- Startseite
- Lösungen
- Handlungsfelder
- Arbeitsmanagement
- Unterstützung der Beschäftigten
- Lebenssituationen
- Infoline und Datenbank
- Akademie
- Projekt
Hilfe zur Selbsthilfe - Umsetzungsschritte
Welche Kinderbetreuung wird benötigt oder ist möglich?
Einrichtungen: Krippe Kindergarten Hort altersgemischt
Tagesmutter: betreut Kinder bei sich zuhause
Kinderfrau: betreut im Haus der Eltern
Au-pair: junger Mensch aus dem Ausland; lebt bei der Familie
Notmutter: die private Lösung für Notfälle
Babysitter: gelegentliche Kinderbetreuung
Welche Kinderbetreuung wird benötigt oder ist möglich?
Vor der gezielten Suche sollten Sie entscheiden, welche Form der Kinderbetreuung für Ihr Kind geeignet ist und Ihren Anforderungen entspricht. Einen Überblick über die verschiedenen Betreuungslösungen, ihre Kosten, den Leistungsumfang und was zu beachten ist, gibt der Vergleich Kinderbetreuung. Empfehlenswert ist es, zunächst den zeitlichen Bedarf in einem Wochenplan zu erfassen: So können Sie den gewünschten Umfang der Betreuung überblicken und entscheiden, ob eine Betreuungslösung genügt, oder eine Kombination verschiedener Angebote erforderlich ist. Die Suche wird zielgerichteter sein, wenn Sie sich auch Ihre Erwartungen an die Kinderbetreuung verdeutlicht haben. Da die Nachfrage in vielen Regionen größer ist als das Angebot, sollten Sie bedenken, dass Sie das Gewünschte vielleicht nicht finden und sich auf Kompromisse oder Alternativen einstellen.
Einrichtungen: Krippe, Kindergarten, Hort, altersgemischt
Beachten Sie, dass die meisten Einrichtungen feste Anmelde- und Aufnahmetermine haben. In der Regel werden neue Kinder im September aufgenommen. Ausnahmen gibt es überwiegend in privaten Einrichtungen und Elterninitiativen, wo auch zwischenzeitlich Plätze besetzt werden, wenn zum Beispiel eine Familie umzieht. Wenn unter dem Jahr Bedarf entsteht, sollten Sie sich gleichzeitig eine Überbrückungslösung überlegen (z. B. Tagesmutter). Eine zeitlich sehr flexible Betreuung (z. B. an wechselnden Tagen) oder ein geringer Betreuungsumfang (z. B. nur 2 Tage pro Woche) ist in Einrichtungen meistens nicht möglich.
Die erste Anlaufstelle bei der Einrichtungs-Recherche ist immer das Jugendamt. Dort erhalten Sie in der Regel Listen der öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen. Da manche dieser Listen unvollständig oder veraltet sind, sollten Sie im Gespräch mit den Beratern vom Jugendamt fragen, ob alle Einrichtungen in der Liste enthalten sind, ob noch andere Einrichtungen bekannt sind, wo es freie Plätze gibt, etc. Als Gesprächsleitfaden steht Ihnen die Checkliste Fragen Jugendamt zur Verfügung. Die verschiedenen Anbieter von Einrichtungen und Tipps zur Recherche der Adressen finden Sie in der Übersicht Einrichtungsanbieter. Nutzen Sie auch unsere Info-Datenbank für die Suche nach Einrichtungen oder die Recherche des zuständigen Jugendamtes. Wählen Sie dazu einfach in der linken Auswahlleiste, wonach Sie suchen (z. B. Jugendämter) und dann in der rechten Leiste Ihr Bundesland.
Kontaktaufnahme mit der EinrichtungWeil Plätze in Einrichtungen in den meisten Gegenden sehr begehrt sind, sollten Sie sich in möglichst vielen Einrichtungen und so früh wie möglich (für einen Krippenplatz evt. schon während der Schwangerschaft) anmelden bzw. auf die Warteliste setzen lassen. Erkundigen Sie sich zuerst telefonisch nach den Anmeldebedingungen: Gibt es feste Tage, oder können Sie sich flexibel anmelden? Versuchen Sie außerdem, bereits bei diesem ersten Telefonat mit Hilfe der Checkliste Einrichtungsbesuch so viel wie möglich über die Einrichtung zu erfahren. So können Sie frühzeitig einschätzen, ob diese grundsätzlich für Sie in Frage kommt.
