemeldet haben. Insgesamt wurden 1.000 Frauen befragt.Berufstätigkeit und Familienphasen sind heutzutage gleichrangige Ziele. Dabei streben Frauen meist an, nach einer Familienphase als Teilzeitbeschäftigte direkt wieder in den Beruf zurückzukehren. Mehr als die Hälfte der Berufsrückkehrerinnen hat die Berufstätigkeit lediglich für maximal drei Jahre unterbrochen. Bemerkenswert ist der Qualifikationsstand der Berufsrückkehrerinnen. 61,2 Prozent von ihnen besitzen eine betriebliche Ausbildung, 11,9 Prozent haben einen Hochschulabschluss. 13,8 Prozent können eine schulische Ausbildung vorweisen und lediglich 13,1 Prozent haben keinen Abschluss.
Familienfreundlichkeit in Unternehmen kommt voran231 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen erhielten im Rahmen der diesjährigen Verleihung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Staatssekretär Jochen Homann aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Zertifikat zum "audit berufundfamilie". Insgesamt nutzen schon mehr als 600 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen das Audit.
Silke ist Marketing Managerin in einem Chemieunternehmen. Sie hat eine 32 Stunden-Stelle und vereinbart die Berufstätigkeit mit 2 kleinen Söhnen. Beide gehen in eine private Betreuungseinrichtung für Vorschulkinder. "Wenn es die Tagesstätte vor Ort nicht gäbe, hätte ich sie zu einer Tagesmutter gebracht", sagt Silke. Sie ist eine von wenigen berufstätigen Müttern, die nur jeweils ein Jahr Elternzeit nehmen und die Kinder im Anschluss Ganztags betreuen lassen. Sie zahlen den Preis für Kinderbetreuung selbst, und zumeist ist es ein hoher Preis aufgrund ihres Zweiteinkommens. Die Berufstätigkeit "lohnt" sich daher häufig erst später, da ein großer Teil des Nettoeinkommens in Betreuung investiert wird. Auf längere Sicht haben diese Frauen aber beides erreicht: Familie und wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Work-Life-Balance kein Problemabs. Der Zusammenhang mit der persönlichen Einschätzung der Chancen am Arbeitsmarkt drängt sich auf. Bewerten die Führungskräfte ihre Perspektiven bei einem Arbeitsplatzwechsel negativ, überlegen sie zweimal, ob sich ein Ortswechsel für den Job lohnt. Familienstand und Kinderanzahl ändern die Mobilitätsbereitschaft der Manager nicht.
Nachmachen erwünscht! Bundeskabinett beschließt in Berlin: Alle Bundesministerien durchlaufen audit berufundfamilie
Junge Frauen, die zu einem frühen Zeitpunkt Mutter werden, befinden sich häufig noch in der beruflichen Ausbildung. Elternschaft und Ausbildung gleichzeitig zu meistern birgt unter den bestehenden Rahmenbedingungen jedoch Risiken für das Gelingen der Partnerschaft und einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung: Die Geburt eines Kindes in der Ausbildungsphase führt in Deutschland häufig zum Abbruch der Ausbildung.
In punkto Familienfreundlichkeit kann das Ergebnis nicht durch die Anzahl der Köche verdorben werden - ganz im Gegenteil: die Region Mittelhessen macht erfolgreich vor, wie durch gemeinsames Engagement von Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern, Lokalen Bündnissen für Familie und Fachleuten aus Politik und Wissenschaft mehr Familienfreundlichkeit entsteht.
Diese Studie des Institut für Mittelstandsforschung (IfM) untersucht, welche familienfreundlichen Maßnahmen im Mittelstand vorhanden sind und analysiert Gründe, Probleme und Voraussetzungen der erfolgreichen Einführung in Unternehmen.Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn untersuchte 2003 in der vorliegenden Studie "Familienfreundlichkeit im Mittelstand" betriebliche Strategien zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Mittelstand. Die Studie bietet einen Überblick über den Umfang und die Art des tatsächlichen Angebots von familienfreundlichen Maßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen. Dafür wurden 759 Unternehmen befragt und 23 Fallstudien analysiert.
Auch bei kleinen und mittleren Unternehmen sind individuelle Maßnahmen zur Qualifizierung von Berufsrückkehrer/innen mit geringem Aufwand durchführbar. Reintegration in die Arbeitserfordernisse beginnt bereits vor dem offiziellen Arbeitsbeginn - durch so genannte Rückkehr-Gespräche mit den betreffenden Mitarbeiter/innen, um gemeinsam zu klären, ob und wie sich Arbeitszeiten und Aufgabenbereiche zukünftig ändern. Personalverantwortliche haben verschiedene Möglichkeiten, die Mitarbeiter/innen nach einer Familienphase wieder in den Beruf zu integrieren.