Porträt Lina Duwenda, Stellvertretende Personalleiterin, KIKXXL
Führung & HR

KIKXXL: “Vom EAP-Angebot profitieren auch die Familien unserer Mitarbeitenden"

Beim pme Familienservice glauben wir fest daran, dass mentale Gesundheit einer der wichtigsten Hebel ist, um starke Teams aufzubauen. Das sieht auch die HR-Abteilung von KIKXXL so. Als bundesweiter Dienstleister wissen sie, dass eine gute externe EAP-Unterstützung Mitarbeitende, Führungskräfte und die Personalabteilung entlastet. 

Lina Duwendag ist stellvertretende Personalleiterin bei KIKXXL und erläutert in dieser Case Study, warum die Partnerschaft mit dem pme Familienservice eine Win-Win-Situation für alle ist und wie diese dazu beiträgt, auch die jüngere Generation im Unternehmen gut abzuholen und zu unterstützen. 

Kurzprofil des Unternehmens

  • Unternehmensname: KIKXXL GmbH
  • Branche: Dienstleistung (Contact Center)
  • Unternehmensgröße: Über 3.300 Mitarbeiter*innen an 12 Standorten (6 in Deutschland)

Herausforderung

Hohe Nachfrage nach interner Beratung, überforderte Führungskräfte, wachsende familienbezogene Belastungen und schwer zugängliche externe Angebote. 

Lösung

Ein schnell verfügbares, niedrigschwelliges EAP-Beratungsangebot (digital und telefonisch) mit erweiterter Themenabdeckung, das Mitarbeitende direkt, vertraulich und professionell in Ersthilfe unterstützt und Führungskräfte entlastet. 
 


(Foto: KIKXXL)

Seit Mai 2024 unterstützt der pme Familienservice die Kikxxl-Beschäftigten mit EAP-Services und der pme Akademie. Was war der Auslöser für die Entscheidung, stärker in die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden zu investieren? 

Lina Duwendag: Es gab nicht einen einzelnen Auslöser, sondern mehrere Faktoren, die uns veranlasst haben, unser Angebot zu erweitern.  

Ein Faktor war, dass unser intern geschultes Personal für Schuldnerberatung von den Mitarbeitenden sehr gut angenommen wurde. Gleichzeitig zeigte sich in Mitarbeiter- und BEM-Gesprächen, dass Führungskräfte und Personalabteilung häufig an ihre Grenzen stießen, wenn Mitarbeitende mit weiteren Herausforderungen um Unterstützung baten.  

Dabei geht es nicht nur um psychische Gesundheit im engeren Sinn, sondern um ein breites Spektrum familiärer Fragestellungen. Themen wie die Pflege von Angehörigen nehmen deutlich zu. Die Informationen im Internet sind hier oft unübersichtlich und Mitarbeitende benötigen konkrete, verlässliche Orientierung und Checklisten.  

Deshalb suchten wir nach einer Möglichkeit, Mitarbeitenden schnell und niedrigschwellig erste Hilfe und Unterstützung anzubieten – ohne große Hürden und Wartezeiten. 

All das hat gezeigt, dass ein professionelles EAP-Angebot sinnvoll ist. Natürlich geht es auch ein Stück weit um die Reduzierung von Krankentagen. Denn wer schnelle und gute Hilfe bekommt, kann natürlich auch entspannter arbeiten.  

Was schätzen Sie bisher an der Zusammenarbeit mit dem pme Familienservice? 

Die sehr schnelle Unterstützung bei allen Anliegen. Und die offene und ehrliche Zusammenarbeit. 

Welche Mitarbeitenden-Gruppen profitieren besonders von den Angeboten? 

Alle! Interne HR, Führungskräfte und Mitarbeitende: Denn egal, welches Anliegen sie jetzt haben – ob psychisch oder physisch –, wird das komplett mit dem EAP- und Akademie-Angebot des pme Familienservice abgedeckt.  

Auch die Familien unserer Mitarbeitenden profitieren vom EAP-Angebot: Sie können die 24/7-Expertline ebenfalls nutzen und sich Unterstützung holen. 

Welche Angebote werden besonders gut von Ihren Mitarbeitenden angenommen? 

Am meisten wird das Lebenslagen-Coaching im Rahmen der EAP-Beratung genutzt – also die 24/7-Expertline, wo Mitarbeitende schnelle, psychosoziale und vertrauliche Hilfe bekommen.

