zu sehen ist ein Mann im Anzug mit einem Rettungsring um den Hals
Führung & HR

Psychologische Sicherheit in Teams: 10 Tipps

Damit Beschäftigte sich aktiv in Projekte und Aufgaben einbringen, brauchen sie psychologische Sicherheit. Denn sonst schweigen sie. Lesen Sie, wie Sie als Führungskraft ein Umfeld schaffen, in dem ihre Teammitglieder offen, innovativ und vertraut miteinander arbeiten und ihre Meinung offen äußern.

 

Das Wichtigste auf einen Blick: 

Psychologische Sicherheit im Team stärken heißt, eine Arbeitsumgebung zu gestalten, in der Mitarbeitende ohne Angst vor Bloßstellung, Karriereeinbußen oder Ablehnung offen Fragen stellen, Probleme melden und neue Ideen ausprobieren. Solche Rahmenbedingungen fördern Lernverhalten, erhöhen Innovationskraft und reduzieren systemische Risiken — weil Konflikte früh sichtbar werden und Lehren aus Fehlern gezogen werden.


Psychologische Sicherheit: ein Gedankenexperiment

Glauben Sie, dass ein Teammitglied Sie darauf hinweisen würde, wenn Sie als Führungskraft einen Fehler gemacht haben? Und würden Sie diesen Fehler dann auch zugeben? Wären Sie dem Teammitglied dankbar für den Hinweis? Oder würde sich innerlich Groll aufbauen? Was würden Sie antworten? Und welche Konsequenzen ergäben sich daraus?

Mit diesem kleinen Gedankenexperiment sind Sie mittendrin in einem Thema, das ganz eng an Teamzusammenhalt und Unternehmenserfolg geknüpft ist: psychologische Sicherheit. Amy Edmondson, Professorin für Leadership an der Harvard University, führte diesen Begriff schon in den 1990er Jahren in den Business-Kontext ein.

Die Management-Ikone untersuchte damals die Pannenanfälligkeit des amerikanischen Gesundheitssystems. Ihre These lautete zunächst: Besseren Teams unterlaufen weniger Fehler. Im Laufe der Forschungen stellte sich heraus: Das Gegenteil war der Fall. Amy Edmondson stellte fest, dass die erfolgreichen Teams sehr wohl Fehler machten, allerdings offen darüber sprachen und nichts unter den Teppich kehrten. Entscheidend war das zwischenmenschliche Miteinander der Beteiligten:

Traute sich die Krankenschwester der diensthabenden Oberärztin mitzuteilen, dass ein Patient in ihren Augen überdosiert wurde? War ihre Vorgesetzte ihr dankbar für diesen Hinweis oder lehnte sie die Anmerkung qua hierarchischer Ordnung ab? Wie fähig war das hier agierende Team, aus dem Fehler zu lernen und gemeinsam folgerichtige Entscheidungen zu treffen?

Was bedeutet psychologische Sicherheit? 

Der Begriff der psychologischen Sicherheit in Teams beschreibt das Niveau, auf dem sich die Mitglieder frei fühlen, ihre Ideen und Anliegen zu äußern, Fragen zu stellen und auf Fehler hinzuweisen, ohne Angst vor negativen Konsequenzen haben zu müssen – also Angst vor Konsequenzen, die im schlimmsten Fall Auswirkungen auf ihr persönliches Ansehen, ihren Status oder ihren beruflichen Werdegang hätten. Psychologische Sicherheit beschreibt also die Überzeugung, dass das Arbeitsumfeld vor zwischenmenschlichen Risiken sicher ist.

 

Dem Chef widersprechen: Könnte mir das schaden?

Das klingt irgendwie selbstverständlich: dem Chef widersprechen, weil ich bei einer Aufgabe zum Beispiel eine Hürde sehe – und mir dabei sicher sein, dass mein Widerspruch keine negativen Konsequenzen hat. Im Gegenteil: sogar erwünscht ist, weil der Einwand konstruktiv ist.

Aber so ist es nicht immer.

