Tipps Nachmittagsbetreuung – pme Familienservice Blog

Kommunikationsmodul

0800 801007080
0800 801007080

kostenfrei, Mo-Sa

Nachricht
Nachricht

Schreiben Sie uns!

Terminanfrage
Terminanfrage

Vereinbaren Sie einen Telefontermin mit uns.

WhatsApp
WhatsApp

(+49) 0800 801007080

Bereichsnavigation

Pflege & Beruf - Unterstützungsmaßnahmen

Konkrete Maßnahmen: Das Spektrum der Unterstützungsmöglichkeiten

Grundsätzlich gilt: Nicht jede Maßnahme zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist auch für jedes Unternehmen geeignet. Welche Angebote sinnvoll sind, hängt vom spezifischen Bedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Möglichkeiten des Unternehmens ab. Jeder Betrieb und vor allem die Beschäftigten haben individuelle Vorstellungen und Bedürfnisse, wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben geht. Auch kleine und mittlere Unternehmen können schon mit geringem Aufwand Unterstützungsangebote etablieren.

Die folgenden Maßnahmen bilden das Spektrum der Möglichkeiten ab:

 

1. Flexible Arbeitsorganisation

Die flexible Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes gehören zu den häufigsten Maßnahmen, die zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Unternehmen Anwendung finden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B. Freistellung, Jobsharing, Teilzeitarbeit, Gleitzeit oder Telearbeit.

Flexible Arbeitszeiten sind eine große Hilfe für pflegende Angehörige. So kann zum Beispiel die zu pflegende Person morgens noch versorgt oder tagsüber zum Arzt begleitet werden. Entsprechend kann die oder der Beschäftigte seine Arbeit flexibel zu einem anderen Zeitpunkt erledigen. Eine Auszeit für Pflegeaufgaben, z. B. in Form eines Sabbaticals, kann der Arbeitgeber seinen Beschäftigten durch die Führung eines Langzeitkontos gewähren. So können diese sich in akuten Notsituationen um private Belange kümmern, ohne dass Arbeitszeit verloren geht.

Ein flexibler Arbeitsort bzw. die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, kann dann helfen, wenn pflegebedürftige Angehörige zu Hause versorgt werden.

Eine Vielzahl möglicher Arbeitszeitmodelle sowie Informationen zum mobilen Arbeiten von zu Hause finden Sie im Kapitel zu flexiblem Arbeiten.

 

2. Information, Beratung und Vermittlung

Unternehmen können ihren Beschäftigten ein Informations-, Beratungs- und Vermittlungsangebot zur Verfügung stellen. Interne Stellen oder externe Anbieter können dabei z. B. Hilfe bei der häuslichen Pflege vermitteln oder umfassende Informationen zur Pflegesituation bereitstellen. Zu diesen Informationen zählen z.B. Übersichten über...

  • Beratungsstellen, die u. a. zu den Leistungen der Pflegeversicherung oder zu Wohnraumanpassungen beraten können.
  • Einrichtungen wie Tagespflegestellen, Pflegeheime oder ambulante Pflegedienste.
  • Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise.

 

Falls mehrere Beschäftigte mit dem Thema Pflege konfrontiert sind, kann es sehr hilfreich sein, ihnen im Unternehmen einen Raum und Zeiten für gegenseitigen Austausch, z. B. in einem regelmäßigen Gesprächskreis, zur Verfügung zu stellen.

Möglich ist außerdem die Einrichtung einer Freiwilligenbörse im Unternehmen, in der Dienstleistungen, Hilfestellungen oder Begleitung für pflegebedürftige Personen vermittelt werden.