Im folgenden finden Sie Checklisten der Bertelsmann-Stiftung, die eine gute Grundlage für Ihren ersten Besuch in der Einrichtung sind und Ihnen die Entscheidung für eine Kita oder Krippe erleichtern können.
Vorbereitung und Beginn der BetreuungWenn Ihr Kind in einer Einrichtung aufgenommen wird, schließt diese mit Ihnen einen Betreuungsvertrag ab. Darin sind grundsätzliche Dinge wie die Betreuungszeiten, Beiträge, enthaltene Leistungen (z. B. Essen, Windeln) und die Kündigungsfrist festgelegt. Vor dem Beginn der Betreuung sollten Sie sich bei der Gruppenleiterin erkundigen, wie die Eingewöhnungsphase gehandhabt wird. Manche Einrichtungen haben dafür ein festes Zeitschema, in anderen werden Dauer und Ablauf der Eingewöhnung individuell mit den Eltern vereinbart.
Was noch zu beachten istÜberlegen Sie sich rechtzeitig eine Alternative, falls Sie zum gewünschten Betreuungsbeginn noch keinen Platz haben. Auch für Schließzeiten (z. B. während der Ferien) oder für Notfälle (wenn z. B. das Kind krank ist) sollten Sie frühzeitig eine Notbetreuung suchen und arrangieren. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten finden Sie im Vergleich Kinderbetreuung.
Tagesmutter: Betreut Kinder bei sich zuhause 
Unser Profil Tagesmutter gibt Ihnen einen Überblick über die Vor- und Nachteile, den Leistungsumfang und die Kosten, die die Inanspruchnahme einer Tagemutter mit sich bringt. Planen Sie die Betreuung über eine Tagesmutter, sollten Sie zuerst in einem Wochenplan erfassen, zu welchen Zeiten Sie Betreuung benötigen. So können Sie die Kosten leichter hochrechnen und abschätzen, ob der Betreuungsumfang von einer Tagesmutter abgedeckt werden kann. Hinweis: Viele Tagesmütter arbeiten nur bis zum Nachmittag bis 15:00 oder 16:00 Uhr, einige halten sich einen Tag in der Woche (oft Freitag) frei.
Wenn Sie sich für die Betreuung durch eine Tagesmutter entschieden haben, überlegen Sie sich, welche Anforderungen diese erfüllen soll. Unsere Anforderungsliste Tagesmutter hilft Ihnen, sich über Ihre Wünsche im Klaren zu werden. Die Kriterien sollten allerdings nicht zu starr gesetzt werden. Tagesmütter sind in vielen Regionen rar und eventuell erfüllt keine Interessentin alle Voraussetzungen. Das Wichtigste ist schließlich, dass sie Eltern und Kind sympathisch ist und die Chemie stimmt.
Recherche bei Jugendämtern oder Tagespflegevereinen: Bei der Suche nach einer Tagesmutter wenden Sie sich als Erstes an das örtliche Jugendamt. Die Angebote der einzelnen Jugendämter sind unterschiedlich: Einige vermitteln kostenlos Tagesmütter und beraten, zum Beispiel zur Vertragsgestaltung. In der Regel vermitteln sie nur Tagesmütter aus ihrem Bestand, die eine spezielle Fortbildung absolviert haben. Sie suchen darüber hinaus nicht auf dem freien Markt nach den Anforderungen der Eltern. Wenn Ihr Jugendamt keine Tagesmütter vermittelt, kann es Ihnen vielleicht geeignete Stellen nennen. Das Jugendamt unterstützt die Tagespflege in manchen Fällen auch finanziell. Je nach Höhe des Familieneinkommens wird ein Teil der Kosten übernommen. Die Adresse des zuständigen Jugendamtes finden Sie in unserer Info-Datenbank.
Tagespflegevereine sind meist öffentlich gefördert und arbeiten oft ehrenamtlich. Sie vermitteln kostenlos Tagesmütter aus ihrem Personalpool. Welche Tagesmütter empfohlen werden ist unterschiedlich. Manche Vereine vermitteln nur Tagesmütter, die bei ihnen Qualifikationskurse besucht haben und/oder durch einen Hausbesuch persönlich bekannt sind. Ein Gespräch mit einem Tagespflegeverein ist aber auf jeden Fall lohnend, da die Beraterinnen in der Regel viel Erfahrung in der Tagespflege haben und Sie über regional übliche Kosten, Verfügbarkeit, Auswahl der Tagesmutter sowie zur Vertragsgestaltung oder Eingewöhnung beraten können.
