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Hilfe zur Selbsthilfe – Nutzen und Hürden
Nutzen
- Schnell anwendbar, Eltern können sofort mit der Suche beginnen
- Fördert Eigeninitiative des Personals
- Kaum Kosten für Arbeitgeber
- Kein langfristiges Engagement erforderlich
- Individuelle Betreuungslösungen möglich
- Auch für kleine Belegschaften geeignet
- Kombiniert mit Kinderbetreuungszuschuss eine umfassende Unterstützung
Hürden
- Suche kann viel Zeit beanspruchen
- Unübersichtliches Angebot
- Schafft keine neuen Betreuungsplätze
- Große Qualitätsunterschiede
- Die Qualität der Angebote muss von Laien beurteilt werden
- Fehlentscheidungen möglich
- Eltern müssen alles selbst machen

Nutzen von Hilfe zur Selbsthilfe
Schnell anwendbar, Eltern können sofort mit der Suche beginnen
Bei der Suche nach einer Kinderbetreuung gibt es keinen zeitlichen Vorlauf und keine Wartezeiten. Die Suche kann sofort begonnen werden, wenn Bedarf entsteht. Mit den Hilfestellungen und Informationen in diesem Portal können Sie Ihre Beschäftigten sofort gezielt unterstützen.
Fördert Eigeninitiative des Personals
Die Beschäftigten kümmern sich – mit Ihrer Unterstützung und den Informationen aus diesem Portal - selbst um die Lösung ihres Kinderbetreuungsproblems und behalten ihre Entscheidungsfreiheit.
Kaum Kosten für Arbeitgeber
Die Informationen und Hilfen in diesem Portal stehen Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kostenfrei zur Verfügung. Es nimmt lediglich etwas Zeit in Anspruch, Ihren Mitarbeitern diese Informationen zugänglich zu machen bzw. ihnen bei der Suche zu helfen.
Kein langfristiges Engagement erforderlich
Im Gegensatz zu betriebseigenen Einrichtungen kann Hilfe zur Selbsthilfe jederzeit angeboten werden und wird nicht mehr benötigt, wenn eine Betreuung gefunden wurde. Sie bindet also langfristig keine betrieblichen Ressourcen.
Individuelle Betreuungslösungen möglich
Suchen Eltern selbst nach einer Betreuungslösung, können sie ihre Vorstellungen oft am besten verwirklichen. So kann auch eine Betreuung zu ungewöhnlichen Zeiten, in bestimmten Stadtteilen oder mit speziellen inhaltlichen Schwerpunkten (z. B. zweisprachig) gefunden werden.
Auch für kleine Belegschaften geeignet
In vielen kleinen Unternehmen wird nur sehr selten eine Kinderbetreuung benötigt. Als Arbeitgeber können Sie mit Hilfe zur Selbsthilfe ohne zeitlichen und finanziellen Aufwand jeden einzelnen Beschäftigten bei Bedarf individuell unterstützen.
Kombiniert mit Kinderbetreuungszuschuss eine umfassende Unterstützung
In Kombination mit einem Kinderbetreuungs-Zuschuss wird „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine umfassende Unterstützung - sowohl in organisatorischer als auch in finanzieller Hinsicht. Wird der Zuschuss zusätzlich zum normalen Gehalt bezahlt und für die Betreuung nicht schulpflichtiger Kinder in einer Einrichtung oder bei einer Tagesmutter verwendet, ist er sogar steuer- und sozialversicherungsfrei.
Hürden bei „Hilfe zur Selbsthilfe“ und der richtige Umgang damit
Suche kann sehr viel Zeit beanspruchen
Die Suche nach der passenden Betreuungslösung kann aufwändig und langwierig sein, vor allem dort, wo es nur wenige Einrichtungen gibt und das Angebot an privater Betreuung klein ist. Nutzen Sie bzw. Ihre Beschäftigten die Informationen in diesem Kapitel, um schneller die passende Lösung für die jeweiligen Bedürfnisse zu finden.
Unübersichtliches Angebot
Um einen Überblick über die verschiedenen Lösungen und Anbieter zu bekommen, muss man einigen Recherche-Aufwand in Kauf nehmen. Viele Angebote im Bereich der Kinderbetreuung sind privat (z. B. Tagesmütter) und die Jugendämter vor Ort können nur zum Teil Informationen erteilen. Eine genaue Bedarfsplanung vor der Suche und Information über die verschiedenen Betreuungsformen kann diesen Aufwand reduzieren.
Schafft keine neuen Betreuungsplätze
Kinderbetreuungsplätze sind besonders für Kinder unter 3 Jahren in vielen Regionen Mangelware. Mit der Suche aus dem bestehenden Angebot schaffen Sie keine neuen Plätze und verbessern die Situation – auch für Ihre nachfolgenden Beschäftigten - nicht. Es sei denn, Sie setzen Betreuerinnen und Betreuer ein, die bisher nicht in der Kinderbetreuung tätig waren.
Große Qualitätsunterschiede
Die Qualitätsunterschiede bei Kinderfrauen oder Tagesmüttern sind groß. Nicht alle verfügen über eine entsprechende Berufsausbildung oder haben eine Weiterbildung für die Kinderbetreuung absolviert. Zu Beginn Ihrer Suche sollten Sie deshalb überlegen, welche Qualifikationen für Sie bei der Betreuung wichtig sind und diese im direkten Kontakt mit den Betreuungspersonen abfragen.
Die Qualität der Angebote muss von Laien beurteilt werden
Laien sind in der Beurteilung von Betreuungsangeboten oft unsicher, was die Entscheidung für die richtige Lösung oder Betreuungsperson erschwert. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Eltern sich vor der Suche gut informieren und die Kriterien festlegen, die ihnen bei der Kinderbetreuung wichtig sind.
Fehlentscheidungen möglich
Vor allem, wenn unter Zeitdruck nach einer Kinderbetreuung gesucht wird, kann es sehr leicht zu Fehlentscheidungen kommen. Entpuppt sich die gefundene Einrichtung oder Betreuungsperson als ungeeignet, bedeutet das für Eltern zunächst oft Ärger und eine erneute Suche. Um so wichtiger ist es, dass Eltern vor der Suche die Informationen und Entscheidungshilfen in diesem Kapitel nutzen können.
Eltern müssen alles selbst machen
Die Suche nach einer Kinderbetreuung bringt für Eltern viele Termine und Aufgaben mit sich: Sie müssen Adressen recherchieren, telefonieren, Termine vereinbaren, Anmeldefristen beachten, Betreuungspersonen oder Einrichtungen begutachten, sich für eine Lösung entscheiden, anderen absagen. Oft können sie am Abend oder Wochenende nichts erreichen und sind deshalb während der Suchphase häufig abwesend oder müssen während der Arbeitszeit telefonieren. Mit geeigneten Vorab-Informationen wie zum Beispiel Adresslisten kann dieser Aufwand deutlich reduziert werden.

