Frau sitzt auf dem Sofa und grübelt
Psyche

Overthinking stoppen: 5 Tipps gegen die Grübelei

Wir alle grübeln. Kommen wir aber aus dem Grübeln nicht mehr heraus, spricht man vom „Overthinking“. Und Overthinking belastet die Psyche auf Dauer, denn es sind selten positive Gedanken, die stundenlang kreisen. Welche Strategien und Übungen können uns helfen aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und dieses Muster zu überwinden?


(Expertin: Nina Lizon, Coachin | Redaktion: Sabrina Ludwig)

Warum die meisten Sorgen unbegründet sind (Studienfakten)

Die meisten unsere Sorgen sind hausgemacht. Über 91 Prozent der Angstgedanken werden nie Realität. So lautet das Ergebnis einer Studie der Pennsylvania State University (2019) mit Probanden mit einer generalisierten Angststörung. 

Die Teilnehmer protokollierten über zehn Tage hinweg jede einzelne Sorge in Echtzeit per Smartphone. Danach prüften die Wissenschaftler:innen, ob die befürchteten Ereignisse auch eingetreten sind. Das Ergebnis: Im Durchschnitt traten 91,4 Prozent der befürchteten negativen Ereignisse überhaupt nicht ein.

Aber heißt das jetzt, wir sollen uns deshalb keine Gedanken mehr über die Zukunft machen? Oder darüber, wie wir uns gegenüber unseren Freunden und Kollegen verhalten haben? Ob es in Ordnung war, die Kollegin auf ihren Fehler aufmerksam zu machen? Oder ob wir die Präsentation morgen gut genug vorbereitet haben?

Nein, denn unser kritisches Denken hat den Menschen beim Überleben geholfen und dabei, viele Probleme zu lösen. Vorausschauend denken zu können, bedeutet auch, Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich schützen zu können.

Es ist also normal, Phasen oder Themen zu haben, wo wir uns den Kopf zerbrechen. Belastend wird das Nachdenken erst dann, wenn wir unsere Gedanken nicht stoppen können, sie negativer Natur sind und gegen uns selbst richten. 

Schlechte Nachrichten machen dir schlechte Laune? Zum Artikel: 7 Tipps, wie du trotz schlechter Nachrichten optimistisch bleibst



 

Was ist Overthinking?

Overthinking, zu deutsch „zerdenken“, ist eine Form des Grübelns. Die Gedanken kreisen um ein Problem, ohne dass es zu einer Lösung kommt. 

Ganz im Gegenteil: Statt Klarheit geht es einem nach dem Overthinking oft schlechter, man fühlt sich frustriert und demotiviert und es kann einem sogar leicht schwindelig sein vom vielen Gedankenkreisen.

Typisch für Overthinking ist:

  • Keine Lösung finden
  • Kein besseres Gefühl hinterher
  • Oft Selbstzweifel

Beispiel-Gedanken für Overthinking:

  • War das Lob vom Chef vorhin wirklich ehrlich?
  • Warum bekomme ich keine Antwort auf meine Mail? Habe ich etwas falsch formuliert?
  • So gut wie die Anderen werde ich das nie hinkriegen …!
  • Was wenn ich meine Entscheidung das bereuen werde?



Overthinking vs. normales Denken

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass normales Denken geradlinig verläuft, also von A nach B führt und zielgerichtet ist. Normales Denken führt zu Ideen und Lösungen. Und deshalb fühlen wir uns danach leichter und entspannter.


 

Gefühle nach normalem Denken:

  • Leicht
  • Entspannt
  • Gelassen
  • Klarer

Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung sind meistens hilfreich – wir lernen etwas über uns, bekommen neue Perspektiven und lösen Probleme gezielt. Beim Overthinking dagegen meldet sich oft der innere, sehr strenge Kritiker, der uns verunsichert und Ängste schürt. 

Gefühle nach Overthinking:

  • Nervösität
  • Druck
  • Frust
     
Checkfrage an sich selbst!

Führt mich mein Denken gerade zu einem nächsten konkreten Schritt? Oder drehe ich mich im Kreis? Und verstärkt meine Art des Denkens sogar meinen Stress und meine Angst?