Tagesmütter selbst suchen mit Anzeigen oder Aushängen: Auf diese Weise können Sie gezielt eine Tagesmutter in einer bestimmten Gegend suchen. Gut geeignet dafür sind kostenlose Wochenblätter, die Anzeigen werden von vielen potenziell interessierten Personen gelesen und die Preise sind relativ günstig (10-50 € für eine kleine Anzeige). Ebenfalls gut geeignet sind kleinere Tageszeitungen, überregionale Zeitungen sind weniger zu empfehlen, sie haben hohe Anzeigenpreise und sprechen nicht gezielt Personen aus bestimmten Gegenden an. Eine kostenlose Möglichkeit der Suche sind Aushänge, die Sie in Ihrer nahen Umgebung an Orten platzieren, wo sich viele Mütter aufhalten zum Beispiel in Gemeindezentren, Büchereien, Geschäften, Arztpraxen, Apotheken, Familienzentren oder rund um Spielplätze. Aushänge können ruhig von Hand geschrieben werden. Wenn Sie im Text sehr genaue Angaben machen, werden sich weniger Personen darauf melden als wenn Sie nur das Nötigste schreiben. Auf jeden Fall sollte der Beginn der Betreuung, die Zeiten, das Alter des Kindes und der gewünschte Stadtteil enthalten sein. Ein Muster für Anzeigen und Aushänge finden Sie nachfolgend.
Kontaktieren der TagesmütterBevor interessierte Tagesmütter bei Ihnen anrufen oder Sie selbst Tagesmütter kontaktieren, empfehlen wir Ihnen, sich unseren Rücklaufbogen bereit zu legen, damit Sie bereits am Telefon die wichtigsten Dinge abfragen, nichts vergessen und bereits eine Vorauswahl treffen können. Jetzt bewährt es sich, wenn Sie Ihr Gesuch möglichst präzise formuliert haben: Es werden sich weniger Personen melden, die überhaupt nicht in Frage kommen - ganz ausschließen können Sie das allerdings nie.
Drucken Sie sich den Rücklaufbogen ca. 3x aus und legen Sie ihn neben Ihr Telefon, oder, wenn Sie Ihre Handynummer angegeben haben, mit Stift griffbereit in Ihre Tasche. Tragen Sie die Antworten der Interessentinnen mit Adresse und Telefonnummer in den Bogen ein. So gehen Ihnen keine Details verloren und sie können die einzelnen Bewerberinnen besser miteinander vergleichen. Heben Sie alle Adressen auf, auch von Interessentinnen, die Ihnen im ersten Moment nicht passend erscheinen. Vielleicht haben Sie später doch noch Bedarf dafür.
Das erste Treffen sollte im Haushalt der Tagesmutter stattfinden, damit Sie gleich die häuslichen Verhältnisse sehen, in denen Ihr Kind viel Zeit verbringen wird. Mit unserer Checkliste Hausbesuch können Sie sich auf das Treffen vorbereiten. Besprechen Sie mit der Tagesmutter konkret die Details der gewünschten Betreuung. Das ausführliche Gespräch, empfehlenswert ist ein Zeitrahmen von mindestens einer Stunde, sollte in einem ruhigen Rahmen geführt werden, damit alle wichtigen Dinge angesprochen werden können. In unserem Gesprächsleitfaden finden Sie relevante Fragen, die angesprochen werden sollten. Wenn Sie einige dieser Fragen bereits vorher am Telefon geklärt haben, können bei dem Treffen auch die anderen Tageskinder da sein, damit Sie die Tagesmutter bei Ihrer Arbeit sehen. Alternativ können Sie ein zweites Treffen vereinbaren, zu dem die Kinder da sind. Wir empfehlen Ihnen, sich immer noch eine zweite Interessentin anzuschauen, da ein Vergleich die Wahl oft leichter macht. Wenn Sie sich trotz einiger geeigneter Bewerberinnen nicht entscheiden können, denken Sie darüber nach, ob Sie vielleicht grundsätzliche Bedenken dagegen haben, Ihr Kind in die Obhut einer Tagesmutter zu geben.
