Hilfe zur Selbsthilfe - Überblick

Natürlich können Familien die für sie passende Kinderbetreuung auch selbst aus dem vielfältigen Angebot privater und öffentlicher Dienstleister suchen. Dabei ist es jedoch oft schwierig, einen Überblick zu gewinnen. Zudem sind nicht alle Angebote für jeden Ort verfügbar und oft deckt das Angebot nicht die Nachfrage. In diesem Kapitel werden die verschiedenen Betreuungsformen dargestellt, Alternativen genannt für den Fall, dass die gewünschte Form nicht verfügbar ist, und Kombinationsmöglichkeiten von Betreuungsformen vorgestellt.

Unterstützen Sie Ihre Beschäftigten bei der Suche!

Die perfekte Lösung zu finden, ist kein leichtes Unterfangen. Mit den Hilfen in diesem Kapitel können Ihre Beschäftigten jedoch die jeweils beste Lösung finden. Wir zeigen Ihnen die Bedingungen sowie Nutzen und Hürden dieser Unterstützungsmöglichkeit für Beschäftigte und Unternehmen. Wir veranschaulichen die Kosten und geben detaillierte Anleitungen für die Umsetzung.

Betreuungsformen

Vor der Suche nach einer Kinderbetreuung oder Einrichtung steht die Entscheidung über die geeignete Form. Einen Überblick über die verschiedenen Alternativen, Kosten, den gebotenen Leistungsumfang und was zu beachten ist, gibt die Übersicht Vergleich Kinderbetreuung. Oft ist eine Kombination zweier oder mehrerer Betreuungslösungen sinnvoll, denn Familien brauchen immer eine Ergänzung für den Notfall bzw. für den Fall dass eine Lösung (z.B. Einrichtung) den zeitlichen Bedarf nicht vollständig deckt.

Die wichtigsten Betreuungsformen im Überblick

  • Einrichtungen: Regelmäßige Betreuung von mehreren Kindern zu festen Zeiten außerhalb ihrer Familie. Dabei werden unterschiedliche Konzepte angewandt, die Gruppen sind altersgemischt oder –homogen
  • Tagesmutter: Betreut Kinder bei sich zu Hause, meist zusammen mit ihren eigenen Kindern. Relativ günstig, Kosten zwischen 3 und 7 Euro pro Stunde und Kind. Tagesmütter sind selbstständig tätig, die Eltern müssen deshalb keine Steuern und Sozialabgaben bezahlen
  • Kinderfrau: Betreut Kinder im Haus der Familie. Muss angestellt werden, Kosten zwischen 6 und 9 € netto pro Stunde, zuzüglich Steuern und Sozialversicherung
  • Au-pair: Lebt im Haus der Familie, braucht ein eigenes Zimmer, darf nur 30 Stunden in der Woche arbeiten. Gesamtkosten ca. 500 Euro monatlich (Taschengeld, Verpflegung, Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr, Versicherungen)
  • Notmutter: Betreut Kinder in Notsituationen (z. B. Krankheit des Kindes) im Haus der Familie. Kosten zwischen 10 und 13 € brutto
  • Babysitter: Betreut das Kind nur gelegentlich, meist abends oder am Wochenende. Kosten abhängig von Alter und Erfahrung. In der Regel zwischen 6 und 8 € pro Stunde
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Kombination mit anderen Maßnahmen

Mit einem Kinderbetreuungs-Zuschuss können Arbeitgeber ihre Beschäftigten zusätzlich finanziell unterstützen. Der Kinderbetreuungs-Zuschuss wird zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt und ist für Arbeitgeber und Angestellte dann steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn er für die Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern in Einrichtungen oder bei Tagesmüttern verwendet wird.