 

3. Bereitstellung von Serviceleistungen

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die konkrete Hilfe bei der Sicherung der Pflege während ihrer Arbeitszeit benötigen, kann die Bereitstellung von betrieblich unterstützten Serviceleistungen sinnvoll sein, um Situationen wie den folgenden zu begegnen:

 

  • Beschäftigte können, z. B. wegen einer Dienstreise, ihre Pflegeaufgaben vorübergehend nicht wahrnehmen.
  • Pflegende Beschäftigte benötigen dringend einen Erholungsurlaub.
  • Ein Pflegebedarfsplan muss erstellt werden (zur Beantragung von Leistungen der Pflegeversicherung oder zur Optimierung der Betreuung, speziell während der Arbeitszeit).
  • Betreuungsplätze müssen gefunden werden.

 

Private Dienstleister bieten Beratung rund um Pflege, Finanzierung und Unterstützungsmöglichkeiten an und können Heim- und Rehaplätze, Pflegepersonal, Haushaltshilfen oder Essen auf Rädern vermitteln. Unternehmen können diesen Service als externe Dienstleistung einkaufen und so den Beschäftigten die Beratungs- und Vermittlungsleistung kostenlos zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Beratungs- und Vermittlungsservice

 

4. Finanzielle Unterstützung

In einzelnen Fällen kann auch eine finanzielle Unterstützung durch das Unternehmen helfen. Denn die von der Pflegeversicherung bereitgestellten Mittel decken den Unterstützungsbedarf oftmals nicht und nicht alle Betroffenen sind anspruchsberechtigt. Unternehmen können ihren Beschäftigten z. B. ein zinsgünstiges betriebliches Darlehen zur behindertengerechten Wohnraumgestaltung gewähren, den Umzug in eine bedarfsgerechte Wohnung bzw. Wohnumgebung finanzieren oder eine Betreuung durch ambulante Dienste bezuschussen. Der etwaige Zinsvorteil gegenüber einem Bankdarlehen ist dann, nach Abzug eines Abschlages von 4 % des Referenzzinssatzes, als geldwerter Vorteil zu versteuern.

 

5. Pflegesensible Unternehmenskultur

Eine Unternehmenskultur, in der die Aufmerksamkeit für das Thema Pflege und die Bereitschaft zur Unterstützung genauso selbstverständlich sind, wie es die Unterstützung von Beschäftigten mit Kindern vielfach bereits ist, bedeutet eine große Entlastung für pflegende Beschäftigte. Um eine pflegesensible Unternehmenskultur zu etablieren, sollten die Führungskräfte auf die möglichen Situationen von Beschäftigten mit Pflegeaufgaben vorbereitet und über die vorhandenen Maßnahmen und Angebote informiert werden. Ein Bewusstsein für die möglichen Herausforderungen zu fördern und gemeinsam dafür „gerüstet“ zu sein, ist hier das Ziel. Spezielle Trainings und Seminare können zur Sensibilisierung beitragen.

Asset-Herausgeber

null Tipps Nachmittagsbetreuung – pme Familienservice Blog

Kinder laufen durch einen Hausflur

Daran erkennen Sie eine gute Nachmittagsbetreuung!

Ihr Kind kommt demnächst in die Schule? Herzlichen Glückwunsch, ein wichtiger neuer Lebensabschnitt wartet auf Sie alle. Aber haben Sie sich bereits Gedanken um die Nachmittagsbetreuung nach der Schule gemacht?


Hat die Schule eine eigenen Nachmittagsbetreuung oder einen Hort, ist zum Glück schnell geklärt, wo das Kind sich nach dem Unterricht aufhält – zumindest wenn es einen der begehrten Plätze ergattert hat. Aber woran erkennen Sie, ob Ihr Kind in dieser Nachmittagsbetreuung gut aufgehoben ist? Denn auch da gibt es, genau wie bei der Wahl der richtigen Kita oder Schule, große Unterschiede.
 

6 Dinge, die gute Nachmittagsbetreuungen richtig machen

Laut §22 des KJHG sollen Kindertageseinrichtungen die Entwicklung der Kinder fördern und die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen. Es gibt Hilfestellungen, um herauszufinden, ob das Kind gut in der Nachmittagsbetreuung aufgehoben ist. Die nachfolgenden sechs Kriterien helfen Ihnen genau das herauszufinden.
 