Vertragsschließung und VersicherungAuch wenn Sie sie sehr sympathisch finden und alles unkompliziert regeln möchten, sollten Sie einen Betreuungsvertrag abschließen, wenn Sie sich für eine Tagesmutter entschieden haben. Der Vorteil daran ist, dass viele Dinge geregelt werden, an die Eltern und Tagesmutter im ersten Moment oft nicht denken, die aber zu Konflikten führen können. Deshalb sollten Sie auch mit Freundinnen und Bekannten einen Vertrag abschließen, wenn diese als Tagesmutter die Kinderbetreuung übernehmen. Idealerweise werden darin Rahmenbedingungen wie die Betreuungszeiten, das Honorar, Bezahlung bei Urlaub oder Krankheit und die Kündigungsfrist geregelt. In ihm sollte auch eine Vereinbarung zum Verhalten bei einem Unfall des Kindes (Vollmacht für Arztbesuche) enthalten und geregelt sein, ob die Tagesmutter das Kind im eigenen Auto oder auf ihrem Fahrrad-Kindersitz befördern darf. Erinnern Sie die Tagesmutter auch daran, dass sie für ihre Tätigkeit eine erweiterte Haftpflichtversicherung (erweitert um den Passus: Aufsichtspflicht über Minderjährige) abschließt.
EingewöhnungZu Beginn der Betreuung bei einer Tagesmutter ist eine begleitete Eingewöhnungsphase empfehlenswert. Die Dauer hängt sowohl vom Alter, den Erfahrungen und der Persönlichkeit des Kindes, als auch von der Erfahrung der Tagesmutter und der Einstellung der Eltern ab. In den meisten Fällen dauert eine Eingewöhnung etwa 14 Tage. Bei manchen Kindern genügen sechs Tage, im Einzelfall können drei bis vier Wochen nötig sein. In den ersten Tagen der Betreuung sollten Eltern und Kind für eine oder zwei Stunden bei der Tagesmutter sein. Erfahrungsgemäß benötigt ein Kind drei bis vier Tage, um sich an die neue Umgebung und die Tagesmutter zu gewöhnen. Dann kann ein erster Trennungsversuch erfolgen. Weint das Kind und lässt sich nicht von der Tagesmutter trösten, sollte der Versuch abgebrochen und an einem anderen Tag wiederholt werden. Hat sich das Kind bei der Tagesmutter eingelebt, kann die Trennungsphase langsam verlängert werden.
Hilfen / Unterstützung für die TagesmutterWenn Sie sich für eine Tagesmutter entscheiden, die noch keine Erfahrung hat, können Sie sie mit verschiedenen Angeboten unterstützen: Erste-Hilfe-Kurse werden zum Beispiel vom Roten Kreuz durchgeführt. Fortbildungen für Tagesmütter veranstalten z. B. Tagespflegevereine und Jugendämter. Falls diese an Ihrem Ort kein eigenes Fortbildungsprogramm haben, können sie Ihnen meist geeignete Anbieter nennen.
Kinderfrau: Betreut Kinder im Haus der Eltern 
Unser Profil Kinderfrau gibt Ihnen einen Überblick über den Leistungsumfang und Einsatzbereich von Kinderfrauen, über die Kosten, die Vorteile dieser Lösung und was dabei zu bedenken ist. Wenn Sie die Betreuung über eine Kinderfrau planen, sollten Sie zuerst in einem Wochenplan erfassen, zu welchen Zeiten Sie Betreuung benötigen. Auf dieser Basis können Sie die Kosten leichter hochrechnen und abschätzen, ob und in welchem Umfang Sie eine Kinderfrau beschäftigen möchten.
Vor der Suche nach einer Kinderfrau sollten Sie sich überlegen, welche Anforderungen diese erfüllen soll. Unser Anforderungsprofil hilft Ihnen, sich über Ihre Wünsche im Klaren zu werden. Wenn Sie allerdings zu viele Anforderungen festlegen, kann die Suche schwierig werden. Überlegen Sie sich deshalb, was Ihnen wirklich am Herzen liegt und vergessen Sie nicht den wichtigsten Faktor: gegenseitige Sympathie.
Stellengesuche anschauen: Vor allem in regionalen Tageszeitungen und in kostenlosen Wochenblättern gibt es oft Stellengesuche von Kinderfrauen, meistens in der Rubrik „Hauspersonal“.
