Elternzeit & Rückkehr - Überblick

Elternzeit (Stand: 2013)

Das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG) ist zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten und wurde zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15.2.2013 geändert.

Einen zusammenfassenden Überblick über die Regelungen finden Sie unter der Rubrik Recht & Steuer.
Die Möglichkeiten der Gestaltung von Elternzeit sind vielfältig – auch wenn ein Anspruch auf Teilzeit innerhalb der Elternzeit erst ab durchschnittlich 15 Beschäftigten gilt und es laut Gesetz Fristen einzuhalten gilt. Die gesetzlichen Bestimmungen sind allerdings als das Minimum an gegenseitigem Entgegenkommen gedacht. Möglich sind Teilzeit und ganz variable Arbeitsorganisationsformen auch in kleineren Betrieben – und viele Klein- und Kleinstbetriebe praktizieren Teilzeit in Elternzeit mit (wirtschaftlichem) Erfolg und zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Denn für sie sind solche Arrangements oftmals von besonderer Bedeutung. Häufig können Beschäftigte nur so nach recht kurzer Zeit wieder den für das Unternehmen wichtigen Arbeitsbeitrag leisten.

Elternzeit können sowohl Mütter als auch Väter nehmen. Dabei kann von einer ‚Rückkehr aus der Elternzeit’ umso weniger die Rede sein, je kürzer die Vollzeit-Freistellung aufgrund von Mutterschutz und / oder Elternzeit war, da dann kaum eine Unterbrechung der aktiven Erwerbstätigkeit stattgefunden hat.

Allerdings: Was Eltern wie realisieren möchten, müssen zunächst sie selbst entscheiden! Ob und wie dann eine Einigung mit den betrieblichen Interessen bei einem oder beiden Elternteilen gefunden wird, ist den zweite Schritt.

Genauso muss auf Seiten des Unternehmens oder der Vorgesetzten überlegt werden, auf welchen Arbeitsbeitrag des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin nur schlecht oder nicht verzichtet werden kann oder soll und wie die Interessen von allen Beteiligten möglichst längerfristig funktionierend verknüpft werden können.

Übrigens: Auch Arbeitgeber-/innen und Vorgesetzte werden Eltern. Und auch sie selbst müssen dass betriebliche und private Belange und Präferenzen so miteinander abstimmen, dass weder das eine noch das andere zu kurz kommt. Ein ‚Weitermachen wie bisher’ ist oft nicht möglich oder nicht gewünscht. Daher können oder sollten auch sie sich über die Gestaltung ihrer ersten Zeit mit Kind Gedanken machen und entsprechende Aktivitäten einleiten.

Für die möglichst gelungene Planung und zufriedenstellende Realisierung der Elternzeit sind folgende Aspekte zu beachten:

  1. Beachtung von gesetzlichen Rahmenbedingungen
  2. Beiderseitige Kommunikation (Führung)
  3. Organisation der Kinderbetreuung
  4. Wahl der Methoden des Arbeitsmanagements
  5. Überlegungen zu den Instrumenten des Qualifikationserhalts
  6. Gestaltung der Rückkehr aus der Elternzeit

Autor: Astrid Lethert