Denn wenn ich dem Chefarzt widersprechen möchte oder eine unkonventionelle Lösung für ein Problem im Kopf habe, dann hilft es mir sehr, zu wissen, dass ich mich in Sicherheit wiegen kann, wenn ich ausspreche, was ich denke. Letztlich gehe es darum, dass wir Menschen uns verletzlich machen, wenn wir eine gegenläufige Meinung äußern.

Denn im Zweifel müssten wir aushalten, dass jemand empört oder verärgert über uns sein könnte, erklärt Edmondson im Podcast Team A des Manager Magazins. In der Regel haben wir aber den Wunsch, dass Menschen gut über uns denken, und dieser Wunsch führt im schlimmsten Fall dazu, zu schweigen.

Es geht also um große Emotionen wie Angst, um Harmoniebedürfnis oder den Wunsch nach Zugehörigkeit – allerdings in einem Umfeld, das darauf bedacht ist, möglichst rational zu handeln.

Denn ein Unternehmen ist kein Schauplatz für zwischenmenschliche Befindlichkeiten, mag manch einer denken. Die Krux liegt aber darin, dass in Unternehmen nun einmal Menschen arbeiten. Und Menschen sind zutiefst emotional gestrickt.

Employee Silence: das Schweigen der Teammitglieder

Dass Menschen manchmal lieber schweigen, als ihre Bedenken zu äußern, auch dafür hat die Forschung einen Begriff gefunden: Employee Silence beschreibt das Phänomen, wenn Beschäftigte zögern oder sich weigern, ihre Meinungen oder Vorschläge am Arbeitsplatz preiszugeben.

Das Beispiel der Krankenschwester, die entdeckt, dass ein Patient mit Medikamenten überdosiert scheint, aber es ihrer Führungskraft nicht mitteilt, macht radikal deutlich, wie negativ sich Schweigen auf die organisatorische Leistung auswirken kann. Wenn wertvolle Feedbacks und Ideen nicht kommuniziert werden, ist der Schaden mitunter riesig oder sogar lebensgefährlich (Employee Silence nach Elisabeth Morrison).

Vages Feedback führt zu Verwirrung

Eine andere Strategie, Konflikten aus dem Weg zu gehen, obwohl es  eigentlich an der Zeit wäre, zu sagen: "So bitte nicht!", ist es, um den heißen Brei herumzureden, also unklar und unverständlich zu kommunizieren. Ziel dabei ist es, die Harmonie – zumindest kurzfristig – nicht zu beschädigen.

Besonders wenn Führungskräfte so agieren, kann diese Vermeidungsstrategie langfristig schädliche Auswirkungen auf die individuelle Leistung als auch auf das gesamte Team haben. Man gibt vage ein Feedback, dass eher zu Verwirrung als zu Klarheit führt, und versucht damit die persönliche Beziehung zum Kollegen oder zur Kollegin nicht zu belasten.

In ihrem Bestseller "Radical Candor: Be a Kick-Ass Boss Without Losing Your Humanity" (2017) nennt die Führungsexpertin Kim Scott diese Art der Resonanz auf Fehler in Unternehmen “ruinöse Emphathie” und erklärt, was Leader:innen stattdessen tun sollen – nämlich schonungslos offen sein.

„Schonungslose Offenheit“ bzw. “Radical Candor” basiere auf der Balance zwischen persönlicher Fürsorge und direktem Feedback. Führungskräfte, die Radical Candor praktizieren, bauten nicht nur vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Beschäftigten auf, sondern förderten damit zugleich die psychologische Sicherheit, schreibt Scott.

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10 Tipps für mehr psychologische Sicherheit in Ihrem Team

Von: Darina Doubravova, Führungskräfte-Coachin und Leiterin der  pme Akademie

Unabhängig davon, wie starr die Unternehmensstrukturen sind, können Sie die psychologische Sicherheit in Ihrem eigenen Team stärken. Durch offene Kommunikation, Fehlerkultur und regelmäßigen Austausch schaffen Sie ein Umfeld, in dem sich jeder sicher fühlt, Ideen und Bedenken zu äußern. Zehn Tipps, wie Sie die Dynamik und Leistungsfähigkeit Ihres Teams positiv beeinflussen können:

1. Vorbild sein: Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, stehen Sie dazu

Als Führungskräfte sollten Sie den Anfang machen, indem sie offen über Fehler sprechen. Zum Beispiel: "Ja, hier habe ich einen Fehler gemacht. Daraus gelernt habe ich Folgendes (...). In Zukunft werde ich versuchen, es anders zu machen".