Eine Kinderfrau selbst suchen mit einer Anzeige: Für Ihr Stellenangebot eignen sich insbesondere kostenlose Wochenblätter und regionale Tageszeitungen. Die Anzeigen sind relativ günstig (10-50 € für eine kleine Anzeige) und werden von vielen potenziell interessierten Personen gelesen. Inserate in überregionalen Zeitungen sind dagegen teuer und weniger zielgerichtet für bestimmte Regionen. Wenn Sie den Anzeigentext formulieren, sollten Sie Ihre Anforderungen und Ihren genauen zeitlichen Bedarf nennen. Auf jeden Fall sollte enthalten sein: Arbeitsbeginn, Arbeitszeiten, Alter des Kindes, Arbeitsort, Voraussetzungen wie z. B. Führerschein und welche Art der Bewerbung erwünscht ist: Telefonisch, schriftlich, per E-Mail, Kurz- oder ausführliche Bewerbung, Referenzen.
Über Vermittlungsagenturen suchen: In vielen Städten gibt es kommerzielle Vermittlungsagenturen für Babysitter, Kinderfrauen und Haushaltshilfen. Ihr Leistungsumfang und die Vermittlungskosten sind unterschiedlich. Wenn Sie herausfinden wollen, ob es in Ihrer Stadt einen Anbieter gibt, können Sie mit Google suchen: Geben Sie einfach „Kinderfrau“ + den Namen ihrer Stadt bzw. „Agentur“ + „Kinderfrau“ + den Namen Ihrer Stadt in das Suchfenster ein.
Kostenlose Internet-Foren: Im Internet gibt es einige Foren für Eltern, wo unter anderem kostenlos Gesuche für eine Kinderbetreuung platziert werden können und sich arbeitssuchende Kinderfrauen vorstellen. Solche Foren gibt es vor allem im Einzugsbereich größerer Städte. Auch diese Angebote finden Sie per Google-Suche, am besten mit der Kombination „Kinderfrau“ und dem Namen Ihrer Stadt.
Kontaktieren der KinderfrauenFür das Telefonat mit interessierten Kinderfrauen empfehlen wir Ihnen, sich unseren Rücklaufbogen bereit zu legen, damit Sie die wichtigsten Dinge abfragen und nichts vergessen. Auch wenn Sie schriftliche Bewerbungen erhalten, sollten Sie die Angaben und Ihre Beobachtungen nach dem ersten Telefonat in den Rücklaufbogen eintragen. Damit können Sie die Bewerberinnen leichter miteinander vergleichen. Drucken Sie sich diesen Bogen ca. 3x aus und legen Sie ihn neben ihr Telefon, oder, wenn Sie Ihre Handynummer angegeben haben, mit Stift griffbereit in Ihre Tasche. Tragen Sie die Antworten der Interessentinnen sowie ihre Adresse und Telefonnummer in den Rücklaufbogen ein. So gehen Ihnen keine Angaben verloren. Heben Sie alle Adressen auf, auch von Bewerberinnen, die Ihnen im ersten Moment nicht passend erscheinen. Vielleicht haben Sie später doch noch Bedarf dafür. Beim ersten Telefonat sollten sie der Bewerberin bereits erklären, welche Aufgaben zur Tätigkeit gehören, z. B ob und in welchem Umfang Hausarbeit erforderlich ist, wie Sie sich die Kinderbetreuung vorstellen und ob es in Ihrer Familie oder Ihrem Haushalt irgend welche Besonderheiten gibt.
Der persönliche Kontakt und die Entscheidung für eine KinderfrauDer nächste Schritt ist, die geeignet erscheinenden Kinderfrauen zu einem persönlichen Gespräch bei Ihnen zu Hause einzuladen. Idealerweise sind Ihre Kinder anwesend. Zeigen Sie der Kinderfrau Ihren Haushalt und gewinnen Sie einen Eindruck davon, wie Ihre Kinder auf die Kandidatin reagieren und wie sie sich gegenüber Ihren Kindern verhält. Für dieses Vorstellungsgespräch sollten Sie mindestens eine Stunde Zeit einplanen. Nutzen Sie dazu unseren Interviewleitfaden. Sie sollten der Bewerberin genau erklären, was ihre täglichen, wöchentlichen und gelegentlichen Aufgaben sind, wie diese erledigt werden sollen und welchen Umgang mit den Kindern Sie von ihr erwarten. Hilfreich ist es dazu, vorher eine Arbeitsplatzbeschreibung zu erstellen, die Sie mit der Kinderfrau durchgehen können. Ein Muster dafür finden Sie im Anhang. Auch das mögliche Gehalt sollte angesprochen werden um zu klären, ob Ihre Vorstellungen mit denen der Kinderfrau kompatibel sind. Klären Sie außerdem die Form der Anstellung. Wir empfehlen Ihnen, sich immer weitere Bewerberinnen anzuschauen: Im Vergleich fällt die Entscheidung eventuell leichter.