1.    Keine Überraschungen: Das pädagogische Konzept

Sie haben einen begehrten Hortplatz ergattert und sind nun im Nachhinein unzufrieden über den pädagogischen Umgang mit Ihrem Kind? Umgehen Sie negative Überraschungen: Informieren Sie sich unbedingt vorher umfassend über das Konzept des Betreuungsträgers. Das pädagogische Konzept sollte öffentlich einsehbar sein. Oft ist es auf der Website des Trägers zu finden oder wird auf Nachfrage bereitgestellt. Am Konzept lassen sich die Grundzüge der pädagogischen Arbeit erkennen.
 

2.    Es wird ein Probetag im Hort angeboten

Ob Ihr Kind in der Einrichtung gut aufgehoben ist, erfahren Sie am besten direkt vor Ort. Vereinbaren Sie einen Probetag für Ihr Kind. So haben beiden Seiten genügend Zeit und Aufmerksamkeit sich kennenzulernen. In diesem Rahmen können Sie auch über die zeitlichen und organisatorischen Abläufe sprechen und so herausfinden, ob die Betreuung zum eigenen Alltag passt.
 

3.    Kindgerechte Bastel- und Kreativangebote

Bei einem Besuch der Einrichtung lässt sich schnell erkennen, ob Kreativität und Phantasie gefördert werden und dabei auf altersgerechtes Basteln wertgelegt wird. Kindgerechte Bastel- und Kreativangebote fördern die kognitive Entwicklung, Handfertigkeit und Phantasie Ihres Kindes. Ein perfektes Aussehen der Endprodukte sollte dabei aber nebensächlich sein.
 

4.    Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit

Gerade im Schulalter ist es wichtig, einen körperlichen Ausgleich, sprich: Sport zu finden. So sollte jede Nachmittagsbetreuung Bewegung fördern. Gibt es ein Außengelände? Werden Bewegungsprojekte, Sport- und Spielprojekte angeboten? Eventuell wird auch die Sporthalle der Schule mitgenutzt?
 

5.    Hausaufgabenbetreuung ist ein Muss

Die Hausaufgabenbetreuung ist ein wichtiger Bestandteil des Horts. Hierbei ist es wichtig, dass die Zeit für die Hausaufgaben dem Alter der Schüler angepasst sein. Als Eltern sollten Sie sich allerdings darüber bewusst sein, dass es sich dabei nicht um eine Nachhilfe handelt, sondern lediglich um eine Betreuung bei der Ausführung der Hausaufgaben. Hilfreich können hierbei Eintragungen in sogenannten „Übergabeheften“ sein, in denen abgehakt wird, ob ein Kind Hausaufgaben aufbekommen und diese in der Nachmittagsbetreuung erledigt hat. Das bedarf allerdings auch einer guten Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Betreuung.
 

6.    Kommunikation zwischen Betreuern, Lehrern und Eltern

Eine ausgewogene Kommunikation bedarf der Mitarbeit aller Parteien. Stellen Sie Fragen. Denn, wer nie von sich aus nachfragt, wird selten eine ausreichende Information bekommen. Es macht Sinn Eltern-Newsletter bzw. –Briefe zu lesen und bei Bedarf offen auf die Erzieherinnen und Erzieher zuzugehen. Oft sind sogenannte Tür-und Angelgespräche ausreichend, um nötige Informationen über den Alltag des Kindes zu bekommen. Bei Bedarf sollte es aber die Möglichkeit zu einem Elterngespräch geben, falls diese nicht schon fest eingeplant sind. Das rechtzeitige Ansprechen von Problemen löst sie oft, bevor sie zu unüberwindlichen Hindernissen werden.

 

Über die Autorin:

Patricia Grubbe

Patricia Grubbe ist Pädagogin und Bewerbermanagerin bei der Global Education GmbH in Frankfurt. Ihr Team und sie sind zuständig für die Nachmittagsbetreuung von 600 Schulkindern.