Neue Projekte in Güstrow und Nürnberg gestartet. Im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprogramms "Baumodelle der Altenhilfe und Behindertenhilfe" sind zwei weitere innovative Projekte gestartet worden. Als Beispiele neuer Wohnformen und Betreuungskonzepte sollen sie dazu beitragen, die Lebenssituation älterer Menschen und von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern.
Technik für die Menschen: Das intelligente Heim in Güstrow
Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat am 21. November 2007 das Seniorenzentrum "Viertes Viertel" des Deutschen Roten Kreuzes in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) eröffnet.
"Technik ist für die Menschen da - nicht umgekehrt. Deshalb setzen wir technische Innovationen gezielt zum Wohl älterer und pflegebedürftiger Menschen ein", erklärte Gerd Hoofe anlässlich der Eröffnung. "Der Einsatz innovativer Technik und eine bedarfsgerechte Architektur entlasten auch das Pflegepersonal, so dass mehr Zeit für die Betreuung der Menschen bleibt. Die Bewohner können ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben führen und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben."
Das Haus ist eines von elf Projekten der vom Bundesfamilienministerium initiierten Reihe "Das intelligente Heim - Ablaufoptimierung, kurze Wege, Entbürokratisierung". Das Bundesfamilienministerium finanziert das Programm mit insgesamt 2,8 Millionen Euro. Neben stationären Einrichtungen sind auch Wohnungen und gemeinschaftliche Wohnstätten in das Programm einbezogen.
Gute Nachbarschaft: "Wohnen Plus" in Nürnberg
Leben und Wohnen mitten in der Stadt, ältere Menschen und Alleinerziehende gemeinsam und zum gegenseitigen Nutzen: Das ist die Philosophie der Initiative "Wohnen Plus" der Genossenschaft Anders Wohnen und des Humanistischen Sozialwerks Bayern.
44 Wohnungen, eine Kindertagesstätte und Gemeinschaftsbereiche bilden den Rahmen für das, was die Initiatoren einen "inneren Versorgungsverbund" nennen - eine auf Solidarität beruhende Kultur der Hilfe. Am 4. Oktober wurde der Startschuss für die Bauarbeiten gegeben. "Wohnen Plus" ist ein Projekt im Rahmen des Modellprogramms "Neues Wohnen", mit dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine zukunftsgerichtete und nachbarschaftliche Wohnkultur stärken will.
Mehr Informationen unter BMFSFJ
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