Vertragsschließung und VersicherungNach der Entscheidung für eine Kinderfrau müssen Sie klären, welches Beschäftigungsverhältnis Sie wollen. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und die geltenden gesetzlichen Bestimmungen dafür erhalten Sie in unserem Überblick Anstellungsformen. Die drei gängigsten Möglichkeiten sind eine Festanstellung, eine geringfügige Beschäftigung (Minijob bis 400 €) sowie die geringfügige Beschäftigung in der Gleitzone (bis 800 €).
Egal für welche Anstellungsform Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Vertrag ist unbedingt nötig. Empfehlenswert ist es, ihn bereits vor Beginn des Arbeitsverhältnisses abzuschließen. Ein schriftlicher Vertrag, den beide Seiten unterzeichnet haben, gewährleistet, dass über wichtige Details bereits im Vorfeld gesprochen wird. Mündliche Absprachen hingegen bergen die Gefahr, dass im Streitfall Unklarheit darüber herrscht, was tatsächlich vereinbart wurde. Nachfolgend finden Sie Musterverträge für die einzelnen Anstellungsformen sowie eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten, die ein Vertrag enthalten sollte.
Materialien zur Vertragsgestaltung:Weitere Unterlagen und Formulare zur Beschäftigung im Privathaushalt finden Sie im Kapitel Arbeitsmaterialien unter dem Punkt „Beschäftigung im Privathaushalt“.
Beginn der BetreuungWenn die Kinderfrau ihre Arbeit antritt, sollte sie eine Liste mit Regeln für den Notfall bekommen – z. B. welcher Arzt zu benachrichtigen ist, wen von den Eltern sie in einem Notfall zuerst kontaktiert und die jeweiligen Telefonnummern. Im Anhang finden Sie eine Vorlage für eine solche Liste. Zeigen Sie der Kinderfrau vor ihrem ersten Einsatz, wo sich Fläschchen, Ersatzkleidung und andere Dinge für das Kind befinden, weisen Sie sie auf Gewohnheiten des Kindes und eventuelle Schwierigkeiten hin und sagen Sie ihr auch, was sie in ihrem Haushalt benutzen darf (z. B. Getränke, Essen, Telefon). Gerade am Anfang, wenn noch nicht alles eingespielt ist, kann es leicht zu Konflikten kommen. Gefällt Ihnen irgend etwas an der Arbeit der Kinderfrau nicht, sprechen Sie sie umgehend darauf an. Erklären Sie ihr in einem ruhigen und sachlichen Ton, warum Ihnen die jeweiligen Aspekte wichtig sind und was die Kinderfrau tun kann, um Sie zufrieden zu stellen.
Au-pair: Junger Mensch aus dem Ausland lebt bei der Familie 
Au-pairs sind junge Menschen aus dem Ausland zwischen 18 und 24 Jahren, die für maximal 1 Jahr bei einer Familie leben, die Kinder betreuen und bei der Hausarbeit helfen. Wenn Sie sich dafür interessieren, ein Au-pair aufzunehmen, finden Sie im Profil Au-pair die wichtigsten Merkmale dieser Betreuungsform. Einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen, die für die Aufnahme von Au-pairs gelten, gibt Ihnen das Merkblatt Au-pair-Info der Bundesagentur für Arbeit.
Babysitter: gelegentliche Kinderbetreuung 
Babysitter betreuen Kinder gelegentlich im Haus der Eltern, vor allem abends oder stundenweise an den Wochenenden. Babysitter kommen oft aus der unmittelbaren Umgebung der Familie und werden relativ kurzfristig eingesetzt, meist nur für wenige Stunden. Weitere Informationen über Babysitter finden Sie im Profil Babysitter.
Anzeigen und Aushänge: Vor allem in regionalen Tageszeitungen und in kostenlosen Wochenblätter gibt es oft Stellengesuche von Babysittern. Sie selbst können natürlich auch in solchen eine Anzeige schalten. Das hat den Vorteil, dass Sie hier schon die wichtigsten festlegen können. Auch über Aushänge, zum Beispiel in Supermärkten, lassen sich Babysitter finden.
