Midwives 4 Tanzania
News

pme spendet: Midwives 4 Tanzania

Midwives 4 Tanzania hat sich zum Ziel gesetzt, die Geburtshilfe in Tansania zu verbessern und Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken. Dazu führen die Hebammen Conny und Inga regelmäßig Schulungen vor Ort durch und setzen sich für höhere Hygienestandards und eine bessere Ausstattung der Kreißsäle ein.

„Unser Ziel ist es, die Mütter- und Kindersterblichkeit rund um die Geburt zu senken“

Wie ist das Projekt Midwives 4 Tanzania entstanden?

Conny und Inga: Wir haben uns über die freiwillige Arbeit in einem Health Center in Iringa, Tansania kennengelernt. Dabei haben wir eine sehr schlechte Geburtshilfe vor Ort erlebt, mit Gewalt und vielen Neugeborenen, die den Weg ins Leben leider nicht geschafft haben. So entstand unsere Idee, eine eigene Organisation zu gründen, um die Situation zu verbessern.

Was sind die Ziele und Inhalte des Projekts?

Unser Ziel ist es, die Kinder- und Müttersterblichkeit rund um die Geburt zu senken. Wir wollen besser geschultes Personal und somit eine Verbesserung der Geburtshilfe. Außerdem setzen wir uns für höhere Hygienestandards und eine bessere Ausstattung der Kreißsäle ein. Beispielsweise konnten wir letztes Jahr in fast allen Kliniken Iringas Desinfektionsspender anbringen.

Wir reisen regelmäßig nach Tansania und geben vor Ort Seminare, Schulungen und Fortbildungen für das Klinikpersonal oder für Hebammen, die noch in der Ausbildung sind. Jedes Jahr erarbeiten wir neue Präsentationen zu Themen wie Notfallmanagement, allgemeine Geburtsbegleitung und Umgang mit Schmerz. Für unsere Seminare kooperieren wir bereits mit einigen Schulen und Kliniken, die wir jährlich besuchen. Diese Kontakte möchten wir weiter ausbauen.


 

Wie kann die Spende des pme Familienservice in Höhe von 6250 Euro dabei helfen, eure Ziele zu erreichen?

Um die Ausstattung der Kreißsäle zu verbessern, sind wir auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Mit der großzügigen Spende des pme Familienservice wollen wir Materialen für unsere Schulungen bestellen. Beispielsweise wollen wir eine Baby-Reanimationspuppe sowie eine „MamaBirthie“ und ein Geburtsmodell (Phantom) kaufen, damit wir mit den Kolleg:innen sowie Schülerinnen und Schülern vor Ort praktische Geburtshilfe und Notfallsituationen simulieren und üben können.

Welche Visionen gibt es für die Weiterentwicklung des Projekts in den kommenden Jahren?

Wir wollen als Organisation weiter wachsen. Dafür möchten wir mehr Kooperationen mit Klinken und Schulen knüpfen und uns in ganz Iringa vernetzen (25.503 km², 202.490 Einwohner). 

Um für möglichst viele Gebärende eine sichere Geburtshilfe und ein positives Geburtserlebnis zu ermöglichen, wollen wir uns irgendwann auch über die Grenzen Iringas hinausbewegen. 

Wie können Privatpersonen und Organisationen Ihre Arbeit unterstützen?

Interessierte können gerne Mitglied im Verein Midwives 4 Tanzania werden und natürlich auch Geld spenden. Außerdem suchen wir erfahrenes Fachpersonal, das uns zum Beispiel bei den Seminaren unterstützen möchte.


 

Soziales Engagement des pme Familienservice

Seit fünf Jahren gibt es die Spendenaktion „pme spendet“, bei der pme-Teammitglieder die Möglichkeit haben, gemeinnützige Vereine aus den Bereichen „Internationale Entwicklungshilfe“, „Soziale Arbeit“, „Klima- und Tierschutz“ und „Kultur“ für eine Spende vorzuschlagen, die sie aktiv unterstützen. Alle Teammitglieder stimmen anschließend über die Organisationen ab, die sie fördern wollen. Die Vereine mit den meisten Stimmen erhalten eine Spende vom pme Familienservice.

2025 erhielten fünf nationale und internationale Organisationen insgesamt 50.000 Euro Spendengelder – ein gemeinsames Zeichen dafür, dass gesellschaftliches Engagement ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur bei pme ist.