Empfehlungen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

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Nutzen und Empfehlungen zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

31.01.2020
Sabrina Ludwig
1325

Lärm, Schichtdienst, hohe körperliche Belastungen: Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Einflüssen, die die Psyche des Mitarbeiters nachhaltig belasten können. Fällt dieser Mitarbeiter dann lange Zeit aus, kostet dies Unternehmen eine beachtliche Summe Geld. Wir stellen Ihnen hier den Nutzen und Instrumente der psychischen Gefährdungsbeurteilung vor und geben Empfehlungen zur Umsetzung.

Ziel und Nutzen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Das Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist es somit, Unfällen, Gesundheitsgefahren sowie psychischen Belastungen am Arbeitsplatz vorzubeugen und Mitarbeiter*innen zu entlasten. Sie hilft herauszufinden, wo und bei wem genau der Schuh drückt – und welche Maßnahmen dabei helfen, die Arbeit gesünder und stressfreier zu gestalten.

 

Gefährdungsbeurteilung: Pflicht des Arbeitgebers

Seit 2013 ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen eine arbeitsschutzgesetzliche Pflicht. Das bedeutet: Alle Unternehmen und Arbeitgeber*innen müssen auch jene Gefährdungen für ihre Mitarbeiter*innen ermitteln, die sich aus den psychischen Belastungen bei der Arbeit ergeben.

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz können zum Beispiel sein:

  • Arbeitsintensität, z.B. bei lang andauernden hohen zeitlichen und leistungsbezogenen Anforderungen
  • Soziale Unterstützung am Arbeitsplatz bei beruflichen und privaten Problemen
  • Dauer und Verteilung der Arbeitszeit wie ungünstig verteilte Schichtarbeit und Wochenenddienste
  • Lärm
  • Beleuchtung
  • Klima
  • Hohe körperliche Belastungen

Wenn es erforderlich ist, müssen Arbeitgeber*innen schließlich geeignete Maßnahmen entwickeln, umsetzen und auf ihre Wirksamkeit überprüfen.

 

Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Bereits bei der Planung der psychischen Gefährdungsbeurteilung ist es von Vorteil, wenn die beteiligten Akteure wissen,

  • wie sie psychische Belastungen bei Mitarbeiter*innen erkennen und welche Folgen das für die Arbeitsleistung haben kann.
  • welche Tätigkeiten und Aufgaben und die damit zusammenhängenden Anforderungen es im Unternehmen gibt.
  • welche Methoden es gibt, um um psychische Belastungen zu ermitteln.

Sind diese Kenntnisse intern nicht für alle Bereiche abrufbar, bietet sich an, hierzu gezielt externe Expertise einzubinden.

Schritte vor Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung

In der Praxis hat es sich bewährt, alle Schritte der psychischen Gefährdungsbeurteilung zu planen, bevor mit der Umsetzung begonnen wird, d.h. festzulegen, welche Methoden eingesetzt werden sollen, bei welchen Ergebnissen Handlungsbedarf besteht, wie Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden sollen und wie zu guter Letzt auch die Wirksamkeitskontrolle von Maßnahmen erfolgen soll.

Sehr gute Erfahrungen bestehen darin, bereits bei der Planung Beschäftigte einzubinden, um dadurch die Mitwirkung und Akzeptanz der psychischen Gefährdungsbeurteilung zu erhöhen.

 

Prozessschritte für die Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung

Die Leitlinie der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) empfiehlt folgende Prozessschritte für die Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung:

Schritt 1: Festlegung von Tätigkeiten/Bereichen
Schritt 2: Ermittlung der psychischen Belastung der Arbeit
Schritt 3: Beurteilung der psychischen Belastung der Arbeit
Schritt 4: Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen
Schritt 5: Wirksamkeitskontrolle
Schritt 6: Aktualisierung/Fortschreibung
Schritt 7: Dokumentation

Aus: Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung,
Arbeitsschutz in der Praxis, GDA 2017, S. 6

 

Zusammenarbeit mit externen Anbietern wie dem pme Familienservice

Die GDA bewährte und erprobte Verfahren einzusetzen. Um die erforderliche Bandbreite sicherzustellen, beraten wir nicht nur zu Verfahren, die vom pme Familienservice selbst umgesetzt werden, sondern stehen im engen Austausch und kooperieren mit spezialisierten Anbietern, die in den Prozess eingebunden werden können.

Damit haben wir die Chance, unsere Angebote wie

  • Lebenslagen- und Führungskräfte-Coaching,
  • Seminare, Vorträge und
  • unsere Hotlines maßgeschneidert

auf die Situation im Unternehmen auszurichten – um genau das anzubieten, was Ihre Mitarbeiter*innen im Unternehmen an Unterstützung brauchen, damit sie langfristig leistungsfähig und motiviert bleiben.

Unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten, Erfahrungen und Kompetenzen entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, welche Vorgehensweise oder Kombination im konkreten Fall die richtige ist.

Damit einbezogen werden zudem Ihre personellen und monetären Ressourcen sowie zeitlichen Möglichkeiten und inwieweit Umsetzungsschritte von Ihnen  selbst übernommen werden können.

Geeignete Maßnahmen für eine psychische Gefährdungsbeurteilung können sein:

•    Beobachtung/Interviews,
•    moderierte Workshops
•    standardisierte Mitarbeiterbefragungen.

 

Sie möchten mehr zu unserem Service wissen?

Unser Ansprechpartnerinnen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Jutta Dreyer
Produktverantwortung Lebenslagencoaching/EAP
jutta.dreyer@familienservice.de
Mobil: +49 (0) 176 19945101

Petra Dinkelacker
Produktverantwortung BGM
petra.dinkelacker@familienservice.de
Mobil: +49 (0) 176 19945115

 


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