Über Vermittlungsagenturen suchen: In vielen Städten gibt es kommerzielle Vermittlungsagenturen für Babysitter. Ihr Leistungsumfang und die Vermittlungskosten sind unterschiedlich. Wenn Sie herausfinden wollen, ob es in Ihrer Stadt einen Anbieter gibt, können Sie mit Google suchen: Geben Sie einfach „Babysitter“ + den Namen ihrer Stadt bzw. „Agentur“ + „Babysitter“ + den Namen Ihrer Stadt in das Suchfenster ein.
Kostenlose Internet-Foren: Im Internet gibt es einige Foren für Eltern, wo unter anderem kostenlos Gesuche für eine Kinderbetreuung platziert werden können und sich arbeitssuchende Babysitter vorstellen. Solche Foren gibt es vor allem im Einzugsbereich größerer Städte. Auch diese Angebote finden Sie per Google-Suche, am besten mit der Kombination „Kinderfrau“ und dem Namen Ihrer Stadt.
Der persönliche Kontakt mit dem BabysitterNach dem ersten Telefonat, bei dem Sie schon die wichtigsten Dinge wie Alter, Erfahrung und mögliche Betreuungszeiten abfragen können, sollten Sie möglichst rasch einen Termin zum persönlichen kennen lernen vereinbaren, der am besten in Ihrem Haushalt stattfindet und bei dem Sie dem Babysitter Ihren Haushalt zeigen und ihm von den Gewohnheiten des Kindes erzählen. Bei sehr kleinen Kindern empfiehlt sich eine Einarbeitung. Das kann zum Beispiel ein Nachmittag sein, bei dem Sie ebenfalls zu Hause sind oder der Babysitter geht mit dem Kind auf einen Spielplatz in der Nähe. Beim ersten Termin, bei dem Sie nicht anwesend sind, sollten Sie nach Möglichkeit eine Veranstaltung wählen, bei der Sie bei Problemen schnell nach Hause kommen können. Im nachfolgenden Interviewleitfaden finden Sie einige wichtige Fragen für den ersten persönlichen Termin mit dem Babysitter.
Welches Beschäftigungsverhältnis kommt in Frage?Für Babysitter ist die Anstellung über einen Minijob am sinnvollsten. Hat ein Babysitter mehrere Auftraggeber, kommt auch eine selbstständige Tätigkeit in Frage, was aber in der Praxis selten vorkommt.
Nachfolgend finden Sie ein Vertragsmuster für einen Minijob. Was sollte die Babysitterin oder der Babysitter wissen?Zum Betreuungsbeginn sollte sie oder er eine Übersicht für den Notfall bekommen – z. B. welcher Arzt zu benachrichtigen ist, wer in einem Notfall kontaktiert werden sollte und die jeweiligen Telefonnummern. Zeigen Sie ihr oder ihm vor dem ersten Einsatz, wo sich Fläschchen, Ersatzkleidung und andere Dinge für das Kind befinden, weisen Sie auf Gewohnheiten des Kindes und eventuelle Schwierigkeiten hin und sagen Sie auch, was der Babysitter in Ihrem Haushalt benutzen darf (z. B. Getränke, Essen, Telefon). Eine Checkliste mit wichtigen Dingen, die zum Betreuungsbeginn besprochen werden sollten, finden Sie nachfolgend zum Download.
Notmutter: Die private Lösung für Notfälle 
Eine Notmutter betreut Kinder in Ausnahmesituationen im Haus der Eltern, zum Beispiel wenn ein Kind krank ist und nicht in die Einrichtung oder Schule gehen kann, oder wenn die reguläre Betreuung ausfällt. Das Besondere an dieser Betreuungsform ist der kurzfristige spontane Einsatz. Die Kosten und die Qualifikation der Betreuenden sind ähnlich wie bei der Kinderfrau. In bestimmten seltenen Fällen übernehmen die Krankenkassen die Kosten, z. B. bei schwerer Erkrankung der Mutter. Weitere Informationen über Notmütter finden Sie im Profil Notmutter.
Weitere Informationen zum Thema Notmutter folgen in Kürze. Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich an unsere Infoline unter der Nummer 0180/3444333 - unsere Experten beraten Sie gerne!