2. Sprechen Sie offen über Unsicherheiten

Wenn Sie als Führungskraft nicht sicher sind, wie der richtige Weg genau aussieht, gehe Sie offen damit um. In Zeiten komplexer Zusammenhänge ist es unwahrscheinlich und anmaßend, wenn eine Person die Deutungshoheit für sich alleine beansprucht. Holen Sie andere Meinungen ein und gehen Sie transparent damit um, indem Sie darüber sprechen, dass Sie die Ideen Ihrer Teammitglieder verfolgen. Bauen Sie Feedbackschleifen ein, um schnell zu erkennen, wenn die gewählte Entscheidung vielleicht doch nicht die richtige war.

3. Stellen Sie Fragen und bitten Sie um Ideen

Aktiv nach den Ideen und Meinungen der Teammitglieder zu fragen fördert ein Gefühl der Wertschätzung und Zugehörigkeit. Fragen wie "Welche Ideen hast du?" oder "Was übersehen wir hier?" ermutigen die Beschäftigten, sich einzubringen und ihre Perspektive zu teilen. Das stärkt das Gefühl, dass jede Stimme zählt, und trägt zur Innovationskraft des Teams bei.

4. Bedanken Sie sich auch bei Widerspruch

Jemand im Team hat eine andere Sicht darauf, wie ein bestimmtes Problem gelöst werden kann? Bedanken Sie sich für die geäußerte Meinung und prüfen Sie sie. Wenn Sie zu dem Ergebnis kommen, dass Ihr Vorschlag dennoch der richtige scheint, machen Sie es transparent und begründen Sie es.
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5. Befördern Sie Menschen, die mit Projekten gescheitert sind

Es ist wichtig, Beschäftigte zu fördern, die trotz gescheiterter Projekte gute Arbeit geleistet haben. Dies zeigt, dass das Unternehmen den Prozess und die Bemühungen anerkennt, nicht nur das Ergebnis. Wenn Projekte scheitern, liegt es oft nicht nur am Team, sondern auch an externen Faktoren wie Marktbedingungen. Durch die Anerkennung und Förderung dieser Teammitglieder wird signalisiert, dass Scheitern ein akzeptierter Teil des Lernprozesses ist.

6. Feiern Sie Fehler und sehen Sie diese als Verbesserungschance

Fehler sollten nicht nur toleriert, sondern als Lernchancen ernsthaft gefeiert werden. Eine Kultur, die Fehler als Möglichkeit zur Verbesserung ansieht, fördert eine positive Einstellung gegenüber Herausforderungen. Team-Meetings könnten regelmäßige "Fehler-Feiern" beinhalten, bei denen Beschäftigte ihre Fehler teilen und gemeinsam darüber nachdenken, was sie daraus gelernt haben. Auch Lachen sollte erlaubt sein.

7. Fördern Sie den regelmäßigen Austausch im Team

Fördern Sie regelmäßigen Austausch und Diskussionen im Team, um Hindernisse für Feedback zu identifizieren und zu beseitigen. Fragen Sie aktiv: "Was hindert uns daran, Feedback zu geben?". Diese offenen Gespräche helfen, die Ursachen für Zurückhaltung zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um sie zu überwinden. Eine kontinuierliche Feedback-Kultur unterstützt die Entwicklung und das Wachstum des gesamten Teams.

8. Holen Sie sich Feedback ein

Holen Sie sich regelmäßig als Führungskraft Feedback ein. Bitte Sie andere darum, mit Ihnen zu reflektieren, was gut läuft und was Sie besser machen können.

9. Schaffen Sie Commitment und Regeln für Feedback

Schaffen Sie auch für andere Teammitglieder Commitment und Regeln, wie Feedback gegeben und genommen wird. Überlegen Sie mit den Teammitgliedern, ob es dafür einen definierten Rahmen braucht.

10. Beschäftigen Sie sich mit dem Delegation Board

Nutzen Sie ein Delegation Board – das ist ein visuelles Werkzeug, das in Teams und Organisationen verwendet wird, um Klarheit darüber zu schaffen, wer für welche Entscheidungen zuständig ist und auf welcher Ebene Entscheidungen getroffen werden können. Überlegen Sie, welche Entscheidungen Sie als Führungskraft treffen müssen und welche im Team getroffen werden können.

FAQ: Wie kann ich die psychologische Sicherheit im Team stärken

Was ist psychologische Sicherheit?

Psychologische Sicherheit ist die geteilte Überzeugung im Team, dass man Fragen, Bedenken und Fehler offen äußern kann, ohne negative persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen.

Warum ist psychologische Sicherheit für mein Team wichtig? 

Sie erhöht Lernverhalten, Innovationsfähigkeit und Leistung, weil Mitarbeitende öfter Probleme melden, Wissen teilen und Neues ausprobieren.

Wie kann ich als Führungskraft sofort starten?

Beginnen Sie heute damit, einen eigenen Fehler offen zu benennen, aktiv nach Meinungen zu fragen und dabei Danke zu sagen, wenn jemand widerspricht.

Wie messe ich Fortschritte bei psychologischer Sicherheit?

Verwenden Sie regelmäßige anonyme Pulse‑Umfragen mit 3–5 Fragen (z. B. „Ich traue mich, Risiken anzusprechen“) plus qualitative Retrospektiven.

Führt mehr Offenheit nicht zu Konflikten?

Nein. Richtig moderiert fördert Offenheit frühzeitige Konfliktlösung und verhindert verhärtete Probleme; klare Gesprächsregeln sind dabei wichtig.

Reicht ein Workshop aus, um psychologische Sicherheit zu schaffen?

Ein Workshop kann starten, aber nachhaltige Veränderung braucht kontinuierliche Praxis, Vorbildverhalten der Führung und Messung.

null Was ist eine Outplacemement-Beratung

Junge Frau schaut zuversichtlich aus einem Zugfenster
Führung & HR

Was ist eine Outplacement-Beratung?

Eine Kündigung ist immer belastend. Unternehmen, die sich als fairer Arbeitgeber präsentieren wollen, setzen auf ein wertschätzendes Trennungsmanagement. Der Schlüssel dazu ist ein strategisches Newplacement bzw. Outplacement.  

Von Kyra Wetzel, Expertin für Newplacement/Outplacement  beim pme Familienservice. 

Was sind die Gründe für Kündigungen?

Für eine Kündigung gibt es vielfältige Gründe: Da sind zum einen rasante Veränderungen am Markt, die Globalisierung oder aktuelle Krisen wie die hinter uns liegende Pandemie und der Ukraine-Krieg. Manchmal stellt man auch fest, dass es mit einzelnen Beschäftigten einfach nicht passt.  Newplacement oder Outplacement kann unabhängig von den Gründen dabei helfen, im Guten auseinanderzugehen und für die Betroffenen einen neuen Wirkungsbereich zu finden. 

Kündigungen trotz Fachkräftemangel – ein Paradox?

Die wirtschaftliche Lage zwingt viele Unternehmen, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem börsennotierte Unternehmen sind gefordert, die Aktienkurse zu optimieren, Kosten zu verringern und die Forderungen der Aktionäre zu erfüllen. Die zahlreichen Kündigungen vor allem in der IT-Industrie lassen vermuten, dass der Fachkräftemangel vorbei ist. Doch der Schein trügt.

Mehr denn je übersteigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften das Angebot. Zu bedenken ist, dass es nach Ende der Corona-Pandemie eine optimistische Einstellungsphase gab. Trotz der horrenden Entlassungszahlen beschäftigen die großen Tech-Riesen laut Silicon Technology Powering Business immer noch über 150.000 Beschäftigte mehr als zu Beginn des Jahres 2020.

Was geht bei einer Kündigung bei Beschäftigten und Führungskräften vor?

Unsicherheit, Bestürzung und Hilflosigkeit. Das empfinden viele Beschäftigte, wenn sie von ihrer Kündigung erfahren. Sie fühlen sich, als würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen. Dazu kommen schnell wirtschaftliche Sorgen oder gar Existenzängste. Das alles erzeugt oft enormen psychischen Druck. Nicht zu vernachlässigen ist der soziale Aspekt: Beschäftigte verlieren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern Kontakte zu Kolleg:innen, die Einbindung in ihr Team oder liebgewonnene Routinen wie das gemeinsame Mittagessen. 

Führungskräfte stehen oft vor einer Zerreißprobe und einem moralischen Dilemma, wenn sie eine Kündigung kommunizieren müssen. Mitunter haben sie jahrelang mit den Betroffenen zusammengearbeitet, waren vielleicht befreundet. Dann sind da noch die Teams, bei denen die Kündigung von Kolleg:innen für Verunsicherung sorgt. 

Tipps für eine wertschätzende Trennungskultur

Oft sorgen Kündigungen von Beschäftigten in Unternehmen für Unruhe und schlechte Stimmung. Das ist besonders der Fall, wenn die Kündigungen „übers Knie gebrochen“, also nicht gründlich geplant wurden, und wenn die Kommunikation sowohl mit den betroffenen Beschäftigten als auch mit den verbleibenden Teammitgliedern unzureichend oder undurchdacht war.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine Trennung respektvoll und professionell zu gestalten und gleichzeitig die Moral im Team aufrechtzuerhalten:

Sorgfältige Planung und realistischer Zeitrahmen: Planen Sie ausreichend Zeit für die Vorbereitung der Trennung ein und legen Sie Ihr Augenmerk auf eine gut durchdachte und klar strukturierte Vorgehensweise. 

Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Bestimmungen: Halten Sie sich strikt an die relevanten Gesetze, insbesondere die Rechte des Betriebsrates, tarifvertragliche Regelungen und den besonderen Kündigungsschutzes für bestimmte Personengruppen.

Vorbereitung und Training für Führungskräfte: Bereiten Sie Führungskräfte und Personalverantwortliche umfassend auf das Trennungsgespräch vorbereitet, damit sie  das Gespräch professionell und empathisch führen.

Transparente und einfühlsame Kommunikation: Sorgen Sie mit einem klaren Kommunikationsleitfaden dafür, dass alle betroffenen Mitarbeiter und Teams frühzeitig und offen informiert werden, um Unsicherheiten und Gerüchte zu vermeiden.

Klare und verständliche Trennungsbotschaft: Übermitteln Sie Botschaft und Konditionen der Trennung im Gespräch respektvoll, aber eindeutig, sodass keine Unklarheiten entstehen.

Wertschätzung und Dankbarkeit: Drücken Sie den ausscheidenden Mitarbeiter:innen Anerkennung und Dank aus, um ihre Verdienste zu würdigen und positive Beziehungen zu wahren.

Die Bedürfnisse des verbleibenden Teams im Blick: Nehmen Sie die Sorgen und Ängste der verbleibenden Mitarbeiter:innen ernst, um deren Motivation und Vertrauen in die Führung zu stärken.

Die Newplacement/Outplacement-Beratung-Beratung des pme Familienservice unterstützt bei allen Schritten auf dem Weg zu einer wertschätzenden Trennungskultur.

Was ist Newplacement / Outplacement? 

Outplacement/Newplacement ist ein Instrument im Sinne des Trennungsmanagements, um die Beschäftigten wertschätzend in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen. Unternehmen beauftragen einen spezialisierten Dienstleister, der die entlassenen Beschäftigten unterstützt, den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu bewältigen, und ihnen nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung hilft, eine neue Stelle zu finden, die ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen entspricht. 

Ein Newplacement oder Outplacement umfasst eine Reihe von Dienstleistungen, die den entlassenen Beschäftigten angeboten werden, z. B. Karriereberatung, Hilfe bei der Erstellung von Lebensläufen und Anschreiben, Unterstützung bei der Stellensuche, Schulungen zur Verbesserung der Bewerbungsfähigkeiten und Networking-Veranstaltungen.


 

Wie profitieren Arbeitgeber und Beschäftigte von Newplacement / Outplacement?

Ein wertschätzendes Trennungsmanagement im Rahmen eines Newplacement / Outplacement bietet eine Reihe von Vorteilen für Arbeitgeber, Führungskräfte, von einer Kündigung betroffene Beschäftigte und auch für die verbleibenden Teammitglieder:

Schnellere Neueinstellung: Ein Großteil der gekündigten Beschäftigten findet vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Anstellung, und es kommt seltener zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Positives Signal für die gesamte Belegschaft: Die verbleibenden Mitarbeiter:innen sehen, dass sich das Unternehmen um die Belange seiner Beschäftigten kümmert.

Entlastung für alle Beteiligten: Ob es die betroffenen Beschäftigten sind, deren Führungskräfte oder Teammitglieder – ein intelligentes Newplacement entlastet und fördert maßgeblich die Zufriedenheit. 

Türen bleiben offen: Mitunter sind die Gekündigten von heute schon morgen wieder sehr wertvoll. Boomerang-Hiring liegt im Trend. Ein wertschätzendes Trennungsmanagement schafft die Basis dafür. 

Was sind die Bausteine eines Newplacement / Outplacement?

Im Rahmen eines individuell abgestimmten Coachings werden ausscheidende Mitarbeiter:innen beraten und begleitet, um nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung zeitnah eine neue Anstellung zu finden. Führungskräfte mit Personalverantwortung werden unterstützt, den Trennungsprozess partnerschaftlich zu gestalten und erhalten bei Bedarf Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung von Trennungsgesprächen.

  • Standortbestimmung: Wo steht die oder der Beschäftigte? Wohin soll die Reise gehen?
  • Analyse der Stärken und Kompetenzen (LINC Personality Profiler)
  • Bewerbungscoaching
  • Selbstvermarktung
  • Jobsearch
  • Coaching für Führungskräfte und Teams, um Unsicherheiten gemeinsam abzubauen

Oft reichen schon einzelne Bausteine, um wichtige Impulse zu setzen und die Beschäftigten gut aufzufangen. So können Sie ihnen beispielsweise mit der Stärken- und Potenzialanalyse oder dem Bewerbungscoaching wertvolle Hilfen an die Hand geben, um gestärkt voranschreiten zu können. 
 

Stärkenanalyse mit dem LINC Personality Profiler

Für die Betroffenen geht es darum, sich neu zu positionieren und einen neuen Wirkungsbereich zu finden. Im Rahmen eines individuell abgestimmten Coachings werden sie beraten und begleitet, um nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung zeitnah eine neue Anstellung zu finden. 

Das Herzstück ist die Analyse der eigenen Stärken und Kompetenzen. Hier haben wir beim pme Familienservice sehr gute Erfahrungen mit dem LINC Personality Profiler gemacht, einem wissenschaftlich fundierten Online-Instrument zur Analyse und Beschreibung von Persönlichkeit. Dieses unterstützt mit Hilfe einer Reflexion der Charaktereigenschaften, handlungsleitenden Motive und persönlichen Kompetenzen gezielt und nachhaltig individuelle Entwicklungsprozesse und liefert in der Phase der Neuorientierung wertvolle Impulse. 

In der Stärkenanalyse werden sich Menschen wieder ihrer Kompetenzen bewusst. Oft waren sie im Job so in ihren Routinen gefangen, dass sie nicht mehr wissen, was sie alles können. Die Analyse hilft ihnen, ihre Fähigkeiten zu benennen und selbstbewusster in ihre Bewerbungsphase und die Vorstellungsgespräche zu gehen. Gerade diese Stärkenanalyse ist für die Betroffenen ein Mehrwert, denn oft verändert sich dadurch ihr Mindset. 

Ist Newplacement/Outplacement-Beratung auch etwas für kleine und mittelgroße Unternehmen? 

Newplacement / Outplacement empfiehlt sich für jede Unternehmensgröße und schon bei einzelnen Kündigungen. Gerade Unternehmen mit einer kleinen Belegschaft müssen oft damit rechnen, dass sie freigesetzte Beschäftigte schon bald wieder benötigen. Es ist besser für das Arbeitgeberimage, wenn sie wertschätzend auseinandergehen und die Betroffenen gut unterstützen. Nicht zuletzt ist Newplacement / Outplacement durch einen erfahrenen Anbieter besonders für kleine HR-Abteilungen eine große Entlastung. 

Mehr über Newplacement / Outplacement erfahren

 

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