 

Zwei Arten von Overthinking: Rumination und Worrying

Rumination und Worrying sind Denkmuster, die sich ständig im Kopf wiederholen und ganz schön auf die Stimmung drücken können. 

Beim „Wiederkäuen“ (Rumination) denken Sie immer wieder über vergangene Fehler oder verlorene Chancen nach. 

Sorgen (Worrying) hingegen drehen sich um die Zukunft – was alles schiefgehen könnte oder worüber Sie sich unsicher sind. Beide können dazu führen, dass Sie ängstlich werden, schlechter schlafen oder in ein Stimmungstief rutschen.

„Ich habe dieses Thema oft im Coaching: Was denken andere über mich? Die meisten Menschen sind genauso mit sich selbst beschäftigt wie wir. Und denken meist nicht viel über uns.
Nina Lizon, Coachin für Frauen, München

Beispiele für Rumination: Grübeln über die Vergangenheit

  • War ich im Meeting vorhin zu unfreundlich?
  • Warum hat mich mein Freund nicht angerufen? Habe ich etwas falsch gemacht?

Beispiele für Worrying: Sorgen um die Zukunft

  • Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
  • Ich werde im Bewerbungsgespräch bestimmt versagen!
  • Das Date wird sicher nicht gut! 

Den "Grübel-Kreislauf" unterbrechen, indem Sie positive Gedanken aufschreiben. Wie das geht, lesen Sie hier: Positive Gedanken aufschreiben
 

Overthinking schüttet Dopamin aus!

Das ständige Nachdenken – ohne eine Lösung für das Problem zu finden – gibt unserem Gehirn einen Dopamin-Kick. Und das macht süchtig nach Grübeln. 

Allerdings: Das Grübeln gibt unserem Gehirn kurzfristig ein Gefühl von Kontrolle. Aber es hilft nicht langfristig weiter. Nach so einer intensiven Grübelphase kommt oft der Absturz und damit auch Erschöpfung und weniger Konzentration.

 

„Oft sind wir vor allem dann destruktiv unterwegs, wenn wir perfektionistisch sind. Zum Beispiel, wenn wir denken: Wenn ich jetzt noch ein 350 Mal meine E-Mail durchlese, dann bin ich auf der sicheren Seite. Perfektionismus kann auch sehr schnell zu Prokrastination führen, weil wir dann eben alles so perfekt machen und durchdenken wollen.“
Nina Lizon, Life & Business Coaching

Wie kann ich Overthinking stoppen: 5 Übungen

Mit diesen einfachen Übungen ist es möglich zu lernen, seine Gedanken besser zu steuern. Die Übungen sind alle einfach und wenn Sie die Übungen regelmäßig anwenden, lernt Ihr Nervensystem Ihre Gedanken auch mal ruhen lassen zu können.
 

Tipp von Coachin Nina Lizon

„Nehmen Sie sich die Übung, die Ihnen am schwersten fällt – und Sie raus aus der Komfortzone führt.“

 

1. Gedanken externalisieren

Sobald Sie bemerken, Ihre Gedanken fangen an zu kreisen, 

1. Geben Sie Ihnen eine Form (z.B. als Figur oder Gegenstand). Das hilft, sich einen Schritt von Ängsten und Sorgen zu distanzieren.

2. Setzen Sie Ihre Sorge metaphorisch auf den Beifahrersitz. 

2. Paradoxe Intervention

Bei der paradoxen Intervention geht es darum den Gedanken, ganz freien Lauf zu lassen, bis hin zur Absurdität:

  • Übertreiben Sie den negativen Gedanken bewusst bis zur Absurdität
  • Erkennen Sie, dass auch das schlimmste Szenario zwar möglich, aber recht unwahrscheinlich ist.

Was die Übung bringt: Gefühle, die wir verdrängen, werden meist nur stärker. Übertreiben Sie Ihre Sorgen bewusst in einem ruhigen Moment, können Sie sie oft entlarven – vielleicht sogar mit einem Schmunzeln. Statt die negativen Gedanken wegzudrücken, geben Sie sich ihnen hin. So merken Sie: Selbst im schlimmsten Fall finde ich wieder einen Weg weiter.

3. Gefühls-Tracking

Overthinking kann auch ein Vermeidungsmechanismus sein. Es steckt häufig ein Gefühl dahinter, das nicht gefühlt werden möchte und dann durch intensives Nachdenken weggeschoben wird. 

Wenn wir aber lernen uns auf unseren Körper zu konzentrieren, erreichen wir den Kern und können die Grübelmaschinerie stoppen:

  • Fragen Sie sich: Welches Gefühl will gerade gefühlt werden?
  • Bleiben Sie einen Moment in diesem Gefühl, ohne es zu verdrängen
     
Tipp von Coachin Nina Lizon für Anfänger:innen

"Fangen Sie mit weniger starken und akuten Gefühlen an, wie z.B. Langeweile. Wo im Körper spüre Sie diese?"

4. Die 3R-Methode

Die 3R-Methode hilft Ihnen dabei, die Gedanken bewusster wahrzunehmen und hilfreicher zu gestalten. Und vor allem: Gedanken zu finden, die Sie unterstützen – nicht kritisieren oder klein machen.

1. Recognize (Erkennen)


Erkennen Sie, welche negativen Gedanken sich bei Ihnen immer wiederholen. Zum Beispiel: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich sollte mich gar nicht auf das Projekt melden“ oder „Wer bin ich, mich auf die Stelle zu bewerben?“ Schreiben Sie diese Gedanken am besten konkret auf oder sprechen Sie sie laut aus, um sie sichtbar zu machen.

2. Reflect (Reflektieren)


Fragen Sie sich, welches Bedürfnis hinter diesen Gedanken steckt. Was verbirgt sich wirklich dahinter? Meist stecken hinter Zweifeln und Ängsten wichtige Wünsche und Bedürfnisse, die Sie ernst nehmen sollten.

3. Reposition (Neu positionieren)


Finden Sie Gedanken, die Ihnen weiterhelfen, anstatt Sie kleinzumachen. Wichtig dabei ist: Es geht nicht darum, schlechte Gedanken einfach durch gute zu ersetzen oder sich ständig optimieren zu wollen. Stattdessen suchen Sie nach Gedanken, die Sie unterstützen, ohne Sie zu bewerten, zu vergleichen oder niederzumachen.

5. Brain Dumping

Brain Dumping, auch bekannt als „Gedankenmüll abladen“, ist eine wirkungsvolle Methode zur mentalen Entlastung. 

Alle Gedanken, Aufgaben und Sorgen werden ungefiltert und ohne Bewertung schriftlich festgehalten –auf Papier oder digital. Diese Technik hilft, Stress abzubauen, Grübeleien zu stoppen und schafft klare Gedanken, indem sie das Gehirn von der dauerhaften Informationsspeicherung entlastet. 

1. Setze dir eine tägliche Gedankenzeit

2. Schreibe alles ungefiltert auf

3. Schließe bewusst ab

Hinweis: Übungen sind mit Tipps von Nina Lizon entstanden. Persönliche Erfahrungen und Empfehlungen helfen, Overthinking im Alltag zu bewältigen.

FAQ: Overthinking stoppen – die wichtigsten Antworten

Was ist Overthinking und wie erkenne ich es?


Overthinking bezeichnet das wiederholte, unproduktive Grübeln über Probleme, ohne zu einer Lösung zu kommen.

Typische Anzeichen sind: keine Verbesserung des Gefühls, das Ausbleiben von Lösungen und häufige Selbstzweifel. Betroffene fühlen sich nach dem Grübeln oft schlechter und empfinden Frustration oder Erschöpfung.

Wie unterscheidet sich Overthinking von normalem Denken?


Normales Denken verläuft zielgerichtet, führt zu Lösungen und gibt ein entspanntes, klares Gefühl. Overthinking hingegen dreht sich im Kreis, verstärkt Stress und Unsicherheit, und endet selten mit einem nächsten konkreten Schritt. 

Welche Formen von Overthinking gibt es?


Es gibt vor allem zwei Arten:

1. Rumination („Wiederkäuen“): Kreisende Gedanken um Vergangenes, etwa Fehler oder verpasste Chancen.

2. Worrying (Sorgen): Grübeln über mögliche zukünftige negative Ereignisse oder Unsicherheiten.
Beide Muster können die Stimmung verschlechtern und zu Schlafproblemen führen.

Sind meine Sorgen meistens begründet?


Nein, laut einer Studie der Pennsylvania State University (2019) treten im Durchschnitt 91% der befürchteten negativen Ereignisse nie ein. Die meisten unserer Sorgen sind daher unbegründet und entstehen im Kopf – ein Beleg dafür, dass Overthinking selten hilfreich ist.

Warum fällt es so schwer, Overthinking zu stoppen?


Grübeln gibt dem Gehirn kurzfristig ein Gefühl von Kontrolle und schüttet sogar Dopamin aus, was das Verhalten beinahe „süchtig“ macht. Langfristig verschlechtert sich durch Overthinking aber das Wohlbefinden, und es kann zu Prokrastination und Perfektionismus führen.

Was hilft gegen Overthinking?

Welche Übungen gibt es?
Diese fünf Übungen helfen gegen kreisende Gedanken:

1. Gedanken externalisieren: Gedanken eine symbolische Form geben (z. B. als Gegenstand oder „auf den Beifahrersitz setzen“).

2. Paradoxe Intervention: Sorgen ins Absurde steigern, um zu erkennen, wie unwahrscheinlich viele Ängste sind.

3. Gefühls-Tracking: Das dem Grübeln zugrunde liegende Gefühl bewusst wahrnehmen und erlauben.

4. Die 3R-Methode: Negative Gedanken erkennen, das Bedürfnis dahinter reflektieren und die Perspektive verändern.

5. Brain Dumping: Alle Gedanken ungefiltert aufschreiben, um das Gehirn zu entlasten.

Ist Overthinking gefährlich oder krankhaft?


Overthinking ist zunächst eine normale Reaktion und hat evolutionsbiologische Hintergründe. Erst wenn Grübeln dauerhaft die Lebensqualität beeinträchtigt, Stress oder Ängste verstärkt und zu Schlafproblemen führt, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

null Was ist eine Outplacemement-Beratung

Junge Frau schaut zuversichtlich aus einem Zugfenster
Führung & HR

Was ist eine Outplacement-Beratung?

Eine Kündigung ist immer belastend. Unternehmen, die sich als fairer Arbeitgeber präsentieren wollen, setzen auf ein wertschätzendes Trennungsmanagement. Der Schlüssel dazu ist ein strategisches Newplacement bzw. Outplacement.  

Von Kyra Wetzel, Expertin für Newplacement/Outplacement  beim pme Familienservice. 

Was sind die Gründe für Kündigungen?

Für eine Kündigung gibt es vielfältige Gründe: Da sind zum einen rasante Veränderungen am Markt, die Globalisierung oder aktuelle Krisen wie die hinter uns liegende Pandemie und der Ukraine-Krieg. Manchmal stellt man auch fest, dass es mit einzelnen Beschäftigten einfach nicht passt.  Newplacement oder Outplacement kann unabhängig von den Gründen dabei helfen, im Guten auseinanderzugehen und für die Betroffenen einen neuen Wirkungsbereich zu finden. 

Kündigungen trotz Fachkräftemangel – ein Paradox?

Die wirtschaftliche Lage zwingt viele Unternehmen, Sparmaßnahmen zu ergreifen. Vor allem börsennotierte Unternehmen sind gefordert, die Aktienkurse zu optimieren, Kosten zu verringern und die Forderungen der Aktionäre zu erfüllen. Die zahlreichen Kündigungen vor allem in der IT-Industrie lassen vermuten, dass der Fachkräftemangel vorbei ist. Doch der Schein trügt.

Mehr denn je übersteigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften das Angebot. Zu bedenken ist, dass es nach Ende der Corona-Pandemie eine optimistische Einstellungsphase gab. Trotz der horrenden Entlassungszahlen beschäftigen die großen Tech-Riesen laut Silicon Technology Powering Business immer noch über 150.000 Beschäftigte mehr als zu Beginn des Jahres 2020.

Was geht bei einer Kündigung bei Beschäftigten und Führungskräften vor?

Unsicherheit, Bestürzung und Hilflosigkeit. Das empfinden viele Beschäftigte, wenn sie von ihrer Kündigung erfahren. Sie fühlen sich, als würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen. Dazu kommen schnell wirtschaftliche Sorgen oder gar Existenzängste. Das alles erzeugt oft enormen psychischen Druck. Nicht zu vernachlässigen ist der soziale Aspekt: Beschäftigte verlieren nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern Kontakte zu Kolleg:innen, die Einbindung in ihr Team oder liebgewonnene Routinen wie das gemeinsame Mittagessen. 

Führungskräfte stehen oft vor einer Zerreißprobe und einem moralischen Dilemma, wenn sie eine Kündigung kommunizieren müssen. Mitunter haben sie jahrelang mit den Betroffenen zusammengearbeitet, waren vielleicht befreundet. Dann sind da noch die Teams, bei denen die Kündigung von Kolleg:innen für Verunsicherung sorgt. 

Tipps für eine wertschätzende Trennungskultur

Oft sorgen Kündigungen von Beschäftigten in Unternehmen für Unruhe und schlechte Stimmung. Das ist besonders der Fall, wenn die Kündigungen „übers Knie gebrochen“, also nicht gründlich geplant wurden, und wenn die Kommunikation sowohl mit den betroffenen Beschäftigten als auch mit den verbleibenden Teammitgliedern unzureichend oder undurchdacht war.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine Trennung respektvoll und professionell zu gestalten und gleichzeitig die Moral im Team aufrechtzuerhalten:

Sorgfältige Planung und realistischer Zeitrahmen: Planen Sie ausreichend Zeit für die Vorbereitung der Trennung ein und legen Sie Ihr Augenmerk auf eine gut durchdachte und klar strukturierte Vorgehensweise. 

Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Bestimmungen: Halten Sie sich strikt an die relevanten Gesetze, insbesondere die Rechte des Betriebsrates, tarifvertragliche Regelungen und den besonderen Kündigungsschutzes für bestimmte Personengruppen.

Vorbereitung und Training für Führungskräfte: Bereiten Sie Führungskräfte und Personalverantwortliche umfassend auf das Trennungsgespräch vorbereitet, damit sie  das Gespräch professionell und empathisch führen.

Transparente und einfühlsame Kommunikation: Sorgen Sie mit einem klaren Kommunikationsleitfaden dafür, dass alle betroffenen Mitarbeiter und Teams frühzeitig und offen informiert werden, um Unsicherheiten und Gerüchte zu vermeiden.

Klare und verständliche Trennungsbotschaft: Übermitteln Sie Botschaft und Konditionen der Trennung im Gespräch respektvoll, aber eindeutig, sodass keine Unklarheiten entstehen.

Wertschätzung und Dankbarkeit: Drücken Sie den ausscheidenden Mitarbeiter:innen Anerkennung und Dank aus, um ihre Verdienste zu würdigen und positive Beziehungen zu wahren.

Die Bedürfnisse des verbleibenden Teams im Blick: Nehmen Sie die Sorgen und Ängste der verbleibenden Mitarbeiter:innen ernst, um deren Motivation und Vertrauen in die Führung zu stärken.

Die Newplacement/Outplacement-Beratung-Beratung des pme Familienservice unterstützt bei allen Schritten auf dem Weg zu einer wertschätzenden Trennungskultur.

Was ist Newplacement / Outplacement? 

Outplacement/Newplacement ist ein Instrument im Sinne des Trennungsmanagements, um die Beschäftigten wertschätzend in dieser herausfordernden Situation zu unterstützen. Unternehmen beauftragen einen spezialisierten Dienstleister, der die entlassenen Beschäftigten unterstützt, den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu bewältigen, und ihnen nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung hilft, eine neue Stelle zu finden, die ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Interessen entspricht. 

Ein Newplacement oder Outplacement umfasst eine Reihe von Dienstleistungen, die den entlassenen Beschäftigten angeboten werden, z. B. Karriereberatung, Hilfe bei der Erstellung von Lebensläufen und Anschreiben, Unterstützung bei der Stellensuche, Schulungen zur Verbesserung der Bewerbungsfähigkeiten und Networking-Veranstaltungen.


 

Wie profitieren Arbeitgeber und Beschäftigte von Newplacement / Outplacement?

Ein wertschätzendes Trennungsmanagement im Rahmen eines Newplacement / Outplacement bietet eine Reihe von Vorteilen für Arbeitgeber, Führungskräfte, von einer Kündigung betroffene Beschäftigte und auch für die verbleibenden Teammitglieder:

Schnellere Neueinstellung: Ein Großteil der gekündigten Beschäftigten findet vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Anstellung, und es kommt seltener zu gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Positives Signal für die gesamte Belegschaft: Die verbleibenden Mitarbeiter:innen sehen, dass sich das Unternehmen um die Belange seiner Beschäftigten kümmert.

Entlastung für alle Beteiligten: Ob es die betroffenen Beschäftigten sind, deren Führungskräfte oder Teammitglieder – ein intelligentes Newplacement entlastet und fördert maßgeblich die Zufriedenheit. 

Türen bleiben offen: Mitunter sind die Gekündigten von heute schon morgen wieder sehr wertvoll. Boomerang-Hiring liegt im Trend. Ein wertschätzendes Trennungsmanagement schafft die Basis dafür. 

Was sind die Bausteine eines Newplacement / Outplacement?

Im Rahmen eines individuell abgestimmten Coachings werden ausscheidende Mitarbeiter:innen beraten und begleitet, um nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung zeitnah eine neue Anstellung zu finden. Führungskräfte mit Personalverantwortung werden unterstützt, den Trennungsprozess partnerschaftlich zu gestalten und erhalten bei Bedarf Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung von Trennungsgesprächen.

  • Standortbestimmung: Wo steht die oder der Beschäftigte? Wohin soll die Reise gehen?
  • Analyse der Stärken und Kompetenzen (LINC Personality Profiler)
  • Bewerbungscoaching
  • Selbstvermarktung
  • Jobsearch
  • Coaching für Führungskräfte und Teams, um Unsicherheiten gemeinsam abzubauen

Oft reichen schon einzelne Bausteine, um wichtige Impulse zu setzen und die Beschäftigten gut aufzufangen. So können Sie ihnen beispielsweise mit der Stärken- und Potenzialanalyse oder dem Bewerbungscoaching wertvolle Hilfen an die Hand geben, um gestärkt voranschreiten zu können. 
 

Stärkenanalyse mit dem LINC Personality Profiler

Für die Betroffenen geht es darum, sich neu zu positionieren und einen neuen Wirkungsbereich zu finden. Im Rahmen eines individuell abgestimmten Coachings werden sie beraten und begleitet, um nach einer Phase der Selbstreflexion und Zielformulierung zeitnah eine neue Anstellung zu finden. 

Das Herzstück ist die Analyse der eigenen Stärken und Kompetenzen. Hier haben wir beim pme Familienservice sehr gute Erfahrungen mit dem LINC Personality Profiler gemacht, einem wissenschaftlich fundierten Online-Instrument zur Analyse und Beschreibung von Persönlichkeit. Dieses unterstützt mit Hilfe einer Reflexion der Charaktereigenschaften, handlungsleitenden Motive und persönlichen Kompetenzen gezielt und nachhaltig individuelle Entwicklungsprozesse und liefert in der Phase der Neuorientierung wertvolle Impulse. 

In der Stärkenanalyse werden sich Menschen wieder ihrer Kompetenzen bewusst. Oft waren sie im Job so in ihren Routinen gefangen, dass sie nicht mehr wissen, was sie alles können. Die Analyse hilft ihnen, ihre Fähigkeiten zu benennen und selbstbewusster in ihre Bewerbungsphase und die Vorstellungsgespräche zu gehen. Gerade diese Stärkenanalyse ist für die Betroffenen ein Mehrwert, denn oft verändert sich dadurch ihr Mindset. 

Ist Newplacement/Outplacement-Beratung auch etwas für kleine und mittelgroße Unternehmen? 

Newplacement / Outplacement empfiehlt sich für jede Unternehmensgröße und schon bei einzelnen Kündigungen. Gerade Unternehmen mit einer kleinen Belegschaft müssen oft damit rechnen, dass sie freigesetzte Beschäftigte schon bald wieder benötigen. Es ist besser für das Arbeitgeberimage, wenn sie wertschätzend auseinandergehen und die Betroffenen gut unterstützen. Nicht zuletzt ist Newplacement / Outplacement durch einen erfahrenen Anbieter besonders für kleine HR-Abteilungen eine große Entlastung. 

Mehr über Newplacement / Outplacement erfahren

 

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