Aber auch die Seminare und Coachings der pme Akademie werden gut genutzt und gebucht. Diese haben vor allem einen präventiven Charakter. 

Seit Neuestem haben wir auch die Mindance-App des pme Familienservices – da sind wir aber erst ins Rollout gegangen. Dazu kann ich noch nichts sagen, bin aber schon sehr gespannt auf das Feedback. 

Gab es konkretes Feedback oder ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag, das Sie gerne teilen möchten?  

Erst gestern gab es den Fall, dass ein Mitarbeiter mithilfe der psychosozialen Beratung (EAP) des pme Familienservice nun einen konkreten Fahrplan in der Tasche und einen ersten Termin hier vor Ort bei einer Beratungsstelle vermittelt bekommen hat. 

Welches Angebot unterstützt Sie als Personalerin und Führungskraft? 

Ich habe unseren Personaler:innen die Mindance-App empfohlen, weil ich sie selbst super finde und gerne nutze und es dort viele leicht zugängliche Angebote gibt: Mentalübungen, 1:1-Coachings und Peer-to-peer-Austausch mit anderen Personalern und Führungskräften. 

Auch die Kurse und Seminare der pme Akademie finde ich super. Erst kürzlich habe ich über die App in einem Kurs gelernt, wie ich psychische Erkrankungen bei Mitarbeitenden erkennen und wie ich unterstützen kann. Auch zum Thema „Chronisch krank im Job“ habe ich einen Kurs absolviert. 

Wie war der Start der Zusammenarbeit mit dem pme Familienservice?  

Wir sind sehr digital. Wir haben eine eigene App und ein Intranet. Dort haben wir das EAP- und Akademie-Angebot ausgespielt. Ganz zu Beginn hatten wir auch eine Live-Videokonferenz mit unserer pme-Ansprechpartnerin Rebecca Redlich, die allen Mitarbeitenden das Angebot vorgestellt hat. 

Wir haben auch Flyer von pme bekommen und diese an allen Standorten in Plakatrahmen gehängt. Die Flyer nehmen wir auch gerne mit, wenn wir Personalgespräche haben, und auch der Betriebsrat verteilt sie gerne, wenn sie vertrauliche Gespräche mit Mitarbeitenden haben und um Rat gefragt werden. 

In den WCs hängt jetzt auch die Werbung für die Mindance-App mit QR-Code zum direkten Abscannen mit dem Handy. 

Welche HR-Trends sehen Sie in den nächsten 5 bis 10 Jahren kommen – auch im Hinblick auf Gen Z und junge Talente? 

Ich würde sagen, dass das Thema Mental Health weiter an Stellenwert gewinnen wird. Ältere Generationen haben das eigene Wohlbefinden eher in den Hintergrund gestellt. Aber das hat sich definitiv geändert. 

Deshalb bin ich sehr gespannt, wie die Mindance-App genutzt wird, weil ich denke, dass wir damit die jüngeren Mitarbeitenden besser erreichen können. Der Großteil unserer Beschäftigten ist unter 30 Jahre alt, die Hemmschwelle zu telefonieren ist bei der jungen Generation größer.  

Was würden Sie anderen Unternehmen empfehlen, die mentale Gesundheit strategisch stärker priorisieren möchten?  

Da könnte ich jetzt einen ganzen BGM-Plan loslassen. Das ist eine sehr, sehr weite Frage. Vielleicht als ersten Schritt mit dem pme Familienservice starten, denn hier wird man an die Hand genommen und gut ins Thema eingeführt. 

Würden Sie den pme Familienservice weiterempfehlen – und warum? 

Ich denke, man hat es rausgehört: Wir sind super zufrieden. Wir nutzen das Angebot, unsere Mitarbeitenden nutzen das Angebot. Und das entlastet die Personalabteilung. Wir können unsere Mitarbeitenden professionell weitervermitteln, damit sie Erste Hilfe bekommen – und das ist besonders wichtig für die jüngere Zielgruppe. Wir haben sehr viele Mitarbeitende mit vielen verschiedenen Lebensgeschichten und Herausforderungen; für diese Vielfalt ist das Angebot hervorragend geeignet. 
 


(Foto: KIKXXL, Standort